Finanzierung der Thüringer Hochschulen
ver.di fürchtet Standortschließungen
Donnerstag, 01. Oktober 2015, 15:46 Uhr
Die Gewerkschaft ver.di erwartet, dass die Finanzierung der Thüringer Hochschulen auf eine solide Basis gestellt wird, so Anne Voß, Fachbereichsleiterin ver.di. Derzeit wird in einer sog. Rahmenvereinbarung IV die Finanzierung der Hochschulen für die Jahre 2016 bis 2020 geregelt...
Waren sich Rektoren und Präsidenten, Fach- und Finanzministerium 2014 nach einem harten Konsolidierungskurs noch einig, dass es einen regelmäßigen Aufwuchs von insgesamt 4 % oberhalb der erwartbaren wissenschaftsspezifischen Tarif- und Kostensteigerungen geben soll, scheint dieser Kompromiss nun zu bröckeln. Hinzu kommt, dass die Thüringer Hochschullandschaft mit der Gründung der Dualen Hochschule um eine Hochschule reicher wird, die künftig ebenfalls Anspruch auf ein Budget aus demselben Topf hat.
Nicht genug damit, dass der bereits 2013 durch die Landesregierung verordnete Abbau von insgesamt 350 Stellen einzelne Hochschulen vor große Herausforderungen stellt: Werden die Zusagen vom Frühjahr 2014 nicht eingelöst oder sollten spitzfindige Gegenrechnungen die Hochschulhaushalte weit höher belasten als zu erwarten war, so könnte sich sehr bald die Frage stellen, ob alle dann 10 Hochschulen in der bestehenden Form aufrecht erhalten werden können, so Voß weiter.
Wir fürchten darüber hinaus, dass eine völlig unzureichende Finanzierung die gute Entwicklung der Thüringer Hochschullandschaft gefährdet und eine mögliche Excellenz nahezu ausschließt. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, nicht das Tafelsilber zu verschleudern, wenn man damit Gefahr läuft, dass nicht nur die Hochschullandschaft des Freistaates damit rasant an Attraktivität verliert
Die Thüringer Hochschulen sind durchaus international sichtbar und ein Aushängeschild für unser Bundesland. Dies muss gefördert und nicht durch enge Haushaltsvorgaben in Qualität und Qualität eingeschränkt werden, so Voß abschließend.
Autor: redWaren sich Rektoren und Präsidenten, Fach- und Finanzministerium 2014 nach einem harten Konsolidierungskurs noch einig, dass es einen regelmäßigen Aufwuchs von insgesamt 4 % oberhalb der erwartbaren wissenschaftsspezifischen Tarif- und Kostensteigerungen geben soll, scheint dieser Kompromiss nun zu bröckeln. Hinzu kommt, dass die Thüringer Hochschullandschaft mit der Gründung der Dualen Hochschule um eine Hochschule reicher wird, die künftig ebenfalls Anspruch auf ein Budget aus demselben Topf hat.
Nicht genug damit, dass der bereits 2013 durch die Landesregierung verordnete Abbau von insgesamt 350 Stellen einzelne Hochschulen vor große Herausforderungen stellt: Werden die Zusagen vom Frühjahr 2014 nicht eingelöst oder sollten spitzfindige Gegenrechnungen die Hochschulhaushalte weit höher belasten als zu erwarten war, so könnte sich sehr bald die Frage stellen, ob alle dann 10 Hochschulen in der bestehenden Form aufrecht erhalten werden können, so Voß weiter.
Wir fürchten darüber hinaus, dass eine völlig unzureichende Finanzierung die gute Entwicklung der Thüringer Hochschullandschaft gefährdet und eine mögliche Excellenz nahezu ausschließt. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, nicht das Tafelsilber zu verschleudern, wenn man damit Gefahr läuft, dass nicht nur die Hochschullandschaft des Freistaates damit rasant an Attraktivität verliert
Die Thüringer Hochschulen sind durchaus international sichtbar und ein Aushängeschild für unser Bundesland. Dies muss gefördert und nicht durch enge Haushaltsvorgaben in Qualität und Qualität eingeschränkt werden, so Voß abschließend.
