Kommunalpolitik
Bewerbung für neues Modellvorhaben nahm erste Hürde
Mittwoch, 07. Oktober 2015, 23:02 Uhr
Im Kreisausschuss nahm die Bewerbung des Kyffhäuserkreises für das Modellvorhaben Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe heute die erste Hürde, denn bei dem Modellvorhaben könnte es 100.000 Euro pro Jahr geben...
Der Kreistag empfahl einstimmig und unterstützt die Bewerbung des Kyffhäuserkreises für das Modellvorhaben des Bundesinstitutes für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR) Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe. Als zentraler Schwerpunkt soll dabei die mittel- und langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs unter Beachtung der Wechselwirkungen mit anderen Schwerpunkten der Regionalentwicklung bearbeitet werden. Zum Stand der Umsetzung des Modellvorhabens ist der Kreistag regelmäßig zu informieren.
Aus der Begründung der Landrätin Antje Hochwind (SPD)
Der Kyffhäuserkreis ist einer der Landkreise in Deutschland, der am stärksten von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen war und ist. Zahlreiche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der Europäischen Union, des Bundes und des Landes ergriffen, um die Datenlage zu verdichten und um Anpassungsstrategien zu entwickeln bzw. umzusetzen.
Die Entwicklung und die Vorausschau für die kommenden Jahre zeigen, dass dieser Prozess jedoch nicht abgeschlossen und zugleich mit neuen Herausforderungen verbunden ist. Eine solche neue Herausforderung ist die mittel- und langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs in unserem Landkreis.
Das BBSR hat unlängst das Modellvorhaben Lebendige Regionen – aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe auf den Weg gebracht, welches u.a. die Fachkräftesicherung als möglichen Schwerpunkt vorsieht. Bewerbungsschluss für das der eigentlichen Bewerbung vorgeschaltete Einreichen der Projektskizzen mittels Interessenbekundungsverfahren ist der 24. November 2015, 12.00 Uhr.
Die Kreisverwaltung beabsichtigt, sich an diesem Modellverfahren zu beteiligen und das Thema Fachkräftesicherung in den Mittelpunkt der Bewerbung zu stellen. Erarbeitet wird die Projektskizze federführend durch das Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung. Zusätzliche Kosten entstehen hierdurch nicht.
Sofern unsere Bewerbung erfolgreich ist, stehen uns für max. 4 Jahre p.a. 100.000 EUR zur Verfügung. Bei Bedarf können diese Mittel anteilig (ca. 25 Prozent) auch für eine wissenschaftliche Begleitforschung eingesetzt werden. Dabei ist auch eine Kooperation mit der Hochschule Nordhausen zu prüfen.
Als wichtiges Steuerungsgremium für die Umsetzung eines solchen Modellvorhabens könnte die Lenkungsgruppe Regionalmanagement agieren.
Mit der Unterstützung und Empfehlung der Bewerbung durch den Kreistag wird ein wichtiges politisches Signal gesetzt, dass diese Umsetzung dieses Modellvorhabens ausdrücklich gewünscht und befürwortet wird.
In der Diskussion unterstrich Hochwind nochmals, wir müssen nicht nur zeigen, dass wir Gewerbegebiet haben, wie jüngst auf der Expo Real, sondern auch hochqualifizierte Arbeitskräfte im Kreis haben. Weitere wesentliche Diskussionen gab es nicht.
