Kommunalpolitik
Ein Schritt zur TGS Artern?
Mittwoch, 09. Dezember 2015, 17:32 Uhr
Antrag der Schulkonferenz auf Errichtung der Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS) Artern wurde recht kontrovers heute im Kreisausschuss diskutiert, wurde aber dem Kreistag empfohlen...
Beschlussvorschlag:
Der Kreisausschuss empfahlt dem Kreistag vier Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung, gemäß der Beschlussfassung der Schulkonferenz, die Errichtung der Thüringer Gemeinschaftsschule Artern durch Schulartänderung der Regelschule Artern, zu beschließen. Mit Vollzug des Beschlusses ist die Regelschule aufzuheben.
Aus der Begründung von Landrätin Antje Hochwind SPD
Mit Antragstellung der Schulkonferenz der Staatlichen Regelschule Artern auf Schulartänderung in eine Thüringer Gemeinschaftsschule von Klasse 5 bis 12, wird beabsichtigt, den Schulstandort Artern langfristig und nachhaltig zu sichern. Im Mittelzentrum Artern soll das staatliche Bildungsangebot den Schülerinnen und Schülern jede Form eines Schulabschlusses ermöglichen.
Die künftige TGS beabsichtigt innerhalb ihres pädagogischen Konzeptes u. a. den Schwerpunkt Berufsorientierung zu wählen. Hierbei werden die bereits langjährigen positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Berufsschulzentrum genutzt.
Mit ihrem Antrag vom 20.11.15 stellt die RS Artern unter Bezugnahme auf den Beschluss der Schulkonferenz vom 18.11.2015 den Antrag auf Errichtung einer Thüringer Gemeinschaftsschule bzw. die Umwandlung der Staatlichen Regelschule Johann-Gottfried-Borlach Artern in eine Gemeinschaftsschule von Klasse 5 bis 12 am Standort Artern zum Schuljahr 2016/17.
In der Begründung des Antrages der Schule heißt es, dass sie mit Errichtung einer Gemeinschaftsschule die Zukunft von Artern mitgestalten wollen, ein gemeinsames Lernen bis Klasse 8 anbieten und danach alle Schulabschlüsse bereitstellen wollen. Die individuelle
Begabungen der Schülerinnen und Schüler soll gefördert und gefordert werden.
Für die Schulnetzplanung und somit auch für die Entscheidung, wie kreisweit ein möglichst vollständiges und wohnortnahes Bildungsangebot sichergestellt werden kann, ist der Schulträger im Einvernehmen mit dem für das Schulwesen zuständige Ministerium verantwortlich (§ 41 Abs. 1 – 3 ThürSchulG). Bei Gemeinschaftsschulen gibt es gem. § 41 Abs. 4 ThürSchulG die Besonderheit, dass die Willensbekundung durch die Beschlüsse der Schulkonferenz gemeinsam mit einem pädagogischen Konzept einzureichen sind. Beides liegt vor und wurde mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport abgestimmt.
Im Bildungsausschuss so Hochwind wurde der Antrag bei 5 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen befürwortet. Mit der Umwandlung wäre dann in Artern für ie Schülerinnen und Schüler die gymnasiale Ausbildung möglich. In fünf Jahren würden dann 11. und später 12. Klassen gebildet.
Hochwind befürwortete es nochmals ausdrücklich, weil die Schüler jetzt eine Wahlmöglichkeit haben, erst sich später fürs Gymnasium zu entscheiden, und nicht schon in der 4. Klasse. Sie verwies auf den Druck vieler Eltern, ihre Kinder aufs Gymnasium zu bekommen. Ohne eine ausgewiesene Statistik zu haben, sei aber Rückfallquote hoch, dass es vom Gymnasium zurück zur Regelschule geht.
Ohne TGS sei sogar die Gefahr hoch, dass der Regelschulstandort in Gefahr gerät, wenn sehr viele aufs Gymnasium wollen, was auch ein zu viel für das Kyffhäusergymnasium bedeuten könnte.
Steffen Sauerbier (SPD): Inhaltlich stehe ich hinter der TGS. Ich sehe aber auch, dass mit der Schaffung eines gymnasialen Standorts die Schulnetzplanung unterlaufen wird, denn dort war laut gültiger Schulnetzplanung kein gymnasialer Standort vorgesehen.
Tortsten Blümel (Die Linke): Es geht darum, den Standort Artern zu stärken. Artern brauchte als Mittelzentrum eigentlich einen gymnasialen Standort.
Henry Hunger (CDU): Wir als CDU wollen den Willen der Eltern erfüllen. Beim ursprünglichen Vorschlag zum Schulnetz hatte die CDU eine gymnasiale Ausbildung in Artern vorgesehen. Hunger behielt sich vor das Ganze erst noch zu bedenken.
Jörg Steinmetz (CDU): Auch er bemängelte, dass bei der Schulnetzplanung nur die Klassenstufen 5 bis 10 für Artern vorgesehen waren und kein gymnasialer Standort. Er sieht in der TGS auch eine Aufweichung der Schulnetzplanung. Auch er betonte, die CDU wollte hier in Artern in ihrem Vorschlag einem gymnasialen Standort haben. Dazu konterte Blümel. ihr wollte nur einen Teil des Kyffhäusergymnasiums nach Artern verlegen.
Man darf auf die Diskussion im Kreistag zu diesem Thema gespannt sein.
Autor: khhBeschlussvorschlag:
Der Kreisausschuss empfahlt dem Kreistag vier Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung, gemäß der Beschlussfassung der Schulkonferenz, die Errichtung der Thüringer Gemeinschaftsschule Artern durch Schulartänderung der Regelschule Artern, zu beschließen. Mit Vollzug des Beschlusses ist die Regelschule aufzuheben.
Aus der Begründung von Landrätin Antje Hochwind SPD
Mit Antragstellung der Schulkonferenz der Staatlichen Regelschule Artern auf Schulartänderung in eine Thüringer Gemeinschaftsschule von Klasse 5 bis 12, wird beabsichtigt, den Schulstandort Artern langfristig und nachhaltig zu sichern. Im Mittelzentrum Artern soll das staatliche Bildungsangebot den Schülerinnen und Schülern jede Form eines Schulabschlusses ermöglichen.
Die künftige TGS beabsichtigt innerhalb ihres pädagogischen Konzeptes u. a. den Schwerpunkt Berufsorientierung zu wählen. Hierbei werden die bereits langjährigen positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Berufsschulzentrum genutzt.
Mit ihrem Antrag vom 20.11.15 stellt die RS Artern unter Bezugnahme auf den Beschluss der Schulkonferenz vom 18.11.2015 den Antrag auf Errichtung einer Thüringer Gemeinschaftsschule bzw. die Umwandlung der Staatlichen Regelschule Johann-Gottfried-Borlach Artern in eine Gemeinschaftsschule von Klasse 5 bis 12 am Standort Artern zum Schuljahr 2016/17.
In der Begründung des Antrages der Schule heißt es, dass sie mit Errichtung einer Gemeinschaftsschule die Zukunft von Artern mitgestalten wollen, ein gemeinsames Lernen bis Klasse 8 anbieten und danach alle Schulabschlüsse bereitstellen wollen. Die individuelle
Begabungen der Schülerinnen und Schüler soll gefördert und gefordert werden.
Für die Schulnetzplanung und somit auch für die Entscheidung, wie kreisweit ein möglichst vollständiges und wohnortnahes Bildungsangebot sichergestellt werden kann, ist der Schulträger im Einvernehmen mit dem für das Schulwesen zuständige Ministerium verantwortlich