Neuauflage soll Früherkennung verbessern
Donnerstag, 11. Juni 2015, 14:23 Uhr
Die Neuauflage des Leitfadens Gewalt gegen Kinder soll Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten eine Hilfestellung in die Hand zu geben, wie sie Fälle von vermuteter Gewalt erkennen und sachgerecht handeln können. wir haben und das "Teil" mal genauer angesehen...
Mit dem überarbeiteten Leitfaden sollen die Wachsamkeit von Ärztinnen und Ärzten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten geschärft und die Kolleginnen und Kollegen ermutigt werden, couragiert in den notwendigen Fällen einzugreifen.
Erstmals ist der Leitfaden 1998 herausgegeben worden, 2007 wurde dieser ergänzt und aktualisiert. Bei der nun vorliegenden Publikation zeigt sich bereits im jetzt veränderten Titel Leitfaden für Ärzte und Psychotherapeuten nach Ansicht des Präsidenten der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Mathias Wesser, eine unverzichtbare Maßgabe im Umfeld von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung. Die Multiprofessionalität ist zwingende Voraussetzung für das sichere Erkennen von Gewaltanwendungen, so der Präsident.
Die Präsidentin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer Andrea Mrazek hebt angesichts der erstmaligen Beteiligung bei der Herausgabe des Leitfadens hervor, dass Gewalt gegen Kinder nicht nur körperlich stattfindet, sondern seelische Misshandlung und Vernachlässigung mindestens ebenso verletzend sind.
Der neu strukturierte Leidfaden gibt Handlungsempfehlungen bei einem Verdacht auf Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch. Er berücksichtigt ebenso die laut Bundeskinderschutzgesetz etablierten Frühen Hilfen wie die Risiken der Mediennutzung beim Thema Kindeswohlgefährdung. Auch Neuerscheinungen relevanter Literatur sowie Dokumentationshilfen sind im Anhang zu finden. Damit kann der Leitfaden einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention und zur notwendigen Sicherheit in der Gewalterkennung, z.B. durch ein Schema zur Einschätzung des Gefährdungspotentials, leisten.
Vor allem in der Verbesserung der Vernetzung aller am Problem beteiligten Institutionen und Personen sehen die Herausgeber einen Gewinn. So betont die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner, dass der Leitfaden Ärzten und Psychotherapeuten bei der Früherkennung von Gewalt gegen Kinder den Rücken stärkt und ihnen eine Palette von Hilfsangeboten aufzeigt.
Bildungsministerin Dr. Birgit Klaubert sieht den Leitfaden als wichtige Ergänzung zum Kinderschutz in Thüringen zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen.
Die Techniker Krankenkasse hat das Projekt unterstützt, in dem sie die Druckkosten des Leitfadens übernommen hat. Dazu Guido Dressel, der Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen: Schnelles und rechtssicheres Handeln ist bei Gewalt gegen Kinder unerlässlich. Der aktualisierte Leitfaden bildet dafür eine gute Basis.
Der Leitfaden ist ein gemeinsames Projekt von Landesärztekammer, Ostdeutscher Psychotherapeutenkammer, dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Thüringen sowie der Techniker Krankenkasse.
Autor: redMit dem überarbeiteten Leitfaden sollen die Wachsamkeit von Ärztinnen und Ärzten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten geschärft und die Kolleginnen und Kollegen ermutigt werden, couragiert in den notwendigen Fällen einzugreifen.
Erstmals ist der Leitfaden 1998 herausgegeben worden, 2007 wurde dieser ergänzt und aktualisiert. Bei der nun vorliegenden Publikation zeigt sich bereits im jetzt veränderten Titel Leitfaden für Ärzte und Psychotherapeuten nach Ansicht des Präsidenten der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Mathias Wesser, eine unverzichtbare Maßgabe im Umfeld von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung. Die Multiprofessionalität ist zwingende Voraussetzung für das sichere Erkennen von Gewaltanwendungen, so der Präsident.
Die Präsidentin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer Andrea Mrazek hebt angesichts der erstmaligen Beteiligung bei der Herausgabe des Leitfadens hervor, dass Gewalt gegen Kinder nicht nur körperlich stattfindet, sondern seelische Misshandlung und Vernachlässigung mindestens ebenso verletzend sind.
Der neu strukturierte Leidfaden gibt Handlungsempfehlungen bei einem Verdacht auf Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch. Er berücksichtigt ebenso die laut Bundeskinderschutzgesetz etablierten Frühen Hilfen wie die Risiken der Mediennutzung beim Thema Kindeswohlgefährdung. Auch Neuerscheinungen relevanter Literatur sowie Dokumentationshilfen sind im Anhang zu finden. Damit kann der Leitfaden einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention und zur notwendigen Sicherheit in der Gewalterkennung, z.B. durch ein Schema zur Einschätzung des Gefährdungspotentials, leisten.
Vor allem in der Verbesserung der Vernetzung aller am Problem beteiligten Institutionen und Personen sehen die Herausgeber einen Gewinn. So betont die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner, dass der Leitfaden Ärzten und Psychotherapeuten bei der Früherkennung von Gewalt gegen Kinder den Rücken stärkt und ihnen eine Palette von Hilfsangeboten aufzeigt.
Bildungsministerin Dr. Birgit Klaubert sieht den Leitfaden als wichtige Ergänzung zum Kinderschutz in Thüringen zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen.
Die Techniker Krankenkasse hat das Projekt unterstützt, in dem sie die Druckkosten des Leitfadens übernommen hat. Dazu Guido Dressel, der Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen: Schnelles und rechtssicheres Handeln ist bei Gewalt gegen Kinder unerlässlich. Der aktualisierte Leitfaden bildet dafür eine gute Basis.
Der Leitfaden ist ein gemeinsames Projekt von Landesärztekammer, Ostdeutscher Psychotherapeutenkammer, dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Thüringen sowie der Techniker Krankenkasse.
