Neues aus Sondershausen
Mittelalter-Spektakel beim WB 4
Mittwoch, 16. September 2015, 10:57 Uhr
Auf eine ganz besondere Erlebnisreise, zurück ins Mittelalter, ging es beim WB 4 der Volkssolidarität Sondershausen...
T. Leipold hatte für unsere Seniorengruppe und zusätzliche Gäste ein besonderes Spektakel organisiert. Mit Funktaxi Grambs ging es ab Busbahnhof los in Richtung Burgruine Hohnstein am Südrand des Harzes in der Nähe von Neustadt im Harz gelegen. Bitte verwechseln Sie die Burgruine nicht mir der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz.
Ja, Sie ahnen es wieder: Wenn Engel reisen …! Gestern, am Montag, noch Regen und heute wieder angenehmeres und freundlicheres Wetter, auch wenn auf dem Hohnstein der Wind doch recht kräftig pfiff. Das Team um Kai Prengel vom Burggasthof Hohnstein erwartete uns schon und so wurden wir in die erste Etage geleitet, wo die Tafeln für uns bereits vorbereitet und hergerichtet waren. Herr Kai Prengel begleitete uns mit mittelalterlicher Musik und Unterhaltung durch den Nachmittag, gespickt mit viel Witz und Humor, auch wenn dieser entsprechend der damaligen Zeit und Sitten manchmal auch etwas derber ausfiel. Es wurde viel und herzhaft gelacht.
Zum Auftakt spielte Herr Prengel auf der Sackpfeife um uns auf den mittelalterlichen Nachmittag einzustimmen und dann wurde mit Met (Honigwein) erst einmal auf die Gesundheit angestoßen. Kurzweilig und amüsant ging es weiter. Einige Gäste sollten auf mittelalterlichen Instrumenten spielen und zumindest brauchbare Töne entlocken, so zum Beispiel Christa Groß auf einer Schalmei frohlockende Melodien hervorzaubern, Herr Schuch das Ruf-Horn blasen (ohne alle dabei zu verschrecken). Hand-Schellen waren zum Klingen zu bringen, wie auch eine Vogelpfeife, die Trommel und die Klampfe (Zwei Saiten Zupfinstrument – Vorläufer z. B. der Gitarre).
All dies gehörte dann auch zur Begleitung bei der Verlesung der Tisch-Regularien, bevor dann die Speisen serviert wurden. Ein ganz besonderer Gag war auf dem so genannten Katsan, einem Katzenfell Miau-Töne zu entlocken, welches auf dem ausgestreckten Unterarm gelegt wurde und mit der anderen Hand über dieses Fell gestrichen wurde. Wir hatten wirklich Spaß dabei und es wurde herzhaft gelacht. Wie das funktioniert hat, das verrate ich hier nicht. Erleben Sie das doch selbst!
In Abwandlung eines Ritteressens hatte ich ein Drei Gänge Menü für unsere Senioren und Gäste vorbestellt. Als Vorspeise wurde eine köstliche, frische Kartoffelsuppe mit Croutons gereicht, als Hauptgang Tafelspitz mit Sahne-Meerrettich Soße, Kartoffeln und knackigem Bohnengemüse und als Dessert gab es Mango Sorbet an frischen Früchten mit Sahne. Es mundete allen köstlich. Ein ganz großes Lob an den Küchenchef und seine Helfer. Dazwischen immer wieder Unterhaltungseinlagen, Scherze, Späße. Natürlich wurde nach dieser köstlichen Völlerei ein Fruchtlikör als Absacker und Verdauerli gereicht.
Dabei haben wir aber auch gelernt, dass es Schnaps und Likör für das gemeine Volk erst ab etwa dem 18 Jahrhundert gegeben hat. Vorher waren Wein und andere alkoholische Getränke der Kirche und dem gehobenen Stande und Adel vorbehalten gewesen. Das Fußvolk, also die armen Schichten, kannte später nur ein Dünnbier (soll auch dem entsprechend geschmeckt haben). Viele Hollywood-Filme um die Zeit des Mittelalters, wie zum Beispiel auch Robin Hood malen da ein eher nicht typisches und unrealistisches Bild, von wegen Wein trinken bis zum Abwinken. Für das gemeine Volk war das Mittelalter doch eher eine karge und entbehrungsreiche Zeit.
An Tafelspitz war da gar nicht zu denken, eher an Haferbrei, einfache Suppen und andere Speisen mit verfügbaren Zutaten aus dieser Zeit. Selbst die Kartoffel als tolle Knolle kam ja erst nach der Eroberung Amerikas nach Europa und wurde anfangs als besondere botanische Kostbarkeit angebaut, ehe sie sich allmählich verbreitete und zu einer Hauptnahrungsquelle in Europa wurde (ab 1701 laut Wikipedia). Auch so ein besonderer Spektakel-Nachmittag neigt sich irgendwann dem Ende zu und so verabschiedete uns Herr Prengel mit einem Spiel auf der Sackpfeife.
Auf die Gesundheit
Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team des Burggasthofes Hohnstein, Funktaxi Grambs und allen Mitorganisatoren und -gestaltern für dieses besondere Spektakel.
Habe ich Sie nun neugierig gemacht? Dann verbringen Sie doch selbst eine angenehme Zeit auf der Burgruine Hohnstein und im Burggasthof. Viele Infos erhalten Sie unter www.burghohnstein.de.
