Publikum forderte Zugaben
Montag, 18. Mai 2015, 13:09 Uhr
Auch vom Konzert am Freitag gibt es wieder ein Konzertrezension zum Aufrtritt des porugiesischen Rocktrios DADI & THE PASSENGERS von Fred Böhme, Panorama Museum...
Am Freitag, dem 15. Mai, 20:00 Uhr boten DADI & THE PASSENGERS aus Portugal Rock, Reggae und R&B in der Eingangshalle des Panorama Museums, wobei ersterer - inspiriert durch Vorbilder aus den frühen 70ern - überwog. Fast 90 Besucher waren zu diesem Konzert gekommen. Doch bevor es losging, waren erst einmal ein paar Schwierigkeiten zu überwinden, denn die Musiker riefen von unterwegs aus an (sie kamen an diesem Tag direkt aus Belgien nach Bad Frankenhausen), dass sie ein Kickdrum-Pedal einzupacken vergessen hatten und ob ich nicht ein solches für das Konzert kurzfristig besorgen könnte. Nun habe ich zwar allerlei Musikinstrumente aber kein komplettes Schlagzeug. Nach einigem Herumfragen half letztlich dankenswerter Weise Patrick Naumann aus Bad Frankenhausen damit aus und rettete das Konzert.
DADI & THE PASSENGERS traten an diesem Abend in folgender Besetzung auf: Alex Azevedo – E-Gitarre und Weißenborn-Gitarre (Hawai-Gitarre), Bruno Oliveira – Drums und Joel Maia – E-Bass. Normaler Weise verfügt die Band noch über einen weiteren Gitarristen, der aber zu dieser Tour leider verhindert war.
Der Frontmann hätte sich mit ihm die Rhythmusbegleitung und das Melodiespiel teilen können, so wechselte er immer wieder zwischen beiden bei diesem Auftritt, was er größtenteils auch solide bewältigte, aber der Bandsound wäre sicher dichter und facettenreicher gewesen, als er es letztlich in dieser minimierten Besetzung war. Nach anfänglichen kleineren Soundproblemen begannen die drei ihre Reise durch ihr noch nicht sehr umfangreiches Repertoire, welches sich aber stilistisch durch großes Traditionsbewusstsein und eine Freude an überraschenden Rhythmuswechseln auszeichnete.
Spätestens bei der Reggea-Nummer Babylon hatten sie ihr Publikum für sich gewonnen gehabt. Nach kleineren Soundkorrekturen in der Pause vor dem zweiten Konzertteil kam auch der Gesang von Alex endlich richtig zu Geltung, denn er ist ein exzellenter Sänger mit kraftvoller Stimme. Seine Gitarrenbegleitung in den meist auf den Punkt gebrachten, kurzen, knackigen Songs, also ohne ausufernde Improvisationen, war größtenteils mehr als nur solide, mitunter auch gespickt mit fingerflinken Gitarrenläufen, seine beiden Begleiter lieferten dazu ein sensibles, effektives Rhythmusfundament und so konnte er seine Stücke dramaturgisch recht effektiv in Szene setzen.
Bei seinen Songs fühlte man sich immer wieder an klassische Rocknummern der 70er Jahre erinnert, einmal meinte ich gar einen alten Led-Zeppelin-Klassiker zu erkennen, doch handelte es sich zumeist um eigene Stücke. Es gab lediglich eine Referenz an Eric Claptons I shot the Sheriff und ein unbekannteres Stück von Jimmy Hendrix, die die Band mit Bravour meisterten. Der Höhepunkt des Konzertabends war sicher im zweiten Teil zu finden, als Alex zur Weißenborngitarre wechselte und ziemlich überzeugend den Slide über die Saiten tanzen ließ. Das brachte auch eine ganze Reihe der Anwesenden in Bewegung, denen es nun nicht mehr genügte, mitzuwippen oder rhythmisch mit dem Kopf zu wackeln, sondern auch eine flotte Sohle auf den Natursteinboden der Panorama-Eingangshalle zu legen.
Am Ende forderte ein begeistertes Publikum Zugaben, wobei die Band ihnen nur eine zubilligte. Leider hatten die Musiker keine CDs dabei, weswegen am Ende doch einige Konzertbesucher etwas enttäuscht den Abend verließen.
Fred Böhme Panoramamuseum
Foto Dadi & The Passengers 1, OT; Rechteinhaber: Olaf Telle
Autor: khhAm Freitag, dem 15. Mai, 20:00 Uhr boten DADI & THE PASSENGERS aus Portugal Rock, Reggae und R&B in der Eingangshalle des Panorama Museums, wobei ersterer - inspiriert durch Vorbilder aus den frühen 70ern - überwog. Fast 90 Besucher waren zu diesem Konzert gekommen. Doch bevor es losging, waren erst einmal ein paar Schwierigkeiten zu überwinden, denn die Musiker riefen von unterwegs aus an (sie kamen an diesem Tag direkt aus Belgien nach Bad Frankenhausen), dass sie ein Kickdrum-Pedal einzupacken vergessen hatten und ob ich nicht ein solches für das Konzert kurzfristig besorgen könnte. Nun habe ich zwar allerlei Musikinstrumente aber kein komplettes Schlagzeug. Nach einigem Herumfragen half letztlich dankenswerter Weise Patrick Naumann aus Bad Frankenhausen damit aus und rettete das Konzert.
DADI & THE PASSENGERS traten an diesem Abend in folgender Besetzung auf: Alex Azevedo – E-Gitarre und Weißenborn-Gitarre (Hawai-Gitarre), Bruno Oliveira – Drums und Joel Maia – E-Bass. Normaler Weise verfügt die Band noch über einen weiteren Gitarristen, der aber zu dieser Tour leider verhindert war.
Der Frontmann hätte sich mit ihm die Rhythmusbegleitung und das Melodiespiel teilen können, so wechselte er immer wieder zwischen beiden bei diesem Auftritt, was er größtenteils auch solide bewältigte, aber der Bandsound wäre sicher dichter und facettenreicher gewesen, als er es letztlich in dieser minimierten Besetzung war. Nach anfänglichen kleineren Soundproblemen begannen die drei ihre Reise durch ihr noch nicht sehr umfangreiches Repertoire, welches sich aber stilistisch durch großes Traditionsbewusstsein und eine Freude an überraschenden Rhythmuswechseln auszeichnete.
Spätestens bei der Reggea-Nummer Babylon hatten sie ihr Publikum für sich gewonnen gehabt. Nach kleineren Soundkorrekturen in der Pause vor dem zweiten Konzertteil kam auch der Gesang von Alex endlich richtig zu Geltung, denn er ist ein exzellenter Sänger mit kraftvoller Stimme. Seine Gitarrenbegleitung in den meist auf den Punkt gebrachten, kurzen, knackigen Songs, also ohne ausufernde Improvisationen, war größtenteils mehr als nur solide, mitunter auch gespickt mit fingerflinken Gitarrenläufen, seine beiden Begleiter lieferten dazu ein sensibles, effektives Rhythmusfundament und so konnte er seine Stücke dramaturgisch recht effektiv in Szene setzen.
Bei seinen Songs fühlte man sich immer wieder an klassische Rocknummern der 70er Jahre erinnert, einmal meinte ich gar einen alten Led-Zeppelin-Klassiker zu erkennen, doch handelte es sich zumeist um eigene Stücke. Es gab lediglich eine Referenz an Eric Claptons I shot the Sheriff und ein unbekannteres Stück von Jimmy Hendrix, die die Band mit Bravour meisterten. Der Höhepunkt des Konzertabends war sicher im zweiten Teil zu finden, als Alex zur Weißenborngitarre wechselte und ziemlich überzeugend den Slide über die Saiten tanzen ließ. Das brachte auch eine ganze Reihe der Anwesenden in Bewegung, denen es nun nicht mehr genügte, mitzuwippen oder rhythmisch mit dem Kopf zu wackeln, sondern auch eine flotte Sohle auf den Natursteinboden der Panorama-Eingangshalle zu legen.
Am Ende forderte ein begeistertes Publikum Zugaben, wobei die Band ihnen nur eine zubilligte. Leider hatten die Musiker keine CDs dabei, weswegen am Ende doch einige Konzertbesucher etwas enttäuscht den Abend verließen.
Fred Böhme Panoramamuseum
Foto Dadi & The Passengers 1, OT; Rechteinhaber: Olaf Telle

