Thüringer Klöße
Mittwoch, 22. April 2015, 00:32 Uhr
Eine geschichtliche und kulinarische Zeitreise beim WB 4. Wie es lief, hat kn erfahren...
Wenn Engel reisen – ja Sie ahnen schon die Seniorengruppe vom WB 4 der VS in Sondershausen war wieder einmal unterwegs und die Sonne schien bei herrlichen 18 °C.
Thomas Leipold hatte sich dieses Mal kulinarisch und zeitgeschichtlich wieder etwas Besonderes für unsere Gruppe einfallen lassen. Die Fahrt mit Funk Taxi Grambs führte uns nach Heichelheim zur Thüringer Kloß Manufaktur und der Thüringer Kloß Welt mit Erlebniswelt und Museum.
Dort begrüßte uns Herr Richter und begleitete uns mit vielen interessanten Geschichten, Berichten und Fakten durch die Museums- und Erlebniswelt. Natürlich erkannte der geschätzte DDR Bürger auch die alten Verpackungen, Kloßpressen, die Komet-Küchenmaschine zum Kartoffel reiben und vieles mehr wieder. Interessant war auch, wie regional unterschiedlich doch auch in Thüringen ( aber nicht nur dort) Klöße gemacht werden. Nicht nur dass es Unterschiede in den Mischungsverhältnissen von rohen und gekochten Kartoffeln gibt oder nur rohe oder nur gekochte Kartoffeln verwendet werden, es gibt auch hier eine berühmte Frage wo sich die Geister scheiden, wie beim Huhn und dem Ei.
Beim Kloß ist das rein mit Semmelbröckchen oder nicht rein. Bei den Thüringer Sonntagsklößen aus Heichelheim sind das 2/3 rohe Kartoffeln und 1/3 gekochte Kartoffeln und natürlich Semmelbröckchen drin. Das Besondere an den Heichelheimer Klößen?! Es sind echte Thüringer Spezialitäten aus kontrolliertem und regionalem Anbau. Hier werden vielfältige Tiefkühl-Kloß- und Kartoffelspezialitäten und Klassiker angeboten, nicht nur rund um die tolle Knolle. Geschichtlich für mich interessant war auch die Aussage von Herrn Richter, dass man bereits 1817 bei der Kartoffelanlieferung mit Schiffen in Rotterdam Kartoffelkäfer gefunden habe. Das Gerücht, die Amerikaner hätten den Käfer mit ihren so genannten Rosinenbombern während der Blockade Westberlins eingeschleppt, sei also nicht wahr.
In der Museums- und Erlebniswelt gab es aber noch viel mehr Interessantes. Neben einer Halle mit etlichen historischen DDR Fahrzeugen vom SR 1, 340er EMW bis Wartburg 353 und Wartburg Melkus, Barkas und Wohnwagen gab es auch einen weiteren besonderen Bereich zur Speiseeisherstellung. Auch hier waren die Anfänge in DDR Zeiten, als es darum ging Konsumgüter für die Versorgung der Bevölkerung zu produzieren. Neben den allgemein bekannten Softeis-Maschinen fanden sich auch alte Speiseeis-Klassiker wieder. Eisspezialitäten, wie die Hexenkerze, den Hexenkuss oder Hexenbecher, ja sie gab es und gibt es wieder. Zu den Hexenbechern gab es früher immer die kleinen Plastik-Löffelchen mit Namensaufdruck, Sie erinnern sich sicher auch noch daran?! Sie merken schon, eine kulinarische Zeitreise mit vielen Höhepunkten und natürlich auch eigenen Erlebnissen und Erinnerungen, Geschichte zum Anfassen und natürlich auch zum Genießen.
Aber ich möchte hier dann doch nicht zu viel verraten, erleben Sie doch diese Welt einmal selbst. Heichelheim liegt etwas unterhalb vom Weimarer Ettersberg. Die ABLIG Feinkost GmbH aus Heichelheim bietet auch weitere Thüringer Spezialitäten direkt von Thüringer Herstellern mit an.
