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„Magier und Meister des Fabulierens“

Samstag, 12. September 2015, 18:09 Uhr
So bezeichnete Susanne Knorr, Kunsthistorikerin und Laudatorin, Günter Jahn. Heute eröffnete die neue Ausstellung in Sondershausen unter der Thematik "Der magische Blick"...

Gezeigt werden 40 Werke aus dem Nachlass von Günther Jahn, davon 20 Grafiken und 20 Gemälde in Öl.

„Magier und Meister des Fabulierens“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Magier und Meister des Fabulierens“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Museumsdirektorin Christa Hirschler bei der Witwe von Günter Jahn, Gudrun Jahn, nicht nur weil diese Ausstellung ermöglicht wurde, sondern weil vor knapp einem Jahr (21.10.2014) Gudrun Jahn die 40 Werke dem Schlossmuseum und damit der Stadt Sondershausen kostenlos übereignet hat.

„Magier und Meister des Fabulierens“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Magier und Meister des Fabulierens“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Besonders bedeutend ist dabei das Gemälde "Eva im Paradies", denn es ist das letzte Gemälde, das Günter Jahn vor seinem Tod vollendet hatte. Das Gemälde ist Teil einer ganzen Reihe von Bildern zum Thema Eva.

Susanne Knorr brachte den Gästen die Ausstellung sehr schön rüber. Sie stellte fest, die Werke stammen aus verschiedenen Schaffensperioden und bewunderte Gudrun Jahn, mit welchem Einfühlungsvermögen sie die 40 Werke selbst ausgesucht. Der Gesamt Nachlass besteht aus 100 Werken.

Interessant auch, das Günter Jahn bereits zu DDR-Zeiten seine Werke im "Westen" ausstellen durfte (1967). Im Jahre 1962 hatte er mit großer Wahrscheinlichkeit seine erste Ausstellung im Schlossmuseum.

„Magier und Meister des Fabulierens“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Magier und Meister des Fabulierens“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nicht weit entfernt, gleich im ersten Saal, hängt auch das älteste Gemälde der Ausstellung "Kleines Theater" aus dem Jahre 1969. Knorr wartete mit interessanten Fakten auf. So sind im Werksverzeichnis von Günter Jahn 830 Werke aufgeführt.

Nicht nur Familienmitglieder der Familie Jahn weilten unter den Gästen, sondern Sohn Michael Jahn am Piano sorgte für die musikalische Begleitung, u.a. zum Abschluss der Eröffnung mit einem Werk von Haydn, dass Günter Jahn besonders gern hörte.

Der Blaue Saal von Schloss Sondershausen war heute sehr gut gefüllt, denn das Interesse der Sondershäuser war groß, welche Werke das Schlossmuseum in der Schenkung erhalten hatte und die Anerkennung der Besucher war hoch, wie kn in Gesprächen erfuhr. Die Stadt Sondershausen und das Schlossmuseum können stolz sein, diese beeindruckenden Werke in der Sammlung zu haben. Der Besuch ist in jedem Fall zu empfehlen.

Neben Gästen aus der Politik, so Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) und Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), war auch Künstler Gerd Mackensen zur Eröffnung erschienen.

Die Ausstellung im Schlossmuseum Sondershausen können Sie in der Zeit vom 12. September 2015 bis 3. Januar 2016 sehen. Die Ausstellung ermöglichte unter anderem die Sparkassen - Museumsstiftung für den Kyffhäuserkreis.
Autor: khh

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