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„KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen

Dienstag, 30. Juni 2015, 13:14 Uhr
Schüler aktiv über Gefahren von Alkohol und Tabak informieren, das ist Thema heute und morgen für Jugendliche in Greußen. Organisiert wird das Ganze von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Kooperationsmitgliedern aus der Region

Der Mitmach-Parcours „KlarSicht“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt Jugendlichen die Gelegenheit sich mit den Themen Alkohol- und Tabakkonsum auseinanderzusetzen. Vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2015 macht der BZgA-Parcours Station in der Sporthalle des Friedrich-von-Hardenberg-Gymnasiums in Greußen.

„KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

An mehreren Stationen werden die Jugendlichen der. 7., 8. und 10. Klassen des Friedrich-von-Hardenberg-Gymnasiums und der Regelschule Greußen mit dem Thema Drogen konfrontiert. An den zwei Tagen werden 180 Jugendliche heute und 120 Jugendlich morgen in dieses sehr wichtige Thema eingeführt.
Eine aktuelle Repräsentatlverhebung der BZgA belegt, dass sich etwa 17 Prozent der Jugend-
lichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mindestens einmal im Monat in einen Rausch trinken. Zur
Förderung einer gut informierten, kritischen Haltung zu Zigaretten und Alkohol tourt die BZgA mit ihrem Parcours durch Deutschland. „KlarSicht“ richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren.

„KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In einem Gespräch mit kn diskutierten Julia Werner (Schulsozialarbeiterin), Hans-Joachim Müller (stelv. Schulleiter Gymnasium), Jeffrey Schulz (Jugendschutzbeauftragter Landratsamt) und Projektleiterin Ingrid Schmitt (Projektleiterin beim „KlarSicht“-Mitmach-Parcours) zu diesem spannenden Thema.

Müller: Das Projekt ist eine wichtige Maßnahme für die Schule. Jugendliche müssen lernen, wie man verantwortungsvoll mit Drogen umgeht. Alkohol ist nun mal Bestandteil unserer Kultur, nicht nur bei familiären Festen, sondern auch bei gesellschaftlichen Anlässen. Jugendliche sind wichtige Zielruppe in der Marktwirtschaft.
In manchen Familien wird zu sorglos mit dem Thema Alkohol umgegangen. In kleinem Bereich wird zu viel vertuscht, besonders im ländlichen Raum.

Schmitt: Fehlverhalten bei Erwachsenen wird kritisch, wenn bei Problemen im Leben zu Grogen jeder Art gegriffen werden. Wir schaffen mit dem Projekt 26 Städte im Jahr, wir können eben leider nicht gleich wiederkommen. Zur Besetzung bei den Stationen sagte sie, es ist wichtig diese mit lokalen Kooperationspartnern zu besetzen. Jugendliche sollen wenn sie zu Behörden und Institutionen kommen, bereits ein Gesicht kennen.

Schulz: Mit den Jugendpräventionstagen für die 8. Klassen haben wir zwar ein seit Jahren laufendes Programm, aber eventuell sollte es zwei Klassenstufen tiefer bereits einsetzen. Im Kreismaßstab verwies er auf die Schulsozialarbeiter an den Regelschulen.
Seit Jahren werden mit ausgesuchten geeigneten Jugendlichen Testverkäufe in der Region ausgeführt, um Schwachstellen beim Jugendschutz aufzudecken. A und O bei der Prävention mit Drogen ist die Netzwerkarbeit. So ist es auch positiv, das Maxi Hoffmann Jugendarbeiterin im Jugendhaus Greußen mit einbezogen ist.

Werner: Ich kannte das Projekt aus der Zeit bei der Tätigkeit an der Berufsschule Artern. Deshalb hatte sie sich für die Region Greußen stark gemacht, um den Parcours nach Greußen zu holen.

„KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zum Konzept des „KlarSicht“-Mitmach-Parcours erläutert Ingrid Schmitt "Der Mitmach-Parcours der BZgA ist ein auf Jugendliche zugeschnittenes Präventionsangebot. Schülerinnen und Schüler werden an den Lernstationen des Parcours selbst aktiv und setzen sich in Rollenspielen und Diskussionen mit den Themen Alkohol und Tabak auseinander. So lernen sie gleichzeitig, ihr eigenes Konsumverhalten zu reflektieren."

„KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Den Parcours durchlaufen die Jugendlichen in kleinen Gruppen. Am „Tor der Entscheidung“ wird
ihnen zum Einstieg eine Frage zu Alkohol und Rauchen gestellt. Nach Abschluss des Parcours
beantworten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die gleiche Frage noch einmal. Die
Einschätzungen vor und nach Absolvieren des Parcours können direkt miteinander verglichen
werden.

Ein Highlight unter den sieben Stationen des Parcours ist der sogenannte „Drunk-Buster“. Eine
„Rauschbrille“, die einen Promillewert von etwa 1,3 bis 1,5 simuliert. Unter anderem sollen die
Jugendlichen damit eine gestrichelte Linie entlanggehen - oder es vielmehr versuchen, denn
kaum ein Schritt trifft die Linie. Klar im Kopf, aber betrunken im Blick. Eine Erfahrung, die
nachhaltiger ist, als jeder eindringliche Vortrag.

Die zwei Stationen „Alkohol“ und „Tabak“ informieren interaktiv über die Gefahren beim Konsum
von alkoholhaltigen Getränken und Zigaretten. Dabei geht es nicht darum, den Alkoholkonsum
per se zu verteufeln. Vielmehr wird den Jugendlichen ein kritischer und bewusster Umgang mit
Alkohol vermittelt. Ziel ist es, riskanten Alkoholkonsum zu vermeiden. Unvernebelt ist die
Aussage beim Tabak: Nichtrauchen ist gesund und clever.

An der „Talkshow“-Station werden in der Gruppe Geschichten entwickelt, in denen es um
Probleme geht, die im Umgang mit Alkohol oder Tabak entstehen können - erfundene und
erlebte, anonym erzählt. Gemeinsam wird überlegt, wie die auftretenden Probleme hätten
verhindert werden können beziehungsweise wo Betroffene Hilfe finden.

Bei der Station „Images“ setzen sich die Jugendlichen mit den Werbeversprechen der Alkohol-
und Tabak-Industrie auseinander. Sie lernen so, die Versprechen zu analysieren und zu
durchschauen. Und wer nach dem Parcours noch Wissensdurst hat, kann sich am Info-Kiosk mit
Lesestoff eindecken.

„KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „KlarSicht“-Mitmach-Parcours in Greußen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber nicht nur Schüler informierten sich. Hier ist Ingrid Schmitt mit Erziehern im Gespräch.

Der „KlarSicht“-Mitmach- Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkärung (BZgA)
wird finanziell unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherungen e. V. (PKV).
Folgende regionale Partner wirken aktiv mit und tragen dazu bei, den Parcours in Greußen
erfolgreich umzusetzen:
-ø Friedrich-von-Hardenberg-Gymnasium
- Landratsamt Kyffhäuserkreis, Jugendschutz und Schulsozialarbeit
- Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e. V.
- Stadtjugendring Sondershausen e. V.
An der „Talkshow“-Station werden in der Gruppe Geschichten entwickelt, in denen es um
Probleme geht, die im Umgang mit Alkohol oder Tabak entstehen können - erfundene und
erlebte, anonym erzählt. Gemeinsam wird überlegt, wie die auftretenden Probleme hätten
verhindert werden können beziehungsweise wo Betroffene Hilfe finden.

Bei der Station „Images“ setzen sich die Jugendlichen mit den Werbeversprechen der Alkohol-
und Tabak-Industrie auseinander. Sie lernen so, die Versprechen zu analysieren und zu
durchschauen. Und wer nach dem Parcours noch Wissensdurst hat, kann sich am lnfo-Kiosk mit
Lesestoff eindecken.


Aber nicht nur Schüler informierten sich. Hier ist Ingrid Schmitt mit Erziehern im Gespräch.

Der „KlarSicht“-MitmachParcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Au?därung (BZgA)
wird fnanziell unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherungen e. V. (PKV).
Folgende regionale Partner wirken aktiv mit und tragen dazu bei, den Parcours in Greußen
erfolgreich umzusetzen:
-ø Friedrich-von-Hardenberg-Gymnasium
- Landratsamt Kyffhäuserkreis, Jugendschutz und Schulsozialarbeit
- Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e. V.
- Stadtjugendring Sondershausen e. V.
Autor: khh

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