Ungereimtheiten um Bahnhöfe
Donnerstag, 30. April 2015, 07:47 Uhr
Beim gestrigen Kreisparteitag von der Linkspartei Kyffhäuserkreis ging es auch um Bahnhöfe und Fahrpläne an der Strecke Sangerhausen – Erfurt….
Im Vorfeld des Kreisparteitags war der Thüringer Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft Dr. Klaus Sühl bereits über mögliche Diskussionen zu diesen Punkten informiert worden. Ein Schwerpunkt dabei der Bahnhof / Haltepunkt Reinsdorf.
Bei der Anfahrt zum Parteitag in Göllingen hatte er gleich die Chance genutzt, sich vor Ort am Bahnhof Reinsdorf zu informieren. Allein schon die Vorinformation, dass es an diesem Bahnhof nur rund acht Ein- und Ausstiege im Durchschnitt pro Tag gäbe, sprach nicht gerade für einen Erhalt. Dr. Sühl fand einen Bahnhof in einem desolaten Zustand vor, drei verfallene Häuschen und selbst zwei anwesende Reinsdorfer wissen nicht mal mehr, wem der Bahnhof nun eigentlich gehört.
Verwunderung bei erregte auch, dass durch die Naturstiftung David darauf verwiesen wurde, dass der Bahnhof Reinsdorf wichtiger Ausgangspunkt für Wanderungen und Fahrten (mit dem Rad) in die Hohe Schrecke sei. Er fand am Bahnhof und in der Umgebung keine Hinweistafeln auf möglich Touristische Ziele noch Abgangspunkte von Wander- oder Radwegen und deren Wegweiser. Dr. Sühl stellte die Frage in den Raum, hier sollen Touristen aussteigen?
Unabhängig davon will sich der Staatssekretär für den Erhalt des Haltepunkts Reinsdorf einsetzen. So soll auch geprüft werden, ob andere Bahnhöfe an der Strecke Haltezeiten an Reinsdorf abgeben können. Auch um die Eigentumsform will er sich informieren.
Für Änderungen für den in Dezember wieder neuen Fahrplan sei es aber im Prinzip schon zu spät. Einsprüche bei der Fahrplankommission der Bahn hätten bis 15. April vorliegen müssen. Der Staatssekretär kritisierte in diesem Zusammenhang die Thüringer insgesamt, sich zu wenig bei den Fahrplänen engagiert zu haben. Von den nur 290 Einsprüchen von Bürgern bei der Fahrplankommission kamen aber schon 90 Prozent aus Jena. Er stellte auch klar, wenn es hier keinen Druck von unten gibt, hat die Politik schlechte Karte sich für bessere Fahrzeiten einzusetzen.
Hinsichtlich des Bahnhofs Reinsdorf gab es aber auch viel Kritik an Bahn und Politik. Mit dem Wegfall der Unstrutbahn und der Kyffhäuserbahn, hatte der Bahnhof Reinsdorf als Bahnknoten seine Bedeutung verloren. Die Bevorzugung des Busverkehrs hätte auch keine besseren Bedingungen für die Region erbracht. Das Gegenteil sei der Fall, immer weniger Busse fahren. In vielen Fällen kommt man schon kaum noch hin und zurück. Für die Fahrt zur Kreisstadt Sondershausen solle man sich lieber gleich eine Übernachtung besorgen. Die Ost-West-Verbindung durch den Kreis muss man als desolat bezeichnen.
Auch wenn nicht direkt gesagt, muss kn hier einflechten, wenn man jetzt schon aus dem Ostteil des Kreises schon Übernachten braucht, allein um nach Sondershausen und zurück zu kommen, was soll z.B. Bei einer Gebietsreform raus kommen, wenn der Unstrut-Hainich-Kreis als Hochzeitspartner gewählt wird? Hier sollten sich die Gebietsreformer wohl erst mit dem Thema ÖPNV beschäftigen.
Ungereimtheiten gibt es aber auch bei den Fahrzeiten und Halts an der Strecke Sangerhausen – Erfurt. Torsten Blümel verwies darauf, dass Halts zwischen Sangerhausen und Artern teilweise weggefallen sein, sich die Fahrzeiten aber nicht verkürzt hätten. Auch ein Thema das der Staatssekretär mit nach Erfurt nehmen will.
Autor: khhIm Vorfeld des Kreisparteitags war der Thüringer Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft Dr. Klaus Sühl bereits über mögliche Diskussionen zu diesen Punkten informiert worden. Ein Schwerpunkt dabei der Bahnhof / Haltepunkt Reinsdorf.
Bei der Anfahrt zum Parteitag in Göllingen hatte er gleich die Chance genutzt, sich vor Ort am Bahnhof Reinsdorf zu informieren. Allein schon die Vorinformation, dass es an diesem Bahnhof nur rund acht Ein- und Ausstiege im Durchschnitt pro Tag gäbe, sprach nicht gerade für einen Erhalt. Dr. Sühl fand einen Bahnhof in einem desolaten Zustand vor, drei verfallene Häuschen und selbst zwei anwesende Reinsdorfer wissen nicht mal mehr, wem der Bahnhof nun eigentlich gehört.
Verwunderung bei erregte auch, dass durch die Naturstiftung David darauf verwiesen wurde, dass der Bahnhof Reinsdorf wichtiger Ausgangspunkt für Wanderungen und Fahrten (mit dem Rad) in die Hohe Schrecke sei. Er fand am Bahnhof und in der Umgebung keine Hinweistafeln auf möglich Touristische Ziele noch Abgangspunkte von Wander- oder Radwegen und deren Wegweiser. Dr. Sühl stellte die Frage in den Raum, hier sollen Touristen aussteigen?
Unabhängig davon will sich der Staatssekretär für den Erhalt des Haltepunkts Reinsdorf einsetzen. So soll auch geprüft werden, ob andere Bahnhöfe an der Strecke Haltezeiten an Reinsdorf abgeben können. Auch um die Eigentumsform will er sich informieren.
Für Änderungen für den in Dezember wieder neuen Fahrplan sei es aber im Prinzip schon zu spät. Einsprüche bei der Fahrplankommission der Bahn hätten bis 15. April vorliegen müssen. Der Staatssekretär kritisierte in diesem Zusammenhang die Thüringer insgesamt, sich zu wenig bei den Fahrplänen engagiert zu haben. Von den nur 290 Einsprüchen von Bürgern bei der Fahrplankommission kamen aber schon 90 Prozent aus Jena. Er stellte auch klar, wenn es hier keinen Druck von unten gibt, hat die Politik schlechte Karte sich für bessere Fahrzeiten einzusetzen.
Hinsichtlich des Bahnhofs Reinsdorf gab es aber auch viel Kritik an Bahn und Politik. Mit dem Wegfall der Unstrutbahn und der Kyffhäuserbahn, hatte der Bahnhof Reinsdorf als Bahnknoten seine Bedeutung verloren. Die Bevorzugung des Busverkehrs hätte auch keine besseren Bedingungen für die Region erbracht. Das Gegenteil sei der Fall, immer weniger Busse fahren. In vielen Fällen kommt man schon kaum noch hin und zurück. Für die Fahrt zur Kreisstadt Sondershausen solle man sich lieber gleich eine Übernachtung besorgen. Die Ost-West-Verbindung durch den Kreis muss man als desolat bezeichnen.
Auch wenn nicht direkt gesagt, muss kn hier einflechten, wenn man jetzt schon aus dem Ostteil des Kreises schon Übernachten braucht, allein um nach Sondershausen und zurück zu kommen, was soll z.B. Bei einer Gebietsreform raus kommen, wenn der Unstrut-Hainich-Kreis als Hochzeitspartner gewählt wird? Hier sollten sich die Gebietsreformer wohl erst mit dem Thema ÖPNV beschäftigen.
Ungereimtheiten gibt es aber auch bei den Fahrzeiten und Halts an der Strecke Sangerhausen – Erfurt. Torsten Blümel verwies darauf, dass Halts zwischen Sangerhausen und Artern teilweise weggefallen sein, sich die Fahrzeiten aber nicht verkürzt hätten. Auch ein Thema das der Staatssekretär mit nach Erfurt nehmen will.
