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Geldspritze für einen guten Zweck

Dienstag, 02. Juni 2015, 18:12 Uhr
DAK-Gesundheit unterstützt regionale Selbsthilfegruppen in der Region finanziell, so der Chef der Servicezentren der DAK-Gesundheit im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis in einer Meldung...

Die DAK-Gesundheit unterstützt die Arbeit der Selbsthilfegruppen. Dazu fand ein Treffen von Selbsthilfegruppen bei der Kasse in der Musik- und Bergstadt Sondershausen statt. Mit der Förderung der Krankenkasse wollen die Betroffenen und ihre Angehörigen in Projekten im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis Fachvorträge organisieren, sich weiterbilden und aktiv für die Betroffen tätig werden.


Die DAK-Gesundheit nutzt die Möglichkeit der individuellen Förderung von Maßnahmen der regionalen Selbsthilfegruppen. Die eingestellten Mittel fließen nicht ausschließlich in die bundesweite Gemeinschaftsförderung aller Kassen, sondern werden zu 50% für individuelle Maßnahmen vor Ort ausgeschüttet.

Finanzielle Zuwendungen erhalten in diesem Jahr die SHG Herz-Kreislauf Sondershausen für eine Besichtigung des AWO-Seniorenparks in Bendeleben. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs Sondershausen für die Teilnahme an Weiter-bildungsmaßnahmen und die Deutsche Rheuma-Liga mit ihren Gruppen in Sondershausen und Nordhausen jeweils für einen ärztlichen Fachvortrag.

Geldspritze für einen guten Zweck (Foto: DAK) Geldspritze für einen guten Zweck (Foto: DAK)

Stellvertretend nahmen Cornelia Ketelsen von der Frauenselbsthilfe nach Krebs – 1.v.r. im Bild - und Angela Richter von der Deutsche Rheuma-Liga – 2.v.r. im Bild – die Zuwendungsschreiben entgegen.

Die wichtige ergänzende Arbeit der Selbsthilfegruppen lobte Jörn Sola, Chef der Servicezentren der DAK-Gesundheit im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis, im Gespräch ausdrücklich. Die Anzahl chronisch kranker Menschen nimmt in Deutschland mit der steigenden Zahl älterer Menschen zu. Auf diese Situation ist unsere Gesund­heits­ver­sorgung leider noch ungenügend einge­stellt. Aufgrund von Verän­de­rungen am Arbeits­platz, in den Familien und der heute oft nicht mehr so funktio­nie­renden Nachbar­schaft mangelt es vor allem an Unter­stützung im sozialen Bereich. Hier setzt die aus Sicht der DAK-Gesundheit sehr wichtige Arbeit der Selbst­hil­fe­gruppen ein. Sie ergänzen wirksam die profes­sio­nellen Angebote unseres Gesund­heits­wesens. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass die Patienten durch gegen­seitige Hilfe und Beratung ihre Krankheit besser bewäl­tigen, dass sie sich aktiv mit ihrer Situation beschäf­tigen und persön­liche Bezie­hungen zum Beispiel in der Familie weiterhin positiv erlebt werden.

Die Selbst­hilfe-Kontakt­stellen üben außerdem noch eine wichtige Brücken­funktion aus. Sie fangen Betroffene auf, deren Anliegen oft schwierig und zeitauf­wendig sind, beraten sie und verweisen an die "richtigen" Stellen, Gruppen oder Ansprech­partner und dies aus persönlicher Erfahrung heraus.

70.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland
Etwa drei Millionen Menschen haben sich bundesweit in rund 70.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. In vielen Städten und Regionen gibt es Selbsthilfekontaktstellen, die einen Überblick über die Angebote zu einzelnen Erkrankungen oder Behinderungen bieten. Bundesweit fördert die DAK-Gesundheit jährlich über 5000 örtliche Selbsthilfegruppen. Für diese ist bei konkreten Projektvorhaben das DAK Servicezentrum vor Ort der richtige Ansprechpartner.

Unter www.dak.de/selbsthilfe finden sich weitere Informationen zum Thema. Bundesweite Informationen gibt die Kontaktstelle NAKOS unter www.nakos.de. Hilfe für Eltern von Kindern und Jugendlichen bietet das Kindernetzwerk e.V. unter www.kindernetzwerk.de
Autor: khh

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