Landespolitik
Anstieg der Cyberkriminalität im Freistaat
Mittwoch, 12. August 2015, 14:02 Uhr
Mit 2.267 erfassten Fällen von Computerkriminalität weist die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2014 einen weiteren Anstieg gegenüber den Vorjahren auf. Trotzdem sind im Landeskriminalamt (LKA) gegenwärtig gerade einmal sieben Beamte im Bereich Computer- und
Internetkriminalität tätig...
Das ergibt sich aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Raymond Walk. Für den innenpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Fiedler, liegt die Schlussfolgerung auf der Hand:
Das sind eindeutig zu wenige Fachleute, zumal das Dezernat nach einer Medieninformation des LKA eigentlich mit 19 Mitarbeitern, darunter 17 Beamten, zu besetzen ist. Fiedler verwies überdies auf die hohe Dunkelziffer.
Für den Fünfjahreszeitraum 2010 bis 2014 hat die Internetkriminalität im vergangenen Jahr ihren höchsten Stand erreicht. Gegenüber 2010 ist sie um rund ein Drittel angewachsen. Die Aufklärungsquote lag der polizeilichen Kriminalstatistik zufolge bei 35,8 Prozent. Die Zahlen lassen sich nach Ansicht des Innenpolitikers ohne die hohe Dunkelziffer nicht angemessen interpretieren.
Er verwies dazu auf einen Bericht des Bundeskriminalamtes (Cybercrime –
Bundeslagebericht 2013). Danach errechnete das Landeskriminalamt Niedersachsen im Bereich der Computerkriminalität eine Dunkelziffer von 91 Prozent, also von Fällen, die nicht zur Anzeige gebracht werden.
Die geringe Quote von neun Prozent angezeigter Delikte lässt darauf schließen, dass es sich oftmals um sogenannte Kontrolldelikte handelt, die nur durch kontinuierliche Arbeit der Polizei aufgeklärt werden können. Dafür benötigt man ausreichend Personal, sagte Fiedler zur Erklärung der Dunkelziffer. Wir müssen
stärker gegen Delikte im digitalen Bereich vorgehen. Denn neben dem wirtschaftlichen Bereich ist der Computer vor allem im Bereich Kinderpornographie, Stalking und Mobbing ein Tatmittel, so der innenpolitische Sprecher abschließend.
Autor: redInternetkriminalität tätig...
Das ergibt sich aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Raymond Walk. Für den innenpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Fiedler, liegt die Schlussfolgerung auf der Hand:
Das sind eindeutig zu wenige Fachleute, zumal das Dezernat nach einer Medieninformation des LKA eigentlich mit 19 Mitarbeitern, darunter 17 Beamten, zu besetzen ist. Fiedler verwies überdies auf die hohe Dunkelziffer.
Für den Fünfjahreszeitraum 2010 bis 2014 hat die Internetkriminalität im vergangenen Jahr ihren höchsten Stand erreicht. Gegenüber 2010 ist sie um rund ein Drittel angewachsen. Die Aufklärungsquote lag der polizeilichen Kriminalstatistik zufolge bei 35,8 Prozent. Die Zahlen lassen sich nach Ansicht des Innenpolitikers ohne die hohe Dunkelziffer nicht angemessen interpretieren.
Er verwies dazu auf einen Bericht des Bundeskriminalamtes (Cybercrime –
Bundeslagebericht 2013). Danach errechnete das Landeskriminalamt Niedersachsen im Bereich der Computerkriminalität eine Dunkelziffer von 91 Prozent, also von Fällen, die nicht zur Anzeige gebracht werden.
Die geringe Quote von neun Prozent angezeigter Delikte lässt darauf schließen, dass es sich oftmals um sogenannte Kontrolldelikte handelt, die nur durch kontinuierliche Arbeit der Polizei aufgeklärt werden können. Dafür benötigt man ausreichend Personal, sagte Fiedler zur Erklärung der Dunkelziffer. Wir müssen
stärker gegen Delikte im digitalen Bereich vorgehen. Denn neben dem wirtschaftlichen Bereich ist der Computer vor allem im Bereich Kinderpornographie, Stalking und Mobbing ein Tatmittel, so der innenpolitische Sprecher abschließend.