Selbstverständlich gab es dann zum Mittagstisch Thüringer Sonntagsklöße mit Semmelbröckchen, Rotkohl und Roulade oder Gulasch. Es mundete herrlich. Einige Senioren sagten: So ein gutes Sonntagsessen, und das schon am Dienstag! Natürlich gab es zur besseren Verdauung auch noch ein besonderes Schnäpschen namens Kloßbrühe. In der angrenzenden Einkaufswelt steht auch eine große Auswahl an Tiefkühlprodukten zur Auswahl. Auch wir haben uns dort gleich noch unter anderem eine Hexenkerze Typ Schokolade gegönnt und wahrlich auf der Zunge zergehen lassen.
Unsere weitere Reise führte uns wieder in Richtung Weißensee zur Michelsmühle, genauer gesagt zum Columbus Steakhaus Michelsmühle. Bei dem schönen Wetter hatte hier das Service-Personal die Kaffeetafel für uns draußen auf der Sommerterasse hergerichtet.
Zum Kaffeegedeck gab es vom Bäcker aus Weißensee handgefertigt je 5 köstliche Stückchen Erdbbeer,- Heidelbeer,- Bienenstich mit Mandarinen-Kuchen, Zupfkuchen, Wallnusskuchen. Es war also wieder schlemmen angesagt, aber so etwas macht man ja nicht alle Tage. Außerdem waren wir uns alle einige, dass das Abendbrot heute dann unbedingt ausfallen müsse. Uns blieb hier auch noch etwas Zeit zum Verweilen, einfach die Natur genießen, den Blick zum Beispiel ins Tal und die grünende Natur schweifen lassen und die Seele sprichwörtlich baumeln zu lassen.
Leider geht auch so ein Ausflug irgendwann zu Ende und so brachte uns unser Fahrer Herr Gerald Riesner natürlich wohlbehalten und sicher wieder nach Hause zurück. Wir bedanken uns bei allen Akteuren sehr herzlich für diesen besonderen und gelungenen Tagesausflug.
Text und Fotos: Thomas Leipold WB4
Autor: khhWenn Engel reisen – ja Sie ahnen schon die Seniorengruppe vom WB 4 der VS in Sondershausen war wieder einmal unterwegs und die Sonne schien bei herrlichen 18 °C.
Thomas Leipold hatte sich dieses Mal kulinarisch und zeitgeschichtlich wieder etwas Besonderes für unsere Gruppe einfallen lassen. Die Fahrt mit Funk Taxi Grambs führte uns nach Heichelheim zur Thüringer Kloß Manufaktur und der Thüringer Kloß Welt mit Erlebniswelt und Museum.
Dort begrüßte uns Herr Richter und begleitete uns mit vielen interessanten Geschichten, Berichten und Fakten durch die Museums- und Erlebniswelt. Natürlich erkannte der geschätzte DDR Bürger auch die alten Verpackungen, Kloßpressen, die Komet-Küchenmaschine zum Kartoffel reiben und vieles mehr wieder. Interessant war auch, wie regional unterschiedlich doch auch in Thüringen ( aber nicht nur dort) Klöße gemacht werden. Nicht nur dass es Unterschiede in den Mischungsverhältnissen von rohen und gekochten Kartoffeln gibt oder nur rohe oder nur gekochte Kartoffeln verwendet werden, es gibt auch hier eine berühmte Frage wo sich die Geister scheiden, wie beim Huhn und dem Ei.
Beim Kloß ist das rein mit Semmelbröckchen oder nicht rein. Bei den Thüringer Sonntagsklößen aus Heichelheim sind das 2/3 rohe Kartoffeln und 1/3 gekochte Kartoffeln und natürlich Semmelbröckchen drin. Das Besondere an den Heichelheimer Klößen?! Es sind echte Thüringer Spezialitäten aus kontrolliertem und regionalem Anbau. Hier werden vielfältige Tiefkühl-Kloß- und Kartoffelspezialitäten und Klassiker angeboten, nicht nur rund um die tolle Knolle. Geschichtlich für mich interessant war auch die Aussage von Herrn Richter, dass man bereits 1817 bei der Kartoffelanlieferung mit Schiffen in Rotterdam Kartoffelkäfer gefunden habe. Das Gerücht, die Amerikaner hätten den Käfer mit ihren so genannten Rosinenbombern während der Blockade Westberlins eingeschleppt, sei also nicht wahr.
