Tierschutzbund fordert stärkere Schutzmaßnahmen
Hitzestress für landwirtschaftlich genutzte Tiere
Samstag, 11. Juli 2015, 13:39 Uhr
Aufgrund der derzeit hochsommerlichen Temperaturen macht der Deutsche Tierschutzbund auf den Hitzestress aufmerksam, dem – neben Heimtieren - auch landwirtschaftlich genutzte Tiere ausgesetzt sind. Zehntausende Tiere, darunter vor allem Legehennen, Hähnchen und Puten, sind aktuellen Presseberichten zu Folge bereits verendet...
Auch Schweine fielen der Hitze zum Opfer. Besonders in der landwirtschaftlichen Intensivtierhaltung bedeutet die große Hitze ein erhöhtes Risiko. Die Tierschützer fordern auch deshalb eine Reduzierung der Besatzdichte sowie den Einsatz robusterer Zuchtlinien.
Hühner und Puten können anders als Menschen nicht schwitzen, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Sie der Hitze und der Gefahr eines qualvollen Hitzetods zu überlassen, ist vollkommen verantwortungslos.
Geflügelhalter sollten sicherstellen, dass die Lüftungssysteme den sommerlichen Temperaturen gewachsen sind und außerdem den Zustand der Tiere regelmäßig kontrollieren. Diese Empfehlungen, wie sie unter anderem auch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ausspricht, reichen aus Tierschutzsicht bei zu hohen Temperaturen jedoch nicht mehr aus. Wir brauchen geringere Besatzdichten und robustere Zuchtlinien – nur so können wir die Tiere nachhaltig vor einem möglichen Hitzetod schützen, so Schröder.
Vor allem die für die Fleischproduktion gezüchteten Schweine, Hühner und Puten nehmen so schnell an Masse zu, dass ihr Herz-Kreislauf-System nicht mehr Schritt halten kann. Selbst bei gemäßigten Temperaturen kann der Kreislauf bereits versagen. Wenn durch erhöhte Temperaturen ein zusätzlicher, enormer Stressfaktor hinzukommt, ist der Tod Tausender Tiere nicht ungewöhnlich.
Autor: redAuch Schweine fielen der Hitze zum Opfer. Besonders in der landwirtschaftlichen Intensivtierhaltung bedeutet die große Hitze ein erhöhtes Risiko. Die Tierschützer fordern auch deshalb eine Reduzierung der Besatzdichte sowie den Einsatz robusterer Zuchtlinien.
Hühner und Puten können anders als Menschen nicht schwitzen, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Sie der Hitze und der Gefahr eines qualvollen Hitzetods zu überlassen, ist vollkommen verantwortungslos.
Geflügelhalter sollten sicherstellen, dass die Lüftungssysteme den sommerlichen Temperaturen gewachsen sind und außerdem den Zustand der Tiere regelmäßig kontrollieren. Diese Empfehlungen, wie sie unter anderem auch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ausspricht, reichen aus Tierschutzsicht bei zu hohen Temperaturen jedoch nicht mehr aus. Wir brauchen geringere Besatzdichten und robustere Zuchtlinien – nur so können wir die Tiere nachhaltig vor einem möglichen Hitzetod schützen, so Schröder.
Hochleistungszucht belastet Tiere zusätzlich
Hohe Besatzdichten in den Ställen, bei Masthühnern zum Beispiel bis zu 24 Tiere pro Quadratmeter, erhöhen das Risiko eines tödlichen Hitzeschlags, da die vielen, auf engem Raum gehaltenen Tiere eine erhebliche Wärmeproduktion aufweisen. Bei hohen Außentemperaturen können die Lüftungssysteme diese enorme Wärme nicht mehr ableiten. Zusätzlich belastet die Hochleistungszucht den Organismus der Tiere.Vor allem die für die Fleischproduktion gezüchteten Schweine, Hühner und Puten nehmen so schnell an Masse zu, dass ihr Herz-Kreislauf-System nicht mehr Schritt halten kann. Selbst bei gemäßigten Temperaturen kann der Kreislauf bereits versagen. Wenn durch erhöhte Temperaturen ein zusätzlicher, enormer Stressfaktor hinzukommt, ist der Tod Tausender Tiere nicht ungewöhnlich.
