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Wem dienen TTIP, CETA und TISA wirklich?

Dienstag, 22. September 2015, 06:55 Uhr
Warum schreiben Parteivorsitzende ihren Mitgliedern Briefe und bitten darin um Zustimmung in Sachen der Freihandelsabkommen? Dabei legen sie nicht einmal großen Wert auf die korrekte Auslegung der Verträge. Ein Leser der Nordthüringer Online-Zeitungen will damit nicht unbedingt sagen, dass sie bewusst lügen...


Nein, sie vergessen nur das eine oder andere zu erwähnen. Mit den Zahlen und den zu erwartenden Gewinnen, nehmen es die Großkopferten auch nicht allzu genau, wie einige Bespiele zeigen.

Nehmen wir doch nur einmal den Bundestagspräsidenten, ein Mann namens Norbert Lammert. Er musste auf einen gewissen Druck der Öffentlichkeit hin, seine Falschaussagen zu TTIP und den anderen eingefädelten Verträgen zurücknehmen. (nnz 08.05.2015 09:30) Zur selben Zeit sahen sich auch der BDI (Bundesverband der deutschen Industrie), der VDA (Verband der deutschen Automobilindustrie) und die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) gezwungen, ihre Aussagen zu korrigieren.

Ein Herr Gabriel (Vizekanzler) glaubt er sei ein Genie. Auf seinen Brief an seine Parteigenossen, möchte ich nicht näher eingehen. Der Mann gaukelt den Bürgern vor, er würde mit aller Schärfe gegen die Missstände, die TTIP, CETA und TISA mit sich bringen, vorgehen. Besonders läge ihm die Installierung der Schiedsgerichte am Herzen. Er schlägt vor, die Schiedsgerichte durch Handelsgerichtshöfe zu ersetzen. Glaubt der Vizekanzler wirklich, durch eine Namensänderung das Volk in die Irre führen zu können. Wenn er so etwas glaubt, müssen wir ihn eines Besseren belehren.

Die Wirtschaft und ihre politischen Handlanger fahren zurzeit sehr große Geschütze auf, um das Volk gefügig zu machen. Sie überhäufen die Bürger mit PR-Kampagnen. Darin preisen sie die angeblichen Vorteile an, die TTIP, CETA und TISA mit sich bringen. Sie vergessen nur genau zu erläutern, wer von diesen Vorteilen profitiert, mit Sicherheit nicht das einfache Volk. Diesem Wahnsinn der so genannten Freihandelsverträge sollten alle Bürger Europas Einhalt gebieten.

Genau aus diesem Grund lade ich alle betroffenen und interessierten Bürger ein, am 10. Oktober 2015 in Berlin gegen diesen absurden Wahnsinn zu demonstrieren . An- und Abreise werden von Bussen übernommen, die Kosten hierfür trägt der DGB. Sie, liebe Leserinnnen und Leser haben nur eins zu tun, sie müssen sich rechtzeitig in einem Mitgliederbüro der Gewerkschaft anmelden. Das geht natürlich auch telefonisch oder per Mail unter 03631/60850 oder nordhausen@igbau.de.

Ich kann nur jedem, der genug von Ausbeutung und Bevormundung hat, empfehlen, in Berlin Flagge zu zeigen. Eins ist sicher: Nur gemeinsam sind wir stark. Wir müssen zusammenstehen. Sagt das die Kanzlerin nicht auch? Sie meint es allerdings nur im Zusammenhang mit ihrer Flüchtlingspolitik. Wer sich nicht wehrt, der muss sich mit dem zufriedengeben was er bekommt und soll den Mund halten.
Harald Buntfuß, Nordhausen
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Autor: red

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