In der Museums- und Erlebniswelt gab es aber noch viel mehr Interessantes. Neben einer Halle mit etlichen historischen DDR Fahrzeugen vom SR 1, 340er EMW bis Wartburg 353 und Wartburg Melkus, Barkas und Wohnwagen gab es auch einen weiteren besonderen Bereich zur Speiseeisherstellung. Auch hier waren die Anfänge in DDR Zeiten, als es darum ging Konsumgüter für die Versorgung der Bevölkerung zu produzieren. Neben den allgemein bekannten Softeis-Maschinen fanden sich auch alte Speiseeis-Klassiker wieder. Eisspezialitäten, wie die Hexenkerze, den Hexenkuss oder Hexenbecher, ja sie gab es und gibt es wieder. Zu den Hexenbechern gab es früher immer die kleinen Plastik-Löffelchen mit Namensaufdruck, Sie erinnern sich sicher auch noch daran?! Sie merken schon, eine kulinarische Zeitreise mit vielen Höhepunkten und natürlich auch eigenen Erlebnissen und Erinnerungen, Geschichte zum Anfassen und natürlich auch zum Genießen.
Aber ich möchte hier dann doch nicht zu viel verraten, erleben Sie doch diese Welt einmal selbst. Heichelheim liegt etwas unterhalb vom Weimarer Ettersberg. Die ABLIG Feinkost GmbH aus Heichelheim bietet auch weitere Thüringer Spezialitäten direkt von Thüringer Herstellern mit an.
Selbstverständlich gab es dann zum Mittagstisch Thüringer Sonntagsklöße mit Semmelbröckchen, Rotkohl und Roulade oder Gulasch. Es mundete herrlich. Einige Senioren sagten: So ein gutes Sonntagsessen, und das schon am Dienstag! Natürlich gab es zur besseren Verdauung auch noch ein besonderes Schnäpschen namens Kloßbrühe. In der angrenzenden Einkaufswelt steht auch eine große Auswahl an Tiefkühlprodukten zur Auswahl. Auch wir haben uns dort gleich noch unter anderem eine Hexenkerze Typ Schokolade gegönnt und wahrlich auf der Zunge zergehen lassen.
Unsere weitere Reise führte uns wieder in Richtung Weißensee zur Michelsmühle, genauer gesagt zum Columbus Steakhaus Michelsmühle. Bei dem schönen Wetter hatte hier das Service-Personal die Kaffeetafel für uns draußen auf der Sommerterasse hergerichtet.
Zum Kaffeegedeck gab es vom Bäcker aus Weißensee handgefertigt je 5 köstliche Stückchen Erdbbeer,- Heidelbeer,- Bienenstich mit Mandarinen-Kuchen, Zupfkuchen, Wallnusskuchen. Es war also wieder schlemmen angesagt, aber so etwas macht man ja nicht alle Tage. Außerdem waren wir uns alle einige, dass das Abendbrot heute dann unbedingt ausfallen müsse. Uns blieb hier auch noch etwas Zeit zum Verweilen, einfach die Natur genießen, den Blick zum Beispiel ins Tal und die grünende Natur schweifen lassen und die Seele sprichwörtlich baumeln zu lassen.
Leider geht auch so ein Ausflug irgendwann zu Ende und so brachte uns unser Fahrer Herr Gerald Riesner natürlich wohlbehalten und sicher wieder nach Hause zurück. Wir bedanken uns bei allen Akteuren sehr herzlich für diesen besonderen und gelungenen Tagesausflug.
Text und Fotos: Thomas Leipold WB4

























