Thüringer Betriebe loben Berufsschulen
Donnerstag, 16. Juli 2015, 12:22 Uhr
Die Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Berufschulen wird in Thüringen von Seiten der Wirtschaft überwiegend positiv eingeschätzt, meldet die Industrie- und Handelskammer. Häufigste Kritik der Unternehmer sind weite Wege für Auszubildende. Sorgen macht man sich aber auch um das Lehrpersonal...
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat rund 200 Ausbildungsbetriebe zu den berufsbildenden Schulen im Freistaat befragt. Im Vergleich zum Bundestrend beurteilen die Thüringer Unternehmer den regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch sowie die Kooperation zwischen Betrieben und Schulen besonders positiv.
73 Prozent der befragten Firmen schätzen die Berufsschulsituation in ihrer Region insgesamt mit ‚zufrieden‘ beziehungsweise ‚eher zufrieden‘ ein. Das zeigt, wie gut sich berufsbildende Schulen als Dienstleister der Wirtschaft etabliert haben, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Laut Umfrage gäbe es jedoch weiteren Nachholbedarf bei der theoretischen Begleitung der praktischen Ausbildung und der Sachausstattung in den Schulen.
Kritik äußerten die Befragten zudem häufig über die Entfernung zum Berufsschulstandort. Fast 30 Prozent der Unternehmen schätzen den Weg als zu weit ein. Die demografisch notwendige Anpassung des Berufsschulnetzes stellt die regionalen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen, so Grusser.
Darüber hinaus befürchten die Firmenchefs in den kommenden Jahren einen Mangel an Lehrkräften. Jeder Zweite ausbildende Betrieb in Nord- und Mittelthüringen rechnet bis zum Jahr 2025 mit einem Defizit an Berufsschullehrern. Aus Sicht der Unternehmen könnte die Unterrichtsversorgung langfristig auch durch Seiteneinsteiger aus der Praxis gesichert werden. Immerhin sehen über zwei Drittel der Betriebe dies als eine Chance, die Lücke zu schließen, betont der IHK-Chef.
Die Unternehmer seien sich einig, dass die Tätigkeit der Berufsschullehrer verantwortungs- und anspruchsvoll ist. Dies sollte durch regelmäßige Praktika in den Ausbildungsbetrieben unterstützt werden.
Auch der Einsatz interaktiver Medien und die Nutzung digitaler Lernplattformen wäre heute ein wichtiger Bestandteil moderner Unterrichtsgestaltung.
Autor: redDie Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat rund 200 Ausbildungsbetriebe zu den berufsbildenden Schulen im Freistaat befragt. Im Vergleich zum Bundestrend beurteilen die Thüringer Unternehmer den regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch sowie die Kooperation zwischen Betrieben und Schulen besonders positiv.
73 Prozent der befragten Firmen schätzen die Berufsschulsituation in ihrer Region insgesamt mit ‚zufrieden‘ beziehungsweise ‚eher zufrieden‘ ein. Das zeigt, wie gut sich berufsbildende Schulen als Dienstleister der Wirtschaft etabliert haben, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Laut Umfrage gäbe es jedoch weiteren Nachholbedarf bei der theoretischen Begleitung der praktischen Ausbildung und der Sachausstattung in den Schulen.
Kritik äußerten die Befragten zudem häufig über die Entfernung zum Berufsschulstandort. Fast 30 Prozent der Unternehmen schätzen den Weg als zu weit ein. Die demografisch notwendige Anpassung des Berufsschulnetzes stellt die regionalen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen, so Grusser.
Darüber hinaus befürchten die Firmenchefs in den kommenden Jahren einen Mangel an Lehrkräften. Jeder Zweite ausbildende Betrieb in Nord- und Mittelthüringen rechnet bis zum Jahr 2025 mit einem Defizit an Berufsschullehrern. Aus Sicht der Unternehmen könnte die Unterrichtsversorgung langfristig auch durch Seiteneinsteiger aus der Praxis gesichert werden. Immerhin sehen über zwei Drittel der Betriebe dies als eine Chance, die Lücke zu schließen, betont der IHK-Chef.
Die Unternehmer seien sich einig, dass die Tätigkeit der Berufsschullehrer verantwortungs- und anspruchsvoll ist. Dies sollte durch regelmäßige Praktika in den Ausbildungsbetrieben unterstützt werden.
Auch der Einsatz interaktiver Medien und die Nutzung digitaler Lernplattformen wäre heute ein wichtiger Bestandteil moderner Unterrichtsgestaltung.
