Kulturszene aktuell
Abschied mit einem lachenden und einem weinendem Auge
Dienstag, 22. September 2015, 19:45 Uhr
Lange haben der Verein Freunde der Großen-Strobel-Orgel und die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bad Frankenhausen auf diesen Termin hingearbeitet. Es wurde Abschied von der Strobelorgel in Bad Frankenhausen genommen…
Am Tag des offenen Denkmals war es endlich soweit. Es wurde zum Abschied von der Großen-Strobel-Orgel in die Unterkirche eingeladen. Frau Hannelore Zimmer hatte extra einen Blumenschmuck im Altarraum kombiniert, an dessen Fuß die Früchte der Orgel ausgebreitet waren.
Kantorin Laura Schildmann begann die Abschiedsrunde mit einer Orgelmatinee. Zu hören waren Werke von Johann Gottfried Walther, Georg Philipp Telemann, John Stanley, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Franz Wagner. Noch einmal versuchte Kantorin Schildmann gekonnt aus der alten Dame Strobelorgel alles an Tönen hervorzulocken. Doch konnte man auch wahrnehmen, daß die Orgel einer dringenden Sanierung bedarf. Damit die Wartezeit bis zum Neubeginn mit der Orgel nicht zu lang wird, ist ab Oktober eine CD mit den von Kantorin Schildmann gespielten Werken erwerbbar, damit soll ein weiterer finanzielle Beitrag für den aufzubringenden Eigenanteil geleistet werden.
Anschließend gab es für rund 50 angemeldete Besucher das 3-Gänge-Orgelmenü. Kantorin Schildmann hatte schon 2014 alle im Orgelprospekt vorkommenden Früchte und Gemüsesorten erfasst und Superintendent Bálint um einen Menüvorschlag gebeten. Als gelernter Koch ließ er sich nicht lange bitten. So konnte schon im Herbst 2014 anläßlich des 200. Geburtstages von Strobel die Vor- und Nachspeise des Strobel-Menüs ausprobiert werden. Dieses Mal gab es das Gericht komplett und alle waren des Lobes voll. Da schon mehrfach nach dem Rezept gefragt wurde, wird der Orgelverein dies in einer schönen Form zu Papier bringen und es demnächst gegen eine Spende für die Orgel abgeben.
Nach der musikalischen und leiblichen Stärkung begaben sich die Besucher zur Orgelempore. Einige nutzen noch einmal einen Blick in das Orgelinnere, wo die Pfeifen wie die Orgelpfeifen hintereinander aufgereiht stehen.
Nach einer kurzen Erläuterung schritt der Vertreter der Firma Eule (Bautzen) zur Tat und nahm aus dem untersten Prospektfeld (neben dem Spieltisch) vorsichtig nacheinander die einzelnen Pfeifen heraus und stellte sie vorsichtig in der Ecke der Orgelempore ab. Durch das leere Feld konnten dann die Besucher auch Teile der Mechanik erspähen.
Da an diesem Tag des offenen Denkmals auch der 5. Orgeltag in Deutschland begangen wurde, recherchierte der MDR Thüringen Journal und fand in den Medien die Ankündigung vom Strobel-Orgel-Abschied. So wurde die gesamte Veranstaltung von der Fernsehkamera begleitet und am Abend konnte man im Rahmen von 30 Sekunden einige Impressionen verfolgen.
Ende Oktober / Anfang November wird die Firma Eule den Ausbau der Orgel zu etwa 90 % vornehmen. Wahrscheinlich wird der große Doppelblasebalg vor Ort saniert (ansonsten müsste sonst ein Schwerlasttransport bestellte werden).
Für die nächsten 3 bis 4 Jahre werden die Besucher nur den Prospekt mit den leeren Feldern sehen.
Für Kantorin Schildmann ist es nicht einfach für etwa vier Jahre auf die Strobelorgel zu verzichten. Es steht ihr nur die einmanualige kleine Strobelorgel und ein von der Oldislebener Kirchgemeinde elektronisches Instrument mit Pedal zur Verfügung.
In der Hoffnung, daß sich weiterhin viele ehrenamtliche Helfer für mancherlei Aktionen und Sponsoren für die Sanierung der Großen-Strobel-Orgel engagieren, gehen Kirchgemeinde und Orgelverein optimistisch in die nächste Zeit. Sie danken den zahlreichen Freunden der Großen-Strobel-Orgel, die mit vielerlei Unterstützung die vorbereitenden Arbeiten für die kommende Sanierung begleiteten.
Als Motto darf gelten: Damit das Mögliche entsteht, muß immer wieder das Unmögliche versucht werden. (Herrmann Hesse, deutscher Schriftsteller).
