Tag der offenen Tür
Samstag, 29. August 2015, 00:06 Uhr
Der Kalischacht Ludwigshall begeht in diesem Jahr sein 110. Jubiläum. Aus diesem Grund veranstaltet der Schacht Ludwigshall Förderverein einen Tag der offenen Tür...
Am 29. August 2015 in der Zeit von 10.00 bis 14.00 Uhr kann man das Schachtgelände Wolkramshausen besichtigen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Die Mitglieder des Vereins haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des ehemaligen Schachtes Ludwigshall aufzuarbeiten.
Ihr Ziel ist die Bewahrung und Weitergabe der Geschichte, denn ohne Vergangenheit gäbe es keine Gegenwart und ohne Gegenwart gibt es keine Zukunft. In den Vereinsräumen ( neben der Kunstschmiede) werden bisher gesammelte und aufgearbeitete Objekte und historische Unterlagen präsentiert.
Ein kurzer historischer Abriss dokumentiert die bewegte Geschichte:
1905 wurde mit der Teufe Schachtes, 1908 wurde mit der Förderung begonnen. 1914 bis 1916 kriegsbedingt stillgelegt wurde danach bis 1924 gefördert. 1924 wurde die Förderung endgültig eingestellt und der Schacht Ludwigshall als Reserve- Bergwerk eingestuft. 1936 wurde der Schacht zu einer Heeresmunitionsanstalt umfunktioniert in der bis 1945 Granaten montiert wurden.
Dabei ereignete sich am 29.07.1942 eine schwere Explosion mit verheerenden Folgen. Es gab ca. 150 Opfer. Nach Kriegsende wurde mit der Auslagerung der Munition begonnen, wobei am 25.10.1945 eine ebenfalls schwere Explosion die Erde erschütterte.
1954 wurde der Schacht erstmals verschlossen, Ende der 60er Jahre erfolgte die Demontage der überirdischen Förderanlage 1978 wurde der Schacht wieder geöffnet. Es wurde geprüft, ob er sich als Druckgasspeicher eignet. Nach negativem Entscheid wurde er 1980 wieder verschlossen.
2013 wurde der Schacht nach nochmaliger Öffnung und Untersuchung endgültig abgedichtet, verfüllt und verschlossen.
Über eine der letzten Begehungen des Schachtes wird Herr Dr. Thomas Fliss am 29.08.2015 um 12.30 Uhr einen Vortrag halten.
Eine Gruppe von Schülerinnen der Regelschule Wolkramshausen hat im vergangenen Jahr in einer Projektarbeit das Thema LOST PLACES (verlorene Orte) behandelt. Dabei haben sich die Schülerinnen unter der Leitung von Herrn Steffen Adam intensiv mit dem Schacht Ludwigshall, seiner Geschichte und seiner Gegenwart beschäftigt.
Die persönlichen Eindrücke der Schülerinnen, ihre Sichtweise, ihre Gedanken und Empfindungen präsentieren sie in einer eigenen Performance am Tag der offenen Tür um 11.00 Uhr auf dem SCHACHT LUDWIGSHALL.
Lutz-M. Figulla
Vorsitzender des Fördervereins
Autor: khhAm 29. August 2015 in der Zeit von 10.00 bis 14.00 Uhr kann man das Schachtgelände Wolkramshausen besichtigen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Die Mitglieder des Vereins haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des ehemaligen Schachtes Ludwigshall aufzuarbeiten.
Ihr Ziel ist die Bewahrung und Weitergabe der Geschichte, denn ohne Vergangenheit gäbe es keine Gegenwart und ohne Gegenwart gibt es keine Zukunft. In den Vereinsräumen ( neben der Kunstschmiede) werden bisher gesammelte und aufgearbeitete Objekte und historische Unterlagen präsentiert.
Ein kurzer historischer Abriss dokumentiert die bewegte Geschichte:
1905 wurde mit der Teufe Schachtes, 1908 wurde mit der Förderung begonnen. 1914 bis 1916 kriegsbedingt stillgelegt wurde danach bis 1924 gefördert. 1924 wurde die Förderung endgültig eingestellt und der Schacht Ludwigshall als Reserve- Bergwerk eingestuft. 1936 wurde der Schacht zu einer Heeresmunitionsanstalt umfunktioniert in der bis 1945 Granaten montiert wurden.
Dabei ereignete sich am 29.07.1942 eine schwere Explosion mit verheerenden Folgen. Es gab ca. 150 Opfer. Nach Kriegsende wurde mit der Auslagerung der Munition begonnen, wobei am 25.10.1945 eine ebenfalls schwere Explosion die Erde erschütterte.
1954 wurde der Schacht erstmals verschlossen, Ende der 60er Jahre erfolgte die Demontage der überirdischen Förderanlage 1978 wurde der Schacht wieder geöffnet. Es wurde geprüft, ob er sich als Druckgasspeicher eignet. Nach negativem Entscheid wurde er 1980 wieder verschlossen.
2013 wurde der Schacht nach nochmaliger Öffnung und Untersuchung endgültig abgedichtet, verfüllt und verschlossen.
Über eine der letzten Begehungen des Schachtes wird Herr Dr. Thomas Fliss am 29.08.2015 um 12.30 Uhr einen Vortrag halten.
Eine Gruppe von Schülerinnen der Regelschule Wolkramshausen hat im vergangenen Jahr in einer Projektarbeit das Thema LOST PLACES (verlorene Orte) behandelt. Dabei haben sich die Schülerinnen unter der Leitung von Herrn Steffen Adam intensiv mit dem Schacht Ludwigshall, seiner Geschichte und seiner Gegenwart beschäftigt.
Die persönlichen Eindrücke der Schülerinnen, ihre Sichtweise, ihre Gedanken und Empfindungen präsentieren sie in einer eigenen Performance am Tag der offenen Tür um 11.00 Uhr auf dem SCHACHT LUDWIGSHALL.
Lutz-M. Figulla
Vorsitzender des Fördervereins
