LTE-Smartphones weiter im Aufwind
Sonntag, 17. Mai 2015, 09:34 Uhr
Smartphones mit Displays ab 5 Zoll, Modelle mit LTE-Technologie und preisgünstige Geräte bestimmen weiterhin die Nachfrage im weltweiten Smartphones-Markt. Insgesamt entwickelte sich der Markt im ersten Quartal verhaltener als im Vorjahreszeitraum. Das ist das Ergebnis aktueller Analysen von GfK...
Im ersten Quartal 2015 wurden weltweit 310 Millionen Smartphones verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal 2014 konnte der Markt noch ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnen. Das moderatere Wachstum lässt sich auf eine sinkende Nachfrage in China (minus 14 Prozent) und den asiatischen Schwellenländern (minus 5 Prozent) zurückführen.
In Westeuropa war der Umsatz mit Smartphones im ersten Quartal 2015 im Jahresvergleich erstmals rückläufig. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Verkaufszahlen in Spanien und Frankreich. In beiden Ländern zeichnet sich eine Marktsättigung ab, sodass in diesem Jahr im Vergleich zu 2014 weniger Wachstum zu erwarten ist.
In Mitteleuropa hat die gesamtwirtschaftliche Lage in Russland entscheidenden Einfluss auf den Umsatz. GfK geht davon aus, dass die Nachfrage nach Smartphones in dieser Region zum ersten Mal langsamer steigt als in Westeuropa.
Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK, kommentiert die Entwicklung so: In China wurde die deutlich sinkende Nachfrage nach UMTS-Smartphones bisher nicht durch Wachstum im LTE-Segment ausgeglichen. Wir gehen davon aus, dass der chinesische Markt in der zweiten Hälfte des Jahres wieder wachsen wird, wenn der Ausbau der LTE-Netze weiter Fahrt aufnimmt. In den Industrieländern Asiens ist der Vorjahresvergleich schwierig: In Japan wurden im ersten Quartal 2014 mehr Smartphones verkauft, da im April die Umsatzsteuer erhöht wurde. Aus unserer Sicht wird 2015 die Nachfrage in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent wachsen. Maßgeblich für diesen Trend werden Japan und Südkorea sein. In beiden Ländern erwarten wir im zweiten Quartal wieder Wachstum.
Deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt lag der Anteil der LTE-Smartphones im ersten Quartal in Indien (4 Prozent) und Indonesien (7 Prozent). In beiden Ländern wird der Ausbau des LTE-Netzwerks den Markt weiter beflügeln. GfK geht davon aus, dass in diesem Jahr der Anteil der LTE-Smartphones in Indien auf 7 Prozent und in Indonesien auf 10 Prozent steigen wird.
Autor: redIm ersten Quartal 2015 wurden weltweit 310 Millionen Smartphones verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal 2014 konnte der Markt noch ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnen. Das moderatere Wachstum lässt sich auf eine sinkende Nachfrage in China (minus 14 Prozent) und den asiatischen Schwellenländern (minus 5 Prozent) zurückführen.
In Westeuropa war der Umsatz mit Smartphones im ersten Quartal 2015 im Jahresvergleich erstmals rückläufig. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Verkaufszahlen in Spanien und Frankreich. In beiden Ländern zeichnet sich eine Marktsättigung ab, sodass in diesem Jahr im Vergleich zu 2014 weniger Wachstum zu erwarten ist.
In Mitteleuropa hat die gesamtwirtschaftliche Lage in Russland entscheidenden Einfluss auf den Umsatz. GfK geht davon aus, dass die Nachfrage nach Smartphones in dieser Region zum ersten Mal langsamer steigt als in Westeuropa.
Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK, kommentiert die Entwicklung so: In China wurde die deutlich sinkende Nachfrage nach UMTS-Smartphones bisher nicht durch Wachstum im LTE-Segment ausgeglichen. Wir gehen davon aus, dass der chinesische Markt in der zweiten Hälfte des Jahres wieder wachsen wird, wenn der Ausbau der LTE-Netze weiter Fahrt aufnimmt. In den Industrieländern Asiens ist der Vorjahresvergleich schwierig: In Japan wurden im ersten Quartal 2014 mehr Smartphones verkauft, da im April die Umsatzsteuer erhöht wurde. Aus unserer Sicht wird 2015 die Nachfrage in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent wachsen. Maßgeblich für diesen Trend werden Japan und Südkorea sein. In beiden Ländern erwarten wir im zweiten Quartal wieder Wachstum.
Deutliches Wachstum im LTE-Markt
Im ersten Quartal 2015 machten Geräte mit LTE-Technologie erstmals mehr als 50 Prozent aller verkauften Smartphones weltweit aus. In China wuchs ihr Anteil am stärksten – von 57 Prozent im vierten Quartal 2014 auf nunmehr 73 Prozent. Ausschlaggebend war der anhaltende Preisverfall bei LTE-Smartphones. Laut GfK-Prognosen wird ihr Anteil am Gesamtmarkt 2015 weiter wachsen und im vierten Quartal dieses Jahres bei 59 Prozent liegen.Deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt lag der Anteil der LTE-Smartphones im ersten Quartal in Indien (4 Prozent) und Indonesien (7 Prozent). In beiden Ländern wird der Ausbau des LTE-Netzwerks den Markt weiter beflügeln. GfK geht davon aus, dass in diesem Jahr der Anteil der LTE-Smartphones in Indien auf 7 Prozent und in Indonesien auf 10 Prozent steigen wird.