T. Leipold
WB 4
Autor: khhT. Leipold hatte für unsere Seniorengruppe und zusätzliche Gäste ein besonderes Spektakel organisiert. Mit Funktaxi Grambs ging es ab Busbahnhof los in Richtung Burgruine Hohnstein am Südrand des Harzes in der Nähe von Neustadt im Harz gelegen. Bitte verwechseln Sie die Burgruine nicht mir der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz.
Ja, Sie ahnen es wieder: Wenn Engel reisen …! Gestern, am Montag, noch Regen und heute wieder angenehmeres und freundlicheres Wetter, auch wenn auf dem Hohnstein der Wind doch recht kräftig pfiff. Das Team um Kai Prengel vom Burggasthof Hohnstein erwartete uns schon und so wurden wir in die erste Etage geleitet, wo die Tafeln für uns bereits vorbereitet und hergerichtet waren. Herr Kai Prengel begleitete uns mit mittelalterlicher Musik und Unterhaltung durch den Nachmittag, gespickt mit viel Witz und Humor, auch wenn dieser entsprechend der damaligen Zeit und Sitten manchmal auch etwas derber ausfiel. Es wurde viel und herzhaft gelacht.
Zum Auftakt spielte Herr Prengel auf der Sackpfeife um uns auf den mittelalterlichen Nachmittag einzustimmen und dann wurde mit Met (Honigwein) erst einmal auf die Gesundheit angestoßen. Kurzweilig und amüsant ging es weiter. Einige Gäste sollten auf mittelalterlichen Instrumenten spielen und zumindest brauchbare Töne entlocken, so zum Beispiel Christa Groß auf einer Schalmei frohlockende Melodien hervorzaubern, Herr Schuch das Ruf-Horn blasen (ohne alle dabei zu verschrecken). Hand-Schellen waren zum Klingen zu bringen, wie auch eine Vogelpfeife, die Trommel und die Klampfe (Zwei Saiten Zupfinstrument – Vorläufer z. B. der Gitarre).
All dies gehörte dann auch zur Begleitung bei der Verlesung der Tisch-Regularien, bevor dann die Speisen serviert wurden. Ein ganz besonderer Gag war auf dem so genannten Katsan, einem Katzenfell Miau-Töne zu entlocken, welches auf dem ausgestreckten Unterarm gelegt wurde und mit der anderen Hand über dieses Fell gestrichen wurde. Wir hatten wirklich Spaß dabei und es wurde herzhaft gelacht. Wie das funktioniert hat, das verrate ich hier nicht. Erleben Sie das doch selbst!
In Abwandlung eines Ritteressens hatte ich ein Drei Gänge Menü für unsere Senioren und Gäste vorbestellt. Als Vorspeise wurde eine köstliche, frische Kartoffelsuppe mit Croutons gereicht, als Hauptgang Tafelspitz mit Sahne-Meerrettich Soße, Kartoffeln und knackigem Bohnengemüse und als Dessert gab es Mango Sorbet an frischen Früchten mit Sahne. Es mundete allen köstlich. Ein ganz großes Lob an den Küchenchef und seine Helfer. Dazwischen immer wieder Unterhaltungseinlagen, Scherze, Späße. Natürlich wurde nach dieser köstlichen Völlerei ein Fruchtlikör als Absacker und Verdauerli gereicht.
Dabei haben wir aber auch gelernt, dass es Schnaps und Likör für das gemeine Volk erst ab etwa dem 18 Jahrhundert gegeben hat. Vorher waren Wein und andere alkoholische Getränke der Kirche und dem gehobenen Stande und Adel vorbehalten gewesen. Das Fußvolk, also die armen Schichten, kannte später nur ein Dünnbier (soll auch dem entsprechend geschmeckt haben). Viele Hollywood-Filme um die Zeit des Mittelalters, wie zum Beispiel auch Robin Hood malen da ein eher nicht typisches und unrealistisches Bild, von wegen Wein trinken bis zum Abwinken. Für das gemeine Volk war das Mittelalter doch eher eine karge und entbehrungsreiche Zeit.
An Tafelspitz war da gar nicht zu denken, eher an Haferbrei, einfache Suppen und andere Speisen mit verfügbaren Zutaten aus dieser Zeit. Selbst die Kartoffel als tolle Knolle kam ja erst nach der Eroberung Amerikas nach Europa und wurde anfangs als besondere botanische Kostbarkeit angebaut, ehe sie sich allmählich verbreitete und zu einer Hauptnahrungsquelle in Europa wurde (ab 1701 laut Wikipedia). Auch so ein besonderer Spektakel-Nachmittag neigt sich irgendwann dem Ende zu und so verabschiedete uns Herr Prengel mit einem Spiel auf der Sackpfeife.
Auf die Gesundheit
Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team des Burggasthofes Hohnstein, Funktaxi Grambs und allen Mitorganisatoren und -gestaltern für dieses besondere Spektakel.
Habe ich Sie nun neugierig gemacht? Dann verbringen Sie doch selbst eine angenehme Zeit auf der Burgruine Hohnstein und im Burggasthof. Viele Infos erhalten Sie unter www.burghohnstein.de.
T. Leipold
WB 4












