Kompromiss gefunden (2) – Herbe Einschnitte
Freitag, 08. Mai 2015, 07:24 Uhr
Was die Konsolidierung der Stadtfinanzen Sondershausen mit sich bringen wird, zeigte sich gestern bei der Sitzung des Hauptausschusses, als es um das Schlossmuseum ging, …
Ebenfalls nicht gescheitert ist gestern die moderate Gebührenerhöhung für das Schlossmuseum Sondershausen. Der Beschlussentwurf wurde nach Diskussion und einer Änderung einstimmig dem Stadtrat empfohlen.
Keine lange Diskussion gab es darin, dass die Rentner bei der Ermäßigung (ein Euro weniger), aus dem Entwurf gestrichen wurden, und man so in den Stadtrat will.
Gravierender war die Diskussion in anderer Richtung. Wo über all gespart werden wird blitzte bei der Diskussion auf. Museumsdirektorin Christa Hirschler offenbarte, dass es künftig nicht wie bisher 4 bis 6 Sonderausstellungen im Jahr geben wird, die bisher eigentlich immer Besuchermagnete waren.
Mit den erheblichen Kürzungen für das Museum können wir nur noch zwei Sonderausstellungen im Jahr durchführen, so Hirschler, und die werden auch noch weitgehend von Dritten finanziert.
Den Vorwurf von dem Bündnis Die Linke, SPD/Grüne und VS, die Stadt würde nicht gleichmäßig genug gespart hatte Cornelia Kraffzick (SPD) als Fachbereich Kultur zurückgewiesen. Wir haben als Kultur von ursprünglich 292.000 Euro auf 216.000 Euro zusammengestrichen. Das zeigt sich eben im geringen Etat für das Schlossmuseum.
Hirschler machte auch klar, das Museum wird nicht kostendeckend arbeiten können. Wir haben einen Bildungsauftrag zu erfüllen und in diesem Rahmen sind 3/5 der Museumsbesuche eintrittsfrei, sagte sie. Und die wirklichen Besuchermagnete im Jahr, wie der Museumstag sind ja auch für die Besucher kostenfrei.
Ein wichtiges Argument brachte Hirschler ins Feld. Unsere Aufgabe ist nicht nur den Besuchern etwas zu zeigen, sondern kulturelles Erbe zu bewahren und sie machte auch klar:
Kulturelles Erbe zu bewahren ist nicht zum Nulltarif zu heben.
Die vielen langsam im Kreis verfallenden Kleindenkmale sind ein weiteres Indiz dafür.
Noch gar nicht andiskutiert wurde gestern ein anders Thema, was die Kürzungen für das Schlossmuseum bedeuten könnte. Geringere Besucherzahlen sind dabei wahrscheinlich noch das geringste Problem. Wenn die Besucher ausbleiben wird es schwerer werden, überhaupt noch zentrale Zuschüsse und Zuwendungen zu bekommen. Da kann man nur hoffen, dass Stadträte und Stadtverwaltung auch diese Gefahr im Hinterkopf haben!
Autor: khhEbenfalls nicht gescheitert ist gestern die moderate Gebührenerhöhung für das Schlossmuseum Sondershausen. Der Beschlussentwurf wurde nach Diskussion und einer Änderung einstimmig dem Stadtrat empfohlen.
Keine lange Diskussion gab es darin, dass die Rentner bei der Ermäßigung (ein Euro weniger), aus dem Entwurf gestrichen wurden, und man so in den Stadtrat will.
Gravierender war die Diskussion in anderer Richtung. Wo über all gespart werden wird blitzte bei der Diskussion auf. Museumsdirektorin Christa Hirschler offenbarte, dass es künftig nicht wie bisher 4 bis 6 Sonderausstellungen im Jahr geben wird, die bisher eigentlich immer Besuchermagnete waren.
Mit den erheblichen Kürzungen für das Museum können wir nur noch zwei Sonderausstellungen im Jahr durchführen, so Hirschler, und die werden auch noch weitgehend von Dritten finanziert.
Den Vorwurf von dem Bündnis Die Linke, SPD/Grüne und VS, die Stadt würde nicht gleichmäßig genug gespart hatte Cornelia Kraffzick (SPD) als Fachbereich Kultur zurückgewiesen. Wir haben als Kultur von ursprünglich 292.000 Euro auf 216.000 Euro zusammengestrichen. Das zeigt sich eben im geringen Etat für das Schlossmuseum.
Hirschler machte auch klar, das Museum wird nicht kostendeckend arbeiten können. Wir haben einen Bildungsauftrag zu erfüllen und in diesem Rahmen sind 3/5 der Museumsbesuche eintrittsfrei, sagte sie. Und die wirklichen Besuchermagnete im Jahr, wie der Museumstag sind ja auch für die Besucher kostenfrei.
Ein wichtiges Argument brachte Hirschler ins Feld. Unsere Aufgabe ist nicht nur den Besuchern etwas zu zeigen, sondern kulturelles Erbe zu bewahren und sie machte auch klar:
Kulturelles Erbe zu bewahren ist nicht zum Nulltarif zu heben.
Die vielen langsam im Kreis verfallenden Kleindenkmale sind ein weiteres Indiz dafür.
Noch gar nicht andiskutiert wurde gestern ein anders Thema, was die Kürzungen für das Schlossmuseum bedeuten könnte. Geringere Besucherzahlen sind dabei wahrscheinlich noch das geringste Problem. Wenn die Besucher ausbleiben wird es schwerer werden, überhaupt noch zentrale Zuschüsse und Zuwendungen zu bekommen. Da kann man nur hoffen, dass Stadträte und Stadtverwaltung auch diese Gefahr im Hinterkopf haben!


