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Summ, summ, summ…

Donnerstag, 02. Juli 2015, 19:09 Uhr
Wohl jeder kennt das alte Kinderlied vom fleißigen Bienchen das in Feld und Heide Honig sammelt und in dem unter anderem versprochen wird, „ei, wir tun dir nichts zu Leide“. Unter diesem Motto wird der bienenfreundlichste Schulgarten gesucht...


Wie inzwischen allgemein bekannt ist, wurde dieses Versprechen nicht eingehalten. Die Bienen und andere Wildinsekten, die für die Bestäubung der Pflanzen sorgen, haben es immer schwerer, zu überleben.

Die Nahrung für die Bienen wird durch die Veränderungen in der Landwirtschaft immer knapper. Wo früher breite Randstreifen der Felder mit reichhaltigem Wildblütenangebot, Streuobstwiesen und Ackerunkräuter den Speiseplan der gelb-schwarzen Fluginsekten abdeckten, wird heute bis direkt an den Feldweg gepflügt, werden Äcker und Wälder mit Pestiziden behandelt und jedes aufkommende Unkraut mit der chemischen Keule bekämpft.

In den Gärten bekommen Koniferen und Treibhauspflanzen den Vorzug gegenüber alten Obstsorten und heimischen Blühpflanzen. Dazu kommt der Klimawandel, der mit den letzthin zu milden Wintern das Überleben und damit das weitere Ausbreiten von direkten Bienenschädlingen begünstigt und ein direktes Sterben ganze Bienenvölker verursacht. Aktuell leiden die Tiere unter der Trockenheit. Der fehlende Schnee der letzten Winter und der ausbleibende Regen machen auch den Insekten massiv zu schaffen.

Vor diesem Hintergrund entschied die Stiftung Naturschutz Thüringen den Wettbewerb „Der wildinsekten- und bienenfreundlichste Schulgarten in Thüringen“ durchgeführt vom Förderverein Deutsches Bienenmuseum Weimar finanziell zu fördern. Dieser Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Umweltministerin Anja Siegesmund. Er ist eine Erweiterung des Projektes zum wildinsekten- und bienenfreundlichen Demonstrations- und Lehrgarten auf der gerade laufenden Thüringer Landesgartenschau in Schmalkalden. Der Lehrgarten wurde ebenfalls von der Stiftung Naturschutz Thüringen gefördert.

Mit dem nun startenden Wettbewerb sollen Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher für die alarmierende Situation bei den bestäubenden Insekten sensibilisiert werden und dazu beitragen, Schulgärten wildinsekten- und bienenfreundlich zu gestalten. Gegenstand des Projektes ist das Erstellen und Versenden der Wettbewerbsunterlagen. Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen werden die favorisierten Schulgärten durch eine Fachjury besichtigt, der Sieger ermittelt und in einem geeigneten Event ausgezeichnet.

Hintergrund: Die Stiftung Naturschutz Thüringen ist eine Stiftung des Freistaates Thüringen. Sie fördert seit zwanzig Jahren Maßnahmen und Projekte in Thüringen, die dem Naturschutz dienen und ihn voranbringen. Die Förderung wird aus Kapitalerträgen und aus Mitteln der Ausgleichsabgabe finanziert.

Eine Ausgleichsabgabe wird dem Verursacher eines Eingriffes in Natur und Landschaft auferlegt, wenn Beeinträchtigungen nicht auf andere Art ausgeglichen werden können. Inhalte der geförderten Maßnahmen sind u.a. die Sicherung, Wiederherstellung und Entwicklung von Biotopen, die Umweltbildung oder Forschungen auf dem Gebiet des Naturschutzes.

Die Wettbewerbsbedingungen finden Sie auf der Homepage des Fördervereins Deutsches Bienenmuseum unter www.fv-bienenmuseum.de.
Autor: red

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