Schwellenhaushalte
Crash bei einer Zinswende?
Samstag, 12. September 2015, 09:46 Uhr
Wohneigentum ist in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase werden immer mehr Personen zu Bauherren. Doch Vorsicht ist geboten...
"Diese Entwicklung ist allerdings kritisch zu betrachten, da bei diesem Zinsniveau häufig auch Schwellenhaushalte nach einer Baufinanzierung suchen, die sich diese bei einem höheren Zinsniveau gar nicht oder nur bedingt leisten können", kommentiert Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.
Genau hier liegt das Problem: Haushalte die sich in der aktuellen Niedrigzinsphase Kreditraten gerade so leisten können, würden bei einer Zinswende vor dem Kollaps stehen. Bei einem Anstieg des Zinsniveaus können Raten schnell nicht mehr bedient werden und die Finanzierungen drohen zu platzen. Von Schwellenhaushalten wird dann gesprochen, wenn Familien Ratenzahlungen nur bei dem jetzigen niedrigen Zinsniveau nachkommen können, und die aktuelle Belastung schon die Schmerzgrenze darstellt.
Sie haben zwar ein geregeltes Einkommen und können Verpflichtungen nachkommen, doch große Rücklagen gibt es nicht. Diese Haushalte verfügen über wenig oder gar kein Eigenkapital. Außerdem ist es schwierig als Schwellenhaushalt eine passende Finanzierung zu erhalten und wenn sie eine finden, ist eine vollständige Tilgung nicht sichergestellt, da die Finanzierung womöglich bei einer Anschlussfinanzierung mit höheren Zinsen gefährdet ist.
Dies bedeutet, dass höhere monatliche Belastungen für solche Haushalte oft nicht tragbar sind. Spätestens wenn mit Ablauf der Zinsbindungsfrist nach etwa 10-15 Jahren die erste Anschlussfinanzierung fällig ist, wird es kritisch. Dann zeigt sich, wie es bei dem dann geltenden Zinsniveau mit dem Haushalt weitergeht, erklärt Scharfenorth weiter.
In Ballungszentren verschärft sich dieser Trend noch. Dort gibt es immer mehr Schwellenhaushalte, da die Preise der Immobilien in die Höhe schnellen. Ganz anders sieht es in Regionen mit Landflucht oft. Durch die sinkenden Immobilienpreise, können sich immer mehr Haushalte dort ein Eigenheim leisten. Allerdings zieht es mehr und mehr Menschen in die Städte und durch diesen Zentralisierungseffekt hin zu den Ballungsgebieten bluten ganze Flächen aus. Auch wenn der Wunsch nach einem Eigenheim groß ist und die Zinsen reizen, ohne eine gute Kalkulation geht es nicht. Damit aus dem Traum auch Wirklichkeit wird, berechnen Interessierte die Kosten, die auf sie zukommen, ganz einfach und schnell mit dem Baufinanzierungsrechner von Baufi24.de.
Autor: red"Diese Entwicklung ist allerdings kritisch zu betrachten, da bei diesem Zinsniveau häufig auch Schwellenhaushalte nach einer Baufinanzierung suchen, die sich diese bei einem höheren Zinsniveau gar nicht oder nur bedingt leisten können", kommentiert Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.
Genau hier liegt das Problem: Haushalte die sich in der aktuellen Niedrigzinsphase Kreditraten gerade so leisten können, würden bei einer Zinswende vor dem Kollaps stehen. Bei einem Anstieg des Zinsniveaus können Raten schnell nicht mehr bedient werden und die Finanzierungen drohen zu platzen. Von Schwellenhaushalten wird dann gesprochen, wenn Familien Ratenzahlungen nur bei dem jetzigen niedrigen Zinsniveau nachkommen können, und die aktuelle Belastung schon die Schmerzgrenze darstellt.
Sie haben zwar ein geregeltes Einkommen und können Verpflichtungen nachkommen, doch große Rücklagen gibt es nicht. Diese Haushalte verfügen über wenig oder gar kein Eigenkapital. Außerdem ist es schwierig als Schwellenhaushalt eine passende Finanzierung zu erhalten und wenn sie eine finden, ist eine vollständige Tilgung nicht sichergestellt, da die Finanzierung womöglich bei einer Anschlussfinanzierung mit höheren Zinsen gefährdet ist.
Dies bedeutet, dass höhere monatliche Belastungen für solche Haushalte oft nicht tragbar sind. Spätestens wenn mit Ablauf der Zinsbindungsfrist nach etwa 10-15 Jahren die erste Anschlussfinanzierung fällig ist, wird es kritisch. Dann zeigt sich, wie es bei dem dann geltenden Zinsniveau mit dem Haushalt weitergeht, erklärt Scharfenorth weiter.
In Ballungszentren verschärft sich dieser Trend noch. Dort gibt es immer mehr Schwellenhaushalte, da die Preise der Immobilien in die Höhe schnellen. Ganz anders sieht es in Regionen mit Landflucht oft. Durch die sinkenden Immobilienpreise, können sich immer mehr Haushalte dort ein Eigenheim leisten. Allerdings zieht es mehr und mehr Menschen in die Städte und durch diesen Zentralisierungseffekt hin zu den Ballungsgebieten bluten ganze Flächen aus. Auch wenn der Wunsch nach einem Eigenheim groß ist und die Zinsen reizen, ohne eine gute Kalkulation geht es nicht. Damit aus dem Traum auch Wirklichkeit wird, berechnen Interessierte die Kosten, die auf sie zukommen, ganz einfach und schnell mit dem Baufinanzierungsrechner von Baufi24.de.
