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Kommunalpolitik

NUBI für geänderte Orchesterfinanzierung

Dienstag, 24. November 2015, 09:14 Uhr
Eine Anmerkung zur Beschlussvorlage der NUBI vom 09.11.15 für die Stadtratssitzung
am 03.12.15 zum Zuschuss an die Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH
ab 2017” erreichte kn vorab von Stadtratsmitglied Gerhard Axt...

Ziel der Wählervereinigung Neue Unabhängige Bürgerinitiative (NUBI) e.V. ist es, den Erhalt des Loh-Orchesters Sondershausen und des Theaters Nordhausen durch eine gerechte und solide Finanzierung langfristig zu sichern.

Deshalb übergaben wir am 16.03.15 anläßlich der Veranstaltung zur Kulturentwicklungskonzeption im Panoramamuseum Bad Frankenhausen ein Schreiben an den Kulturminister, Herrn Prof. Dr. Hoff, in dem wir ein Kulturraumgesetz für Thüringen forderten.

In seiner Antwort teilte er uns mit, dass ein Kulturfördergesetz in Vorbereitung sei. Erfreulich ist die Ausführung in einer Tageszeitung von 06.11.15 “Versuch einer Theaterreform“. Zitat: “Ein weiteres wichtiges Ziel der Staatskanzlei ist es, künftig alle Landkreise an der Finanzierung von Orchestern und Theatern zu beteiligen, die von diesen direkt profitieren, bislang aber keine Träger sind.“

Das beträfe in Nordthüringen den Eichsfeldkreis, den Unstrut-Hainich-Kreis und den Kreis
Sömmerda. Die jährlichen Zuschüsse der bisherigen Träger könnten somit verringert werden, z.B. Stadt Sondershausen von 960.000 auf 360.000.

Unser diesbezüglicher Beschlussvorschlag vom 09.11.15 für die Stadtratssitzung an 03.12.15 ist entstanden in der Mitgliederversammlung und in der Gesprächsrunde mit Bürgern aus Sondershausen.

Der jährliche Zuschuss von 960.000 wird nicht allen Bürgern gerecht. Ein Zitat aus dem Kyffhäuser-Nachrichten-Forum bestätigt das: "Liebe Politiker - es reicht! Ich bin 32. Meine Frau und ich habe studiert, und wir haben ein Kind. Für Loh-Orchester und Theater sind reichlich Geldreserven vorhanden - nicht wirklich das, was junge Leute interessiert -.

Das ist Klientelpolitik, denn Hauptwähler dürften unstrittig die ältere Generation sein. Seit Jahren werden Loh-Orchester und Theater auf Kosten der Bürger bezuschusst ohne jemals sich selbst zu tragen.“

Ein künftiger Zuschuss von jährlich 360 TE an die GmbH, das ist für unsere finanzschwache Stadt immer noch viel Geld und entspricht in etwa dem Teil der Bürger, die sich für das Orchester bzw. Theater interessieren.

Was haben Sondershäuser Bürger von der GmbH in Nordhausen? Außer den Konzerten des Loh-Orchesters und den Thüringer Schloss-Festspielen in Sondershausen nichts.

Der Orchestergraben im Haus der Kunst in Sondershausen wurde vor Jahren für viel Geld zugemauert, so dass kein Musical, keine Operette, keine Oper und kein Ballett mehr aufgeführt werden können. Vom Schauspiel ganz zu schweigen.

Da klingt es wie Hohn: "Faust steht dreimal im Spielplan des Theaters.“ Bedenken sollte man auch:
Wie bekannt wurde, erhält der Intendant des Theaters ein solches Gehalt wie der Ministerpräsident Thüringens. Und ein Orchester-Mitglied bekommt soviel wie ein Betriebsleiter. Dabei ist unsere Stadt von hoher Arbeitslosigkeit, geringer Kaufkraft, Altersarmut und Abwanderung junger Menschen geprägt.

Gerhard Axt
Mitglied des Stadtrates und des Kulturausschusses für die NUBI seit 2004
Autor: khh

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