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Volkstrauertag auch im Zeichen der Oper von Paris

Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht

Sonntag, 15. November 2015, 13:15 Uhr
Auf dem Sondershäuser Hauptfriedhof fand im Ehrenhain am heutigen Vormittag die feierliche Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages statt. Man gedachte nicht nur der Toten aus den Weltkriegen, sondern auch der Opfer von Paris und der Gefallenen bei Bundeswehreinsätzen...


Die Stadt Sondershausen, vertreten durch Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und der Standortälteste und Kommandeur des Feldwebelanwärter/-Unteroffiziersanwärter- Bataillons 1 Sondershausen, Oberstleutnant Ulrich Rölle, legten am Ehrenmal Kränze nieder.

Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zahlreiche Sondershäuser Bürgen hatten sich heute vormittags auf dem Hauptfriedhof von Sondershausen zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft versammelt. Einige waren schon vorher auf Kranzniederlegungen in den Ortsteilen (Berka) dabei gewesen.

Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Neben der Vorsitzende des Sondershäuser Stadtrates und viele Stadträte und Bürger waren auch die überregionalen Politiker vertreten, wie die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU).

Einlader zur Kranzniederlegung sind seit Jahren die Stadt Sondershausen und die Bundeswehr am Standort Sondershausen. Dieses Jahr übernahm turnusmäßig Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) die Begrüßung.

Man darf an so einem Tag wie heute, bei welcher der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird die Opfer von Terror nicht vergessen. Terror trifft immer Unschuldige. In Paris sind 129 tote und viele Verletzte zu beklage. Beziehen wir sie in unser Gebet ein, so Kreyer.

Der Standortälteste und Kommandeur des Feldwebelanwärter/-Unteroffiziersanwärter- Bataillons 1 Oberstleutnant Ulrich Rölle sprach heute die Gedenkworte.
Viele Menschen mussten viel zu früh sterben, weil sie Opfer von Gewalt wurden, oder im Krieg fielen. Wir gedenken der Soldaten und der Zivilisten.

Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Er erinnerte aber auch, zur Stunde kämpfen Menschen um ihr Leben, ob in Syrien, dem gesamten nahen Osten oder in vielen Teilen Afrikas. Es gilt die Opfer vor dem Vergessen zu bewahren. Dazu muss der Volkstrauertag Zeichen setzen, es ist ein Gebot der Menschlichkeit.

Erverwies aber auch darauf, dass sit rund 20 Jahren deutsche Truppen im Balkan oder im nahen Osten im Einsatz waren. Wir können es uns hier schwer vorstellen, wie es im Krieg ist.
Soldaten kommen von ihren Einsätzen verletzt und oft traumatisiert zurück, von den Toten ganz zu schweigen. Sie brauchen unsere gesellschaftliche Anerkennung, so Rölle.

Aus der Geschichte sollte man wissen, Freiheit muss geschützt werden und ist kein Geschenk, so Rölle abschließend.

Da ergriff die Vorsitzende des Stadtrats, Annemarie Voigt (Frei Wähler) das Wort. Wir gedenken hier der Menschen die im Krieg starben oder als Flüchtlinge ums Leben kamen, oder gar wegen ihrer Religion der Ansichten umgebracht wurden.
Wir gedenken auch derer, so Voigt, die durch Hass und Terror ums Leben kamen. Unsere Verantwortung gilt dem Frieden.

Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror gedacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach der Kranzniederlegung sprach Militärpfarrerin Barbara Reichert ein Gebet und schloss ausdrücklich die Opfer von Paris in das Gebet ein

Zum Abschluss der Gedenkfeier dankte Kreyer allen Anwesenden für ihre Anteilnahme. Er bedankte sich auch beim Bergmannsblasorchester Sondershausen, die schon seit Jahren die Gedenkfeier unterstützen. Das Spielen der Nationalhymne beendete die Gedenkfeier.
Autor: khh

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