Text: Peter Zimmer / Bad Frankenhausen
Fotos: Andreas Ernst / Bad Frankenhausen
Autor: khhAm Tag des offenen Denkmals war es endlich soweit. Es wurde zum Abschied von der Großen-Strobel-Orgel in die Unterkirche eingeladen. Frau Hannelore Zimmer hatte extra einen Blumenschmuck im Altarraum kombiniert, an dessen Fuß die Früchte der Orgel ausgebreitet waren.
Kantorin Laura Schildmann begann die Abschiedsrunde mit einer Orgelmatinee. Zu hören waren Werke von Johann Gottfried Walther, Georg Philipp Telemann, John Stanley, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Franz Wagner. Noch einmal versuchte Kantorin Schildmann gekonnt aus der alten Dame Strobelorgel alles an Tönen hervorzulocken. Doch konnte man auch wahrnehmen, daß die Orgel einer dringenden Sanierung bedarf. Damit die Wartezeit bis zum Neubeginn mit der Orgel nicht zu lang wird, ist ab Oktober eine CD mit den von Kantorin Schildmann gespielten Werken erwerbbar, damit soll ein weiterer finanzielle Beitrag für den aufzubringenden Eigenanteil geleistet werden.
Anschließend gab es für rund 50 angemeldete Besucher das 3-Gänge-Orgelmenü. Kantorin Schildmann hatte schon 2014 alle im Orgelprospekt vorkommenden Früchte und Gemüsesorten erfasst und Superintendent Bálint um einen Menüvorschlag gebeten. Als gelernter Koch ließ er sich nicht lange bitten. So konnte schon im Herbst 2014 anläßlich des 200. Geburtstages von Strobel die Vor- und Nachspeise des Strobel-Menüs ausprobiert werden. Dieses Mal gab es das Gericht komplett und alle waren des Lobes voll. Da schon mehrfach nach dem Rezept gefragt wurde, wird der Orgelverein dies in einer schönen Form zu Papier bringen und es demnächst gegen eine Spende für die Orgel abgeben.
Nach der musikalischen und leiblichen Stärkung begaben sich die Besucher zur Orgelempore. Einige nutzen noch einmal einen Blick in das Orgelinnere, wo die Pfeifen wie die Orgelpfeifen hintereinander aufgereiht stehen.
Nach einer kurzen Erläuterung schritt der Vertreter der Firma Eule (Bautzen) zur Tat und nahm aus dem untersten Prospektfeld (neben dem Spieltisch) vorsichtig nacheinander die einzelnen Pfeifen heraus und stellte sie vorsichtig in der Ecke der Orgelempore ab. Durch das leere Feld konnten dann die Besucher auch Teile der Mechanik erspähen.
Da an diesem Tag des offenen Denkmals auch der 5. Orgeltag in Deutschland begangen wurde, recherchierte der MDR Thüringen Journal und fand in den Medien die Ankündigung vom Strobel-Orgel-Abschied. So wurde die gesamte Veranstaltung von der Fernsehkamera begleitet und am Abend konnte man im Rahmen von 30 Sekunden einige Impressionen verfolgen.
Ende Oktober / Anfang November wird die Firma Eule den Ausbau der Orgel zu etwa 90 % vornehmen. Wahrscheinlich wird der große Doppelblasebalg vor Ort saniert (ansonsten müsste sonst ein Schwerlasttransport bestellte werden).
Für die nächsten 3 bis 4 Jahre werden die Besucher nur den Prospekt mit den leeren Feldern sehen.
Für Kantorin Schildmann ist es nicht einfach für etwa vier Jahre auf die Strobelorgel zu verzichten. Es steht ihr nur die einmanualige kleine Strobelorgel und ein von der Oldislebener Kirchgemeinde elektronisches Instrument mit Pedal zur Verfügung.
In der Hoffnung, daß sich weiterhin viele ehrenamtliche Helfer für mancherlei Aktionen und Sponsoren für die Sanierung der Großen-Strobel-Orgel engagieren, gehen Kirchgemeinde und Orgelverein optimistisch in die nächste Zeit. Sie danken den zahlreichen Freunden der Großen-Strobel-Orgel, die mit vielerlei Unterstützung die vorbereitenden Arbeiten für die kommende Sanierung begleiteten.
Als Motto darf gelten: Damit das Mögliche entsteht, muß immer wieder das Unmögliche versucht werden. (Herrmann Hesse, deutscher Schriftsteller).
Text: Peter Zimmer / Bad Frankenhausen
Fotos: Andreas Ernst / Bad Frankenhausen





