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Wir nehmen die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen ernst

Wie steht es um die Gesundheit der Schüler?

Samstag, 24. Oktober 2015, 00:06 Uhr
Im Verwaltungsbericht der Kreisverwaltung des Kyffhäuserkreises wies Landrätin Antje Hochwind aud die Anstrengungen des Landkreises hin. Hier ihre Ausführungen zu diesem wichtigen Thema...

Für das Schuljahr 2015/2016 wurden insgesamt 636 Einschüler untersucht (einschließlich der im Vorjahr von der Schulpflicht zurückgestellten Kinder).

Davon wiesen:
- 6 Kinder Motorik- und Koordinationsstörungen
- 14 Kinder Verhaltensstörungen
- 41 Kinder Störungen im Sprachverständnis
- 100 Kinder Sprech-, Stimm-, und Redeflussstörungen
- 104 Kinder Übergewicht und
- 46 Kinder sogar Adipositas auf.

Schwachstellen waren neben den zunehmenden motorischen Entwicklungsrückständigkeiten, die Fähigkeit und die Motivation zum freien Erzählen einer Geschichte oder eines Erlebnisses oder alternativ zum beschreibenden Erzählen einer vorgegebenen Bildgeschichte.

Das sollte als Aufforderung an uns alle verstanden werden und ich hoffe sehr, so die Landrätin, dass auch unsere Kinderärztinnen und Ärzte weiterhin ihren Einfluss wahrnehmen, um den Eltern, aber auch den pädagogischen Fachkräften, Lösungswege aufzuzeigen, mit denen den Entwicklungsrückständen begegnet werden kann.

Viele solcher Angebote – insbesondere zu den Frühen Hilfen im Kyffhäuserkreis - sind jetzt auch sehr gut auf der neu eingerichteten Internet-Website www.familienprofis-thueringen.de einsehbar. Ich möchte Sie bitten, machen Sie für diese Plattform Werbung, damit möglichst viele Familien von den Angeboten Kenntnis erlangen, so die Landrätin.

Natürlich sind wir als Landkreis auch bemüht, Kindern und Jugendlichen, die erst während ihrer Schulzeit aus den verschiedensten Gründen auffällig werden, Unterstützung anzubieten, führte sie aus.

Seit April 2015 gibt es erneut ein Angebot für schulmüde/schulverweigernde Jugendliche im Landkreis. Das Projekt „2. Chance für Schulverweigerinnen/ Schulverweigerer“ steht als Abrufangebot den Schülerinnen und Schülern, Fachkräften und vor allem auch den Eltern zur Verfügung.

Des Weiteren bieten in den Wohngebieten
- "Hasenholz/Östertal" und "Wippertor" in Sondershausen,
- „Am Tischplatt“ in Bad Frankenhausen und
- „Am Königsstuhl“ in Artern
die Jugendsozialarbeiter/innen aufsuchende Jugendsozialarbeit an, um mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen und in ihrem Lebensumfeld wirken zu können.

Eine enge Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Angeboten im Bereich Quartiersmanagement – ThINKA in Artern und quartiersbezogene Jugendarbeit im Hasenholz/Östertal – ist dabei für eine erfolgreiche Umsetzung wichtig.

Zudem unterstützt das Projekt JUGEND STÄRKEN im Quartier gezielt junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf mit aufsuchender Arbeit, Beratung und Einzelfallhilfe.

Ziel ist, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen.
Im Kyffhäuserkreis besteht das Projekt aus zwei Bausteinen, welche Jugendliche auf dem Weg in das Berufsleben begleiten und unterstützen sollen.
Wir nehmen die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, aber auch unserer Bevölkerung im Kreis ernst, so Landrätin Antje Hochwind abschließend.
Autor: khh

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