Weniger Einnahmen, mehr Ausgaben
Montag, 06. Juli 2015, 10:03 Uhr
Die Thüringer Gemeinden und Landkreise hatten im ersten Quartal 2015 Ausgaben in Höhe von 1,16 Milliarden Euro. Während die Einnahmen signifikant sanken, beanspruchten vor allem Personal- und Zinskosten sowie soziale Leistungen die öffentliche Hand, meldet das statistische Landesamt...
Die Thüringer Gemeinden und Landkreise hatten im ersten Quartal 2015 Ausgaben in Höhe von 1,16 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 33 Millionen Euro oder 2,9 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Die Hauptgründe für diese Entwicklung waren unter anderem die gestiegenen Ausgaben für Personal, für soziale Leistungen sowie für Zinsausgaben.
Die Personalausgaben der Thüringer Kommunen stiegen gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres um 13 Millionen Euro oder 4,0 Prozent auf insgesamt 337 Millionen Euro.
Ein weiterer Anstieg war bei den Ausgaben für soziale Leistungen zu verzeichnen. Insgesamt wurden 324 Millionen Euro ausgegeben, 13 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die Zinsausgaben sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Sie beliefen sich im ersten Vierteljahr 2015 auf 21 Millionen Euro, 5 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor.
Für Sachinvestitionen haben die Kommunen im ersten Quartal dieses Jahres 77 Millionen Euro und damit 3 Millionen Euro weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres ausgeben. Die darunter fallenden Ausgaben für Baumaßnahmen beliefen sich auf 64 Millionen Euro und für den Vermögenserwerb auf weitere 13 Millionen Euro. Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen sind gegenüber den ersten 3 Monaten des Vorjahres um 3 Millionen Euro auf insgesamt 8 Millionen Euro gesunken.
Im ersten Quartal 2015 konnten die Kommunen 1,01 Milliarden Euro als Einnahmen verbuchen. Das waren 69 Millionen Euro bzw. 6,4 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2014. Dieser Rückgang ist vor allem den geringeren Einnahmen aus den laufenden und investiven Zuweisungen und Zuschüssen geschuldet. Ursache dafür ist unter anderem die spätere Auszahlung von laufen- den und investiven Zuweisungen nach dem Thüringer Kommunalhaushaltssicherungsprogrammgesetz. Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben 760 Millionen Euro an Zuweisungen und Zuschüssen eingenommen, das waren 74 Millionen Euro weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die
laufenden und investiven Zuweisungen und Zuschüsse vom Land bildeten auch weiterhin mit einem Volumen von 551 Millionen Euro den größten Anteil an den Gesamteinnahmen. Die Steuern und steuerähnlichen Einnahmen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Millionen Euro bzw. 17,0 Prozent auf 230 Millionen Euro gestiegen, was u. a. auf die gestiegenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer (netto) und dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer zurückzuführen ist. Bei den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb war ein Anstieg um 4 Millionen Euro auf 147 Millionen Euro festzustellen.
Autor: redDie Thüringer Gemeinden und Landkreise hatten im ersten Quartal 2015 Ausgaben in Höhe von 1,16 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 33 Millionen Euro oder 2,9 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Die Hauptgründe für diese Entwicklung waren unter anderem die gestiegenen Ausgaben für Personal, für soziale Leistungen sowie für Zinsausgaben.
Die Personalausgaben der Thüringer Kommunen stiegen gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres um 13 Millionen Euro oder 4,0 Prozent auf insgesamt 337 Millionen Euro.
Ein weiterer Anstieg war bei den Ausgaben für soziale Leistungen zu verzeichnen. Insgesamt wurden 324 Millionen Euro ausgegeben, 13 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die Zinsausgaben sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Sie beliefen sich im ersten Vierteljahr 2015 auf 21 Millionen Euro, 5 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor.
Für Sachinvestitionen haben die Kommunen im ersten Quartal dieses Jahres 77 Millionen Euro und damit 3 Millionen Euro weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres ausgeben. Die darunter fallenden Ausgaben für Baumaßnahmen beliefen sich auf 64 Millionen Euro und für den Vermögenserwerb auf weitere 13 Millionen Euro. Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen sind gegenüber den ersten 3 Monaten des Vorjahres um 3 Millionen Euro auf insgesamt 8 Millionen Euro gesunken.
Im ersten Quartal 2015 konnten die Kommunen 1,01 Milliarden Euro als Einnahmen verbuchen. Das waren 69 Millionen Euro bzw. 6,4 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2014. Dieser Rückgang ist vor allem den geringeren Einnahmen aus den laufenden und investiven Zuweisungen und Zuschüssen geschuldet. Ursache dafür ist unter anderem die spätere Auszahlung von laufen- den und investiven Zuweisungen nach dem Thüringer Kommunalhaushaltssicherungsprogrammgesetz. Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben 760 Millionen Euro an Zuweisungen und Zuschüssen eingenommen, das waren 74 Millionen Euro weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die
laufenden und investiven Zuweisungen und Zuschüsse vom Land bildeten auch weiterhin mit einem Volumen von 551 Millionen Euro den größten Anteil an den Gesamteinnahmen. Die Steuern und steuerähnlichen Einnahmen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Millionen Euro bzw. 17,0 Prozent auf 230 Millionen Euro gestiegen, was u. a. auf die gestiegenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer (netto) und dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer zurückzuführen ist. Bei den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb war ein Anstieg um 4 Millionen Euro auf 147 Millionen Euro festzustellen.
