kn-Forum
Oh je, die SPD
Freitag, 25. September 2015, 11:36 Uhr
Mit großer Verwunderung und Interesse verfolge ich die Berichterstattung um die Abwahl der ersten Beigeordneten in Sondershausen und die Situation der SPD. Unter oben genannte Überschrift erreichte kn dieser Leserbrief...
Solange ist es nicht her, dass ich große Hochachtung vor dieser einst stolzen Volkspartei, ihren Verdiensten und insbesondere ihrer Haltung in wichtigen Fragen hatte. Dies ist jedoch Vergangenheit! Das aktuelle Straucheln ist insbesondere ihren uncharismatischen und oftmals unvermögenden Politikern zuzuschreiben.
Kurze Zeit, nachdem die SPD ohne jegliches Feingefühl auf Landesebene Leute mit Stasivergangenheit aus purem Machtinteresse zur regierenden Partei gemacht hat, ist nun in unserem beschaulichen Sondershausen der nächste Akt zu bestaunen, in dem es um nichts anderes als die pure Macht geht.
Ja, mit den Maßnahmen der Stadtpolitik werden den Bürgern mehr finanzielle Beiträge für verschiedenste Leistungen abverlangt. Für alle war zu verfolgen, dass im Rathaus auch viele Arbeitsstellen abgebaut werden sollen um Geld zu sparen. Und ja, ich halte es für richtig, Ausgaben unter die Lupe zu nehmen. Wenn nun ein mutiger Kreis von Stadträten entscheidet, nicht nur bei Arbeitsstellen anderer, sondern auch bei politischen sehr kostenintensiven Posten zu sparen, so ist das ein denknotwendiger Schritt.
Wenn nun aber SPD-Stadträte auch in den eigenen Reihen sparen wollen, so verdient das höchsten Respekt und keine verbalen Knüppel, wie jüngst von Frau Marx, Frau Hilprecht und anderen rausgeholt, da hier endlich mal ein Gegensatz zur sonstigen Selbstbedienungsmentalität gesetzt wird.
In den Äußerungen der SPD-Vorderen wird eine sehr seltsame Demokratieauffassung offenbar. Sparen ja, bitte aber bei Angestellten und um Himmels Willen nicht bei SPD-Genossen. Anstatt den mutigen Leuten, die im Interesse der Bürger handeln, wie es ihr Amt verlangt, den Rücken zu stärken, werden Auseinandersetzungen angedroht. Was hat das Handeln dieser Stadträte mit stalinistischen Zügen zu tun? Nichts!
Ich bitte Sie jedoch, liebe SPD-Genossen, die Sie nur auf Ihre Einflussmöglichkeiten bedacht sind, Ihre Äußerungen auf eben diese stalinistischen Züge zu überprüfen. Ich denke hier werden Sie eher fündig, als bei pflichtbewussten Stadträten mit einem Gewissen, was man Ihnen jedoch nicht mehr zuschreiben kann.
Liebe SPD, mit solchen Leuten, denen es ganz offensichtlich lediglich nur um Positionen geht, wird man die verlorene Achtung und den politischen Erfolg nicht mehr zurückgewinnen. Ich wünsche mir, dass künftig alle Politiker weniger an Versorgung und Posten denken, sondern mehr an die Interessen der Bürger. Bitte entsenden Sie Persönlichkeiten in die wichtigen Positionen, vor denen man auch Achtung haben kann.
Ich würde mich freuen, künftig derartige unqualifizierte Äußerungen, wie jüngst von Frau Marx und Frau Hilprecht, nicht mehr wahrnehmen zu müssen. Vielleicht bin ich ein Relikt aus vergangenen Zeiten, aber nach meiner Auffassung sollen Stadträte im Interesse der Stadt handeln und nicht im Interesse von Parteivertretern, die ohne ihre Positionen einen offenbar unerträglichen Phantomschmerz erleiden.
Dr. Ralf Scherzer
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
