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Kommunalpolitik

Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis

Donnerstag, 24. September 2015, 14:55 Uhr
Auf einer Fachtagung in der Regelschule Bad Frankenhausen wurde jüngst eine Zwischenbilanz gezogen. Hier kn mit den Einzelheiten...


Als einer der Kooperationspartner der Jugendberufsagentur Kyffhäuserkreis organisierte das Jugend- und Sozialamt als örtlicher Träger der schulbezogenen Jugendsozialarbeit am 16.09.2015 eine Fachtagung. Der Einladung folgten knapp 50 Schulleiter/innen, Beratungslehrer/innen, Schulsozialarbeiterinnen, Fachkräfte der Jugendsozialarbeit und Akteuren der Arbeitsmarktpolitik und -verwaltung, welche zwei Schwerpunkte diskutieren wollten:

- Welche Zwischenbilanz können wir aus zwei Jahren Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis ziehen und was ist für die Zukunft wichtig?

- Was können wir gemeinsam zur Reduzierung der Schüler ohne Hauptschulabschluss im Landkreis tun?

Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis  (Foto: Privat) Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis (Foto: Privat)

In ihren Grußworten ging Frau Dr. Marion Malz vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport auf die Gelingenskriterien erfolgreichen Lernens ein und versuchte, mögliche Gründe für und Mittel gegen mangelnden Schulerfolg herzuleiten. Ergänzend stellte sie kurz Unterstützungsangebote vor, die im Land Thüringen bei (drohendem) Misserfolg in der Schule vorhanden sind, so zum Beispiel auch die schulbezogene Jugendsozialarbeit, kurz Schulsozialarbeit, welche seit August 2013 im Kyffhäuserkreis umgesetzt wird.

Dr. Bernd-Uwe Althaus, Leiter des Staatlichen Schulamtes Nordthüringen, ging auf die Chancen des Zusammenspiels der Schul- und Sozialpädagogik ein und beschrieb die Schulsozialarbeit als „eine Aufgabe, die dauerhaft vorhanden und geleistet werden müsse“. Fehle es dem Landesprogramm Schulsozialarbeit an Perspektive und Nachhaltigkeit, sei das sehr nachteilig für die beteiligten Schulen sowie die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern.

Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis  (Foto: Privat) Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis (Foto: Privat)

Kerstin Fieber-Martin von ORBIT e.V., welche das Landesprogramm thüringenweit fachlich begleiten, gab einen aktuellen Stand zur Schulsozialarbeit in Thüringen und stellte Arbeits- und Tätigkeitsschwerpunkte mit Blick auf das gesamte Bundesland vor.

Janin Panse vom Jugend- und Sozialamt des Kyffhäuserkreises gab einen Einblick in die praktische Arbeit der Schulsozialarbeiter in den vergangenen zwei Jahren. Neben den Ausführungen zu den organisatorischen Rahmenbedingungen stellte sie auch die Tätigkeitsfelder und die thematischen Schwerpunkte vor. Auch ein paar Zahlen und Graphiken durften nicht fehlen, um die gute und verlässliche Arbeit der neun Schulsozialarbeit im Landkreis zu beschreiben. So hatten die Schulsozialarbeiter an den sechs Regelschulen, zwei Gemeinschaftsschulen und dem Berufsschulzentrum im Zeitraum September 2013 bis Juli 12015 z.B. 2.698 Beratungen mit Schülern, 1.430 Einzelfallhilfen mit intensiver Begleitung und Betreuung fanden statt und 264 Krisensituationen wurden gelöst. Mit insgesamt 1.500 Eltern arbeiteten sie zusammen und ca. 2.500 Mal gab es gemeinsame Projekte, Termine und Angebote mit den Lehrern an den jeweiligen Schulen.

Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis  (Foto: Privat) Zwei Jahre Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis (Foto: Privat)

Eine positive Bilanz, die zeigt, dass die Schulsozialarbeit in den Schulen angekommen ist, gebraucht wird und zwingend weiter bestand haben muss.

In den anschließenden Thementischen, an denen über

- die ESF-Schulförderrichtlinie
- Möglichkeiten und Verbesserungspotenziale der schulbezogenen Jugendsozialarbeit
- das Projekt „JUGEND STÄRKEN im Quartier“, welches mit dem Baustein „2. Chance für - Schulverweigerer“ mit schulverweigernden/-müden Jugendlichen arbeitet und
- Möglichkeiten der Berufsberatung

diskutiert werden konnte, ergaben sich Anregungen, wie alle Akteure gemeinsam im Handlungsfeld der schulbezogenen Jugendsozialarbeit weiter machen sollte.

Die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind, die Fachbereichsleiterin Soziales, Sabine Bräunicke, und die lokale Koordinierungsstelle, vertreten durch Janin Panse, möchten auf diesem Weg noch einmal einen herzlichen Dank an alle Schulsozialarbeiter für die geleistete Arbeit aussprechen und wünschen sich, dass die erfolgreich Arbeit fortgesetzt werden kann.
Autor: khh

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