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Ausflug zur Bundeshauptstadt

Dienstag, 01. September 2015, 00:26 Uhr
Außergewöhnliches und Sehenswertes rund um Berlin hat unser Leser Thomas Leipold gesichtet, oder würde Sie im Wald dort eine Pyramide erwarten? Hier sein Bericht...

Berlin, unsere Hauptstadt ist sicher immer eine Reise wert. Sehr vieles gibt es in der City zu sehen, Fernsehturm, Reichstag, Bundeskanzleramt, Museumsinsel und vieles, vieles mehr. Aber es gibt auch ganz besondere Stätten, die vielleicht manchmal etwas versteckt und abseits des Weges sind und nicht gleich mit dem Auto angefahren werden können.

Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold) Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold)

Wir hatten unser Ferienquartier in Grünheide am südöstlichen Zipfel Berlins in Richtung Frankfurt/oder für einige Tage bezogen. Gemeinsam mit guten Freunden bekamen wir hier ganz besondere Stätten zu sehen, die in keinem Reiseführer (Neudeutsch Guide) für den gewöhnlichen Tourist aufgeführt und angepriesen sind. Man würde das sicher als Perlen oder Kleinod bezeichnen wollen und können.

Würden Sie bei Berlin mitten im Wald eine Pyramide vermuten? Wir bisher auch nicht und Ägypten ist sehr weit weg. In Garzau, einem kleinen Ort mit ehemaligem Grafensitz gab und gibt es sie in einer Landschaftsgartenanlage des Friedrich Wilhelm Carl Graf zu Schmettau (1743 – 1806). Hier war sie als zentraler Punkt des Landschaftsgartens angelegt worden. Leider ist vieles von diesem Landschaftsgarten so nicht mehr erhalten geblieben. Aber die Pyramide, ursprünglich auch als besondere Begräbnisstätte errichtet, steht genau hier. Aus der Bestattung in dieser Pyramide wurde nichts, das Bauwerk verfiel zwischenzeitlich und wurde ab 2001 durch den Verein „Pyramide und Schlosspark Garzau e. V. wieder aufgebaut. Am Hang vor der Pyramide wurden zwischenzeitlich auch wieder Rebstöcke (Wein) angepflanzt.

Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold) Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold)

Auf unserer nächsten Entdeckungstour verschlug es uns in die Gegend der Rauener Berge. Hier führt auch eine Autobahn entlang und man kann in der Nähe einer solchen Autobahnbrücke auf einem kleinen Parkplatz parken. Weiter geht es zu Fuß durch den Wald, was bei erwarteten Temperaturen bis etwa 30°C sehr angenehm war. Zuerst wandern wir zu den zwei Markgrafensteinen. Diese wurden während der Eiszeit aus Südschweden hierher mit den Eismassen verschoben. Der kleine Markgrafenstein ist der größte landliegende Findling Deutschlands.

Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold) Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold)

Ein Teil eines dieser Steine wurde unter anderem nach Plänen von Schinkel für die große Schale vor dem alten Museum in Berlin verwendet. Weiter geht es insgesamt etwa 1,8 km in den Wald hinein, bevor man einen riesigen Aussichtsturm entdeckt. Gegen eine kleine Gebühr von einem Euro kann man diesen Gitter-Aussichtsturm auch besteigen und wir auf der obersten Aussichtsplattform dafür auch mit atemberaubenden Blicken weit über das Land belohnt.

Selbst die Riesenkuppel des Tropical Island war recht gut zu erkennen. Aber der Besucher musste auch hier etwas schmunzeln. In einem Baum neben dem Turm hatte sich ein pinkfarbener Büstenhalter mit üppiger Körbchengröße dort verfangen und hing dort gut sichtbar. Ich vermute mal, dass dieses Objekt dort nicht zur Windrichtungsbestimmung absichtlich angebracht wurde?!

Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold) Ausflug zur Bundeshauptstadt (Foto: Thomas Leipold)

Aber unser Begleiter bestätigte uns, dass dieses Objekt dort seit längerem bereits hängen würde. Nun, die Bergung wird auch sicher nicht ganz einfach sein. Ob die Besitzerin ihn zwischenzeitlich schon vermisst hat, ließ sich uns nicht ergründen.
Auf einer anderen Tour führte es uns nach Klein Wall. Dort gibt es Forellen-Aufzuchtteiche mit angeschlossener Räucherei und Verkauf.

Hier werden nicht nur Forellen, Lachse, Karpfen aufgezogen und können auch selbst geangelt werden. Natürlich haben wir auch hier einige frische Fischstücke für das Abendbrot mitgenommen. Das war ein Genuss, sage ich Ihnen, mhhh – lecker.

Vielleicht gehen Sie auf einer Ihrer nächsten Reisen auch einmal etwas auf Entdeckungstour abseits der alltäglichen Touristenpfade und erleben etwas ganz Besonderes? Ich wünsche es Ihnen jedenfalls.

Thomas Leipold
Autor: khh

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