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Bleibeberechtigte und Minderjährige

Integration und Ausbildung organisieren

Mittwoch, 02. September 2015, 23:21 Uhr
Nicht nur die Unterbringung der Asylsuchenden muss organisiert werden, sondern es gibt bereits eine große Zahl an Flüchtlingen, die eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Die gilt es zu integrieren…

Ab Anfang nächsten Jahres, genauer ab Januar, müssen vom Kyffhäuserkreis 22 bis 23 minderjährige Flüchtlinge untergebracht werden. Problem dabei, nach spätestens drei Monate greift für diese Kindern die Schulpflicht. Auch dieser Aufgabe muss sich der Landkreis stellen. Hier gilt es etwas mehr zu organisieren, als bei Flüchtlingskindern mit Eltern.

Aber auch dort ist Hilfe erforderlich, so Landrätin Antje Hochwind (SPD) heute im Kreisausschuss. Die Kinder müssen auf die Schule vorbereitet werden. Sie müssen lernen pünktlich und regelmäßig in die Schule zu gehen, denn auch für die Kinder gilt dann die Schulpflicht. Hier ist ein richtiges Training des Schulwesens notwendig, so Hochwind

Während in Artern und Sondershausen, laut Hochwind zwei Schulen besonders für die Ausbildung der Kinder eingesetzt werden (hier wird es sogar extra Klassen geben) müssen die Kinder in den anderen Schulen in bestehende Klassen integriert werden.

Es werden gezielt dazu Sprachkurse durchgeführt. In Oldisleben sei man dabei, dass Kinder und Eltern in der Sprache beschult werden. In den Gemeinschaftsunterkünften werden Deutschkurse durchgeführt, die sehr gut besucht werden.

Viel zu wenig werde in den Medien berichtet, so der leichte Vorwurf, dass es viele Freiwillige Helfer gäbe, die ehrenamtlich Deutschkurse geben.


Aber auch eine andere große Aufgabe steht an. Es gibt bereits 1.400 Ausländer im Landkreis, so Hochwind, die bereits eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Auch diese Personen müssen nun in den Arbeitsmarkt integriert werden. Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion Jens Krautwurst stellte die Frage nach der Integration und mahnte Maßnahmen dazu an.

Verwaltungsleiter Dr. Heinz Ulrich Thiele informierte, dass es schon einige Unternehmen gäbe, die Flüchtlinge ausbilden wollen. Vor allem syrische Flüchtlinge haben oft einen hohen Bildungsstand und und bekommen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Aufenthaltsrecht.

Abschließend stellte Hochwind fest, die Kooperation vor Ort bei der Organisation der Flüchtlingsunterbringung war bisher sehr gut, müsse aber auf Grund der aktuellen Situation nochmals verbessert werden.
Dazu hat Hochwind die Bürgermeister der Städte und Gemeinden am Montag in das Landratsamt eingeladen. Sie appellierte nochmals, sich der großen Herausforderung zu stellen.
Autor: khh

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