Sondershausen
WB 4 besuchte Burg Scharfenstein im Eichsfeld
Mittwoch, 21. Oktober 2015, 00:55 Uhr
Bereits am 5. Juli 2011 waren wir schon einmal mit unserer Gruppe auf der Burganlage zu Gast. Jetzt schaute man wieder vorbei...
Damals waren etliche Teile der Vorburg schon restauriert und saniert. Damals konnten wir bereits das Burg-Standesamt besichtigen, Blicke in die Burgkapelle werfen und man war daran die Tenne (Stallungen und Heuboden) zu sanieren und fertig zu stellen. Jetzt befindet sich dort unter anderem ein großer Festsaal für vielfältige Veranstaltungen und Darbietungen, wie Konzerte, Aufführungen, Buchlesungen und vieles mehr.
Frau Lagemann, die uns durch die Burganlage führte, konnte über weitere Baufortschritte und besondere Funde berichten. So wurden zum Beispiel Teile einer Rundmauer im Burgfundament der Hauptburg freigelegt und weitere Entdeckungen gemacht. Viele dieser Funde werden dynamisch in die Bauplanung und Ausführung unter Leitung von Frau Dr. Löffler einbezogen, so dass sie dann auch für die Besucher weiterhin sichtbar sind.
Es wurden auch zwei Burgfriede (Runde Wehrtürme) gefunden, wobei man bei einem dieser Rundtürme der Auffassung sei, dass er eventuell nicht zu Ende gebaut wurde. Im unteren Teil befinden sich alte Risse, die darauf hindeuten, dass bereits in der Bauzeit Probleme mit der Standsicherheit und Statik aufgetreten seien. Dieses sie bei einem Untergrund unter anderem aus Muschelkalk nicht außergewöhnlich.
Frau Lagemann berichtete, dass diese Burg zu DDR Zeiten auch ein Ferienlager von SOLIDOR in Heiligenstadt gewesen sei. Denkmalschutz wurde hier damals nicht betrieben und so wurden auch Wände mit Ziegelsteinen zugemauert. Das sei in gewisser Weise im Nachgang sogar vorteilig gewesen. So kamen hinter solchen Verblendungen und Zu-Mauerungen bauliche Schätzchen zu Tage, die dadurch nun gerettet werden konnten. Im Erdgeschoss der alten Hauptburg konnten wir unter anderem auch alte achteckige Balken sehen, die in das Tragwerk für die Deckenkonstruktionen eingebunden sind.
Vergleichbares habe ich sonst noch nirgends entdecken können. Auch diese sollen nach Möglichkeit so erhalten und restauriert werden.
Die Burg Scharfenstein hier im Eichsfeld versteht sich als ein Begegnungszentrum mit sehr vielen Möglichkeiten, so Frau Lagemann. Dieses Zentrum wird weiter ausgebaut, was aber sehr viel Geld kostet. Man sie auch noch auf der Suche nach weiteren Investoren und Sponsoren.
Auf dem Burghof befindet sich eine Bronzeglocke in einem eisernen Gestell. Der Klöppel dieser Glocke wurde beim Besuch des Papstes Benedikt XVI. am 23.9.2011 im Eichsfeld ebenfalls gesegnet. Die Glocke trägt auch entsprechende Aufschriften. In der Burg-Kapelle zeigte uns Frau Lagemann stolz auch den Altar und das Altarbild. Hier können Gottesdienste, Andachten abgehalten werden, aber leider nicht in katholischer Konfession. Nach ihrer Aussage wollte man diese Kapelle zum Papstbesuch und auch weiterhin danach weihen lassen. Dies sei bis heute nicht gelungen und der Vatikan verschließe sich bis heute diesem Anliegen.
Eine Begründung für das bisherige Ablehnen einer Weihung und Einsegnung wurde nicht gegeben. Schade, finden nicht nur die EIchsfelder, auch wir schließen uns dieser Meinung an. So ist eine kirchliche Eheschließung mit einem katholischen Priester auch weiterhin nicht möglich auf der Burg. Eine anders konfessionelle Trauung und Segnung des Ehebundes bereite dagegen keine Probleme. Es gibt ja sogar das Burg-Standesamt für die standesamtliche Trauung. Also alles eigentlich kein Problem. Burg, Festsaal, die herrliche Umgebung und insgesamt das Ambiente bilden hier einen sehr würdigen Rahmen.
Im Burg Standesamt haben selbst Ines und Thomas Leipold nochmal probehalber in den Sesseln des Brautpaares Platz genommen. Auch nach mehr als 27 Jahren Ehe war das doch ein sehr emotionaler Moment. Hände halten und in der Erinnerung wurde die damalige Trau-Zeremonie wieder lebendig. Aber heute hatte die Schwiegermutti keine Tränen in den Augen, denn die Frage der Standesbeamtin: Wollen Sie … die hier anwesende Frau …. ehelichen, …? erfolgte ja heute nicht.
Nach Frau Lagemann geht die Sanierung auch in den nächsten Jahren weiter. Auch wenn dafür viel Geld notwendig sei, sei man doch sehr optimistisch und hoffe in etwa 2 Jahren weitere wesentliche Teile fertig gestellt werden können. Dann wollen wir auch gerne wieder hierher kommen und uns selbst ein Bild machen. In der Burggaststätte in der Vorburg hatte ich ebenfalls vorher Reservierungen vorgenommen, so dass sich unsere Senioren nun genüsslich stärken konnten. Wer keinen Kuchen mochte, kam hier bei Wiener Würstchen mit Brötchen oder Currywurst mit selbst gemachtem Kartoffelsalat und anderen Gerichten ebenfalls auf seine Kosten. Leider war das Wetter heute nicht so besonders. Nebel bedeckte nicht nur das Tal bis weit in den Nachmittag hinein. Erst gegen 15 Uhr lichteten sich die Schleier etwas und man konnte anhand der Tafel zumindest einige Orte und Stätten in der näheren Umgebung erahnen, wie zum Beispiel Heiligenstadt und Deuna.
Gemeinsam mit unserem Fahrer von Funktaxi Grambs, Herrn G. Riesner, traten wir die Heimreise an mit dem Vorsatz in den nächsten Jahren hier wieder einmal eine Fahrt zu unternehmen.
Thomas Leipold
WB 4 der Volkssolidarität
Autor: khhDamals waren etliche Teile der Vorburg schon restauriert und saniert. Damals konnten wir bereits das Burg-Standesamt besichtigen, Blicke in die Burgkapelle werfen und man war daran die Tenne (Stallungen und Heuboden) zu sanieren und fertig zu stellen. Jetzt befindet sich dort unter anderem ein großer Festsaal für vielfältige Veranstaltungen und Darbietungen, wie Konzerte, Aufführungen, Buchlesungen und vieles mehr.
Frau Lagemann, die uns durch die Burganlage führte, konnte über weitere Baufortschritte und besondere Funde berichten. So wurden zum Beispiel Teile einer Rundmauer im Burgfundament der Hauptburg freigelegt und weitere Entdeckungen gemacht. Viele dieser Funde werden dynamisch in die Bauplanung und Ausführung unter Leitung von Frau Dr. Löffler einbezogen, so dass sie dann auch für die Besucher weiterhin sichtbar sind.
Es wurden auch zwei Burgfriede (Runde Wehrtürme) gefunden, wobei man bei einem dieser Rundtürme der Auffassung sei, dass er eventuell nicht zu Ende gebaut wurde. Im unteren Teil befinden sich alte Risse, die darauf hindeuten, dass bereits in der Bauzeit Probleme mit der Standsicherheit und Statik aufgetreten seien. Dieses sie bei einem Untergrund unter anderem aus Muschelkalk nicht außergewöhnlich.
Frau Lagemann berichtete, dass diese Burg zu DDR Zeiten auch ein Ferienlager von SOLIDOR in Heiligenstadt gewesen sei. Denkmalschutz wurde hier damals nicht betrieben und so wurden auch Wände mit Ziegelsteinen zugemauert. Das sei in gewisser Weise im Nachgang sogar vorteilig gewesen. So kamen hinter solchen Verblendungen und Zu-Mauerungen bauliche Schätzchen zu Tage, die dadurch nun gerettet werden konnten. Im Erdgeschoss der alten Hauptburg konnten wir unter anderem auch alte achteckige Balken sehen, die in das Tragwerk für die Deckenkonstruktionen eingebunden sind.
Vergleichbares habe ich sonst noch nirgends entdecken können. Auch diese sollen nach Möglichkeit so erhalten und restauriert werden.
Die Burg Scharfenstein hier im Eichsfeld versteht sich als ein Begegnungszentrum mit sehr vielen Möglichkeiten, so Frau Lagemann. Dieses Zentrum wird weiter ausgebaut, was aber sehr viel Geld kostet. Man sie auch noch auf der Suche nach weiteren Investoren und Sponsoren.
Auf dem Burghof befindet sich eine Bronzeglocke in einem eisernen Gestell. Der Klöppel dieser Glocke wurde beim Besuch des Papstes Benedikt XVI. am 23.9.2011 im Eichsfeld ebenfalls gesegnet. Die Glocke trägt auch entsprechende Aufschriften. In der Burg-Kapelle zeigte uns Frau Lagemann stolz auch den Altar und das Altarbild. Hier können Gottesdienste, Andachten abgehalten werden, aber leider nicht in katholischer Konfession. Nach ihrer Aussage wollte man diese Kapelle zum Papstbesuch und auch weiterhin danach weihen lassen. Dies sei bis heute nicht gelungen und der Vatikan verschließe sich bis heute diesem Anliegen.
Eine Begründung für das bisherige Ablehnen einer Weihung und Einsegnung wurde nicht gegeben. Schade, finden nicht nur die EIchsfelder, auch wir schließen uns dieser Meinung an. So ist eine kirchliche Eheschließung mit einem katholischen Priester auch weiterhin nicht möglich auf der Burg. Eine anders konfessionelle Trauung und Segnung des Ehebundes bereite dagegen keine Probleme. Es gibt ja sogar das Burg-Standesamt für die standesamtliche Trauung. Also alles eigentlich kein Problem. Burg, Festsaal, die herrliche Umgebung und insgesamt das Ambiente bilden hier einen sehr würdigen Rahmen.
Im Burg Standesamt haben selbst Ines und Thomas Leipold nochmal probehalber in den Sesseln des Brautpaares Platz genommen. Auch nach mehr als 27 Jahren Ehe war das doch ein sehr emotionaler Moment. Hände halten und in der Erinnerung wurde die damalige Trau-Zeremonie wieder lebendig. Aber heute hatte die Schwiegermutti keine Tränen in den Augen, denn die Frage der Standesbeamtin: Wollen Sie … die hier anwesende Frau …. ehelichen, …? erfolgte ja heute nicht.
Nach Frau Lagemann geht die Sanierung auch in den nächsten Jahren weiter. Auch wenn dafür viel Geld notwendig sei, sei man doch sehr optimistisch und hoffe in etwa 2 Jahren weitere wesentliche Teile fertig gestellt werden können. Dann wollen wir auch gerne wieder hierher kommen und uns selbst ein Bild machen. In der Burggaststätte in der Vorburg hatte ich ebenfalls vorher Reservierungen vorgenommen, so dass sich unsere Senioren nun genüsslich stärken konnten. Wer keinen Kuchen mochte, kam hier bei Wiener Würstchen mit Brötchen oder Currywurst mit selbst gemachtem Kartoffelsalat und anderen Gerichten ebenfalls auf seine Kosten. Leider war das Wetter heute nicht so besonders. Nebel bedeckte nicht nur das Tal bis weit in den Nachmittag hinein. Erst gegen 15 Uhr lichteten sich die Schleier etwas und man konnte anhand der Tafel zumindest einige Orte und Stätten in der näheren Umgebung erahnen, wie zum Beispiel Heiligenstadt und Deuna.
Gemeinsam mit unserem Fahrer von Funktaxi Grambs, Herrn G. Riesner, traten wir die Heimreise an mit dem Vorsatz in den nächsten Jahren hier wieder einmal eine Fahrt zu unternehmen.
Thomas Leipold
WB 4 der Volkssolidarität















