Was ist eigentlich Pfingsten?
Samstag, 23. Mai 2015, 00:40 Uhr
Eine Frage am Beginn dieses Artikels: Was ist eigentlich Pfingsten? Nicht schön, wenn Sie gleich zu Beginn eines Artikels mit einer Frage konfrontiert werden. Doch Sie haben ja zwei Tage Zeit darüber nachzudenken, denn morgen und übermorgen sind zwei Feiertage. Lohnt es da nicht zu fragen, wessen an ihnen gedacht wird?
Der christliche Jahresfestkreis ist in große Zeitabschnitte strukturiert, in denen die Zahl 40 eine große Rolle spielt. 40 Tage vor Ostern ist Fastenzeit, Zeit der Vorbereitung. 40 Tage nach Ostern ist Himmelfahrt und weil Ostern das größte Fest der Christenheit ist, gibt es noch zehn Tage drauf, d.h. 50 Tage. Die Zahl Fünfzig ist auch der Namensgeber des Festes. Im Griechischen heißt sie Pentekoste. Das Ende der Osterzeit.
Was ist eigentlich Pfingsten? (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Bad Frankenhausen - Sondershausen)
Nicht sehr poetisch, aber praktisch – niemand muss zählen. An diesem Tag gedenken wir des Ereignisses, als zehn Tage nach Himmelfahrt die Jünger in Jerusalem saßen und plötzlich ein Rauschen wahrnahmen. Die Apostelgeschichte erzählt sehr anschaulich im 2. Kapitel davon, wie ergriffen die Jünger plötzlich in fremden Sprachen redeten, so dass sich Umstehende lustig machten und sie der Trunkenheit ziehen. Doch mitnichten. Sie waren voll des Heiligen Geistes, so wird erzählt. Ein einfacher Fischer (Petrus) hielt plötzlich eine Predigt, die alle in ihren Bann zog, Menschen wurden selbstbewusst und mutig, die bisher Angsthasen waren. Sie waren beGeistert. Von diesen Worten des einfachen Mannes angesprochen, wurden viele Menschen nachdenklich und ließen sich taufen. Es waren so viele, dass Pfingsten auch Geburtstag der Kirche genannt wird.
Auch heute gibt es viele Menschen, die sich lustig über die Christen machen. Das war schon immer so. Doch Christen erleben Dinge, die den Spöttern verborgen bleiben. Eine Begeisterung z.B. darüber, dass Sie spüren, dass sie niemals allein sind. Sie reden sich das nicht ein, sondern Sie erfahren es: in schönen Momenten, im Krankenbett, am Grab. Auch an Feiertagen wie diesen.
Pfingsten ist ein Fest zum Innehalten, zu dankbarer Umschau: was uns alles Schönes umgibt, was uns alles gelang, in welchen Situationen wir Bewahrung erfuhren, wo immer wir beGEISTert waren und sind. Möge auch in Ihrem Leben der Geist Gottes kräftig wehen, die Segel Ihres Lebensschiffes blähen und sie vorankommen lassen, auf Gottes gutem Weg.
Zwei Symbole für Pfingsten sind Flamme und Taube. Eine Taube ziert das neu gestaltete Parament des Andachtsraumes des Seniorenzentrums Am Waidhof der Novalis-Diakonie in Greußen. Es wird am 06. Juni um 14 Uhr in einem Festgottesdienst in liturgischen Gebrauch genommen, dem 10. Jahrestag der Inbetriebnahme des Hauses.
Herzliche Grüße und ein gesegnetes Pfingstfest.
Superintendent Bálint
Autor: khhDer christliche Jahresfestkreis ist in große Zeitabschnitte strukturiert, in denen die Zahl 40 eine große Rolle spielt. 40 Tage vor Ostern ist Fastenzeit, Zeit der Vorbereitung. 40 Tage nach Ostern ist Himmelfahrt und weil Ostern das größte Fest der Christenheit ist, gibt es noch zehn Tage drauf, d.h. 50 Tage. Die Zahl Fünfzig ist auch der Namensgeber des Festes. Im Griechischen heißt sie Pentekoste. Das Ende der Osterzeit.
Was ist eigentlich Pfingsten? (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Bad Frankenhausen - Sondershausen)
Nicht sehr poetisch, aber praktisch – niemand muss zählen. An diesem Tag gedenken wir des Ereignisses, als zehn Tage nach Himmelfahrt die Jünger in Jerusalem saßen und plötzlich ein Rauschen wahrnahmen. Die Apostelgeschichte erzählt sehr anschaulich im 2. Kapitel davon, wie ergriffen die Jünger plötzlich in fremden Sprachen redeten, so dass sich Umstehende lustig machten und sie der Trunkenheit ziehen. Doch mitnichten. Sie waren voll des Heiligen Geistes, so wird erzählt. Ein einfacher Fischer (Petrus) hielt plötzlich eine Predigt, die alle in ihren Bann zog, Menschen wurden selbstbewusst und mutig, die bisher Angsthasen waren. Sie waren beGeistert. Von diesen Worten des einfachen Mannes angesprochen, wurden viele Menschen nachdenklich und ließen sich taufen. Es waren so viele, dass Pfingsten auch Geburtstag der Kirche genannt wird.Auch heute gibt es viele Menschen, die sich lustig über die Christen machen. Das war schon immer so. Doch Christen erleben Dinge, die den Spöttern verborgen bleiben. Eine Begeisterung z.B. darüber, dass Sie spüren, dass sie niemals allein sind. Sie reden sich das nicht ein, sondern Sie erfahren es: in schönen Momenten, im Krankenbett, am Grab. Auch an Feiertagen wie diesen.
Pfingsten ist ein Fest zum Innehalten, zu dankbarer Umschau: was uns alles Schönes umgibt, was uns alles gelang, in welchen Situationen wir Bewahrung erfuhren, wo immer wir beGEISTert waren und sind. Möge auch in Ihrem Leben der Geist Gottes kräftig wehen, die Segel Ihres Lebensschiffes blähen und sie vorankommen lassen, auf Gottes gutem Weg.
Zwei Symbole für Pfingsten sind Flamme und Taube. Eine Taube ziert das neu gestaltete Parament des Andachtsraumes des Seniorenzentrums Am Waidhof der Novalis-Diakonie in Greußen. Es wird am 06. Juni um 14 Uhr in einem Festgottesdienst in liturgischen Gebrauch genommen, dem 10. Jahrestag der Inbetriebnahme des Hauses.
Herzliche Grüße und ein gesegnetes Pfingstfest.
Superintendent Bálint
