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Arbeitsmarkt-Reaktionen

Dienstag, 30. Juni 2015, 12:31 Uhr
Damit Thüringen auf dem Arbeitsmarkt weiter auf der Überholspur bleiben kann, dürfen die mittelständischen Unternehmen nicht weiter belastet und muss der Fachkräftenachwuchs gesichert werden. Das sagt die CDU-Landtagsfraktion zu den heutigen Zahlen des Arbeitsmarktes....


Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion mahnte daher zu Augenmaß bei dem zur Entscheidung anstehenden Bildungsfreistellungsgesetz und forderte eine Stärkung der beruflichen Ausbildung gegenüber der universitären Bildung. Zugleich sprach sich Holzapfel angesichts der zahlreichen unbesetzten Stellen dafür aus, Arbeitsmarktprogramme „konsequent auf den ersten Arbeitsmarkt auszurichten“.

Der Thüringer Arbeitsmarkt hat sich im Berichtsmonat Juni 2015 weiter aufgehellt. Mit einer Arbeitslosenquote von 7 Prozent hat der Freistaat unterdessen mit dem Saarland gleichgezogen und Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes altes Land hinter sich gelassen.

Wie Holzapfel sagte, „ist nicht garantiert, dass dies auf Dauer so weitergeht. Bisher hat es noch keine der Maßnahmen ins Gesetzesblatt geschafft, mit denen Rot-Rot-Grün die Wirtschaft belasten wird“. Sie hält es für zwingend geboten, das geplante Bildungsfreistellungsgesetz an die Gegebenheiten der Thüringer Wirtschaft anzupassen. Die Wettbewerbssituation kleinerer Betriebe mit weniger als 25 Beschäftigten werde es massiv belasten.

Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses wird laut Holzapfel nur gelingen, „wenn wir an mehreren Stellen ansetzen“. Um die Attraktivität der beruflichen Bildung zu erhöhen, habe die CDU einen Meisterbonus und ein Azubi-Ticket vorgeschlagen. „Es gilt aber auch, mehr junge Menschen davon zu überzeugen, dass mit einer soliden beruflichen Ausbildung oft mehr zu bewegen ist als mit einem Bachelor-Abschluss“.

Als zweite Säule verwies sie auf ältere Arbeitnehmer. Die Flexi-Rente müsse so gestaltet werden, dass sich längeres Arbeiten auch tatsächlich lohnt. Nichts hält die Arbeitsmarktpolitikerin davon, rare Haushaltsmittel in neue öffentliche Beschäftigungssektoren zu lenken. „Der Aufwuchs bei den gemeldeten Arbeitsstellen auf jetzt 18 191 spricht eine deutliche Sprache. Qualifikation für den ersten Arbeitsmarkt ist das Gebot der Stunde“, so Holzapfel.
Autor: red

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