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Asylpolitik

Ausbildung von Flüchtlingskindern

Sonntag, 11. Oktober 2015, 09:00 Uhr
Erklärung der bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen. Georg Wacker, Vorsitzender der bildungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen und der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Thüringen, Christian Tischner: "Die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für die Flüchtlinge im Kinder- und Jugendalter ist von höchster Priorität". Dazu diese Meldung...

"Die Zuwanderung schulpflichtiger Flüchtlinge ist die größte bildungspolitische und pädagogische Herausforderung seit der Jahrtausendwende", darüber waren sich die bildungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen aller Länder bei ihrer Herbsttagung am 25./26. September in München rasch einig. Jetzt gelte es die richtigen Schritte zu gehen, damit Schule ihren Beitrag für eine gelingende Integration der Flüchtlinge im Kinder- und Jugendalter leisten könne. Die einstimmig verabschiedete Erklärung, Rahmenbedingungen für erfolgreiche Beschulung von Flüchtlingskindern' berücksichtige sowohl die pädagogische-fachliche Herausforderung der Lehrkräfte wie auch die notwendige inhaltliche Orientierung, die für eine funktionierende Integration zwingend erforderlich sei", erklärte der Vorsitzende der bildungspolitischen Sprecherrunde der Landtagsfraktionen von CDU/CSU, Georg Wacker, und der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Thüringen, Christian Tischner, am 9. Oktober.

Tischner weiter: "Das Beherrschen der deutschen Sprache ist für uns der entscheidende Schlüssel für eine schnelle Integration der Flüchtlingskinder mit ihrem schweren Rucksack. Es bedarf jetzt eines tatkräftigen Zupackens der verantwortlichen Kultusminister, um hier nicht eine große Chance zu verpassen. Bislang fristet das Thema Schule eher ein Schattendasein, andere Themen dominieren derzeit die Debatte. Es sei wichtig für die Integration, dass Lehrerinnen und Lehrer die notwendige Qualifizierung und Unterstützung erfahren. Der Umgang mit teilweise schwer traumatisierten Kindern und Jugendlichen - teilweise ohne Eltern - bedürfe einer besonderen Herangehensweise sowie der Einbeziehung von Spezialisten wie Schulpsychologen, Schulsozialarbeiter und Traumatherapeuten."

Junge Menschen, die voraussichtlich längerfristig oder dauerhaft bei uns bleiben, bräuchten für ihre Integration möglichst frühzeitig eine umfassende Förderung. "Sprache ist der entscheidende Schlüssel für die Integration - aber ebenso wichtig ist die Vermittlung von altersgemäßer Alltagskompetenz. Flüchtlinge im Kindes- und Jugendalter bedürfen auch der Orientierung: Für eine gelingende Integration ist es von großer Wichtigkeit, dass jungen Flüchtlingen in der Schule auch die Anerkennung und Akzeptanz der auf christlich-jüdisch-abendländischer Tradition beruhenden Rechts- und Gesellschaftsordnung vermittelt wird. Das ist das Fundament für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland. Hierin liegt ein hohes Maß an sozialer Brisanz", so Tischner abschließend.


Hintergrund:
Gemeinsame Erklärung "Rahmenbedingungen für erfolgreiche Beschulung von Flüchtlingskindern", die auf der Tagung der bildungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen am 25. und 26. September 2015 in München einstimmig verabschiedet wurde.
Autor: khh

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