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„Sprache öffnet Türen“

Mittwoch, 08. Juli 2015, 15:28 Uhr
Die gemeinnützige Förderungsgesellschaft für Arbeit und Umwelt Sondershausen (FAU) führte die Fachtagung „Sprache öffnet Türen“ im Marstall von Schloss Sondershausen durch

Durch das Bundesprogramm „Schwerpunkt – Kitas Sprache und Integration“, einer Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), wird seit 2011 verstärkt der Fokus auf die Unterstützung der kindlichen Sprachentwicklung im Alltag gelegt.

„Sprache öffnet Türen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Sprache öffnet Türen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Sabine Trute und Sandra Oesterheld, Sprachförderkräfte der FAU in den städtischen Kindergärten der Stadt Sondershausen, demonstrierten zu Beginn der Veranstaltung an Hand von Schlüssel, bei denen die Sprache hilft sich den Menschen und Dingen zu öffnen.

„Sprache öffnet Türen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Sprache öffnet Türen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Gäste, unter ihnen auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), übernahm der Geschäftsführer der FAU Lothar Hildesheim.
Moderator Thomas Standali vom Wortwerk Weimar verwies auf die Wichtigkeit der Sprache als Säule bei der Entwicklung des Kindes. Dabei machte er auch auf den Fakt aufmerksam, dass mit der Aufnahme von Flüchtlingskinder in Kitas eine wichtige Sprachkomponente hinzu kommen kann.

„Sprache öffnet Türen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Sprache öffnet Türen“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Martina vom Reinhardt, Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dort Abteilungsleiter Kinder, Jugend und Sport, ging zu Beginn auf die Flüchtlingsproblematik ein. Gab es noch im Dezember nur 54 unbegleitete Flüchtlingskinder in Thüringen, werden es demnächst rund 500 sein, wie gestern im Kabinett behandelt. Damit wird es einen stärkeren Zufluss von Kindern in die Kitas geben.

Kitas, so Reinhardt, haben eine wichtige Rolle in der ersten öffentlichen Bildungseinrichtung. Sie machte aber auch deutlich klar, Bildungseinrichtung aber keine Schule. Kitas haben einen anderen Bildungsauftrag als die Schulen. Bei Kitas geht es um informelles Lernen ohn Zertifikate und Zensuren. Es geht um das Erlernen von Kompetenzen.

Im Haupt referat ging es um "Reflexion von Erfahrungen aus der Qualifizierungsoffensive „Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei“ mit Frau Pischetsrieder/ DJI, München.

In der täglichen Arbeit mit den Kindern haben wir gemeinsam mit den Erzieher/innen zahlreiche praktische Erfahrungen gesammelt. Diesen wertvollen Schatz an praxistauglichen Möglichkeiten, veränderten Sichtweisen auf die kindliche Sprachentwicklung wie auch die Überlegungen und Impulse aus der Sicht eines Praxisentwicklungs-Projektes des Deutschen Jugend Institut e.V. möchten wir Ihnen auf unserem Fachtag „Sprache öffnet Türen“ vorstellen, so Sabine Trute und Sandra Oesterheld im Vorfeld gegenüber kn. Am Nachmittag wurde mit Workshops die Veranstaltung fortgesetzt.

- WS 1 „Stimmschonendes Vorlesen“ - Frau Rumpf - Osius Logopädin, Nordhausen
- WS 2 „Marte Meo: Entwicklung unterstützen – Unterstützung entwickeln Frau Meißner, Logopädin,
Marte Meo Therapeutin, Systemische Beraterin, Worbis
- WS 3 „Bunte Farbenwelt der Sprache“ Frau Mischke Fachkraft zur Unterstützung der sprachlichen Bildungsarbeit Kita „ Abenteuerland“
-WS 4 „Von der Hospitation zur Reflexion – ein Weg voller Stolpersteine“ Frau Denner Fachkraft zur Unterstützung der sprachlichen Bildungsarbeit Integrative Kita, Apolda
- WS 5 „Geschichten aus der Kiste“ Frau Trute, Frau Oesterheld Fachkräfte zur Unterstützung der
sprachlichen Bildungsarbeit

Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Kita – Träger, Erzieher/innen Bereich U3, Fachberater/innen für Kindertagesstätten, Schüler/innen und Praktikanten der Fachschulen und Sprachförderkräfte.
Nach der Veranstaltung erhielten die Teilnehmerinnen eine Teilnahmebestätigung für Ihre Unterlagen. Wo waren eigentlich männliche Erzieher, ist kn aufgefallen?
Autor: khh

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