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Martinsfest – Licht in der Dunkelheit

Donnerstag, 05. November 2015, 16:04 Uhr
Was haben Martin Luther und der Martin von Tours gemeinsam? Den gemeinsamen Vornamen und den gemeinsamen Namenstag und das kommt so (mit Tipp zu den Martinsfeiern)....

Früher wurden die Kinder zeitnah zur Geburt getauft, denn die Kindersterblichkeit war sehr viel höher als heute. Dabei erhielten Sie nicht einen selbst ausgesuchten Namen als Taufnamen, sondern den eines der Tagesheiligen. Die Wahl des Kindernamens war also nur durch den Taufzeitpunkt und der Wahl aus der Anzahl der Tagesheiligen (siehe z.B. www.heiligenlexikon.de) beeinflussbar.

Der kleine Martin Luther wurde am 10.11.1483 geboren und am Folgetag, u.a. dem Tag des Heiligen Martin von Tours, getauft. Deswegen heißt er Martin und z.B. nicht Anastasius oder Benedikt, Tagesheilige des 12. November.

Martin von Tours wiederum, im ungarischen Szombathely geboren, war Bischof in Tours und berühmt für seine herzenswarme mildtätige Art. Es gibt viele Geschichten und Legenden von ihm. Die berühmteste ist die, wie er als römischer Soldat, der er vormals gewesen war, mit einem Bettler, der in der Kälte fror, seinen Mantel teilte und später seinen Militärdienst quittierte.

Diese Geschichten von Martin von Tours und die Lebensgeschichte von Martin Luther haben mit dazu beigetragen, dass im Laufe der Jahrhunderte die Tradition von Laternenumzügen nach Andachten und Gottesdiensten entstanden ist. Durch Ihre Worte und Taten, haben die beiden Martin Licht in die dunkle Welt ihrer Tage gebracht. Sie haben dazu beigetragen, die Welt menschlicher zu machen und sind uns darin Vorbild.

Das gilt bis heute und so finden am 10. oder 11. November in vielen Orten unseres Kirchenkreises Andachten und Gottesdienste mit anschließendem Lampionumzug statt. Früher zogen die Kinder danach noch von Haus zu Haus und sangen Martinslieder oder sagten Martinsgedichte auf und wurden dafür mit Süßigkeiten oder Pfannkuchen entlohnt. Das war viel abwechslungsreicher und schöner für die Hörenden als der Dreiwortsatz am Abend des Reformationstages, der mit „Süßes oder Saures“ fast schon wie eine Erpressung wirkt und so gar nichts davon hat, das Licht die Dunkelheit erhellt.

Doch genau das brauchen wir, Mitmenschlichkeit und Wärme für den, der sie benötig. Martin Luther und Martin von Tours haben das beispielhaft gelebt. Wir denken ihnen und ihrem Vorbild nach und danken ihnen dafür. In folgenden Gottesdiensten und Andachten im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen können Sie u.a. dabei sein:

10. November

16.30 Uhr Martin Luther-Kirche Hohenbergen, 17.00 Uhr Gloria-Deo-Kirche Hohenebra, 17.00 Uhr Unterkirche St. Georg und Marien Bad Frankenhausen, 17.30 Uhr St. Wiperti-Kirche Körner,
18.00 Uhr St. Salvator-Kirche Schlotheim, 18.00 Uhr St. Trinitatis Sondershausen, 18.00 Uhr St. Martinus-Kirche Westgreußen.

11. November

16.30 Uhr St. Michael-Kirche Menteroda, 17.00 Uhr St. Martin Ichstedt, 17.00 Uhr St. Bonifatius Holzsußra, 17.00 Uhr Kloster Volkenroda, 18.00 Uhr St. Matthias in Sondershausen-Stockhausen und 18 Uhr St. Vitus-Kirche in Großmehlra
Autor: khh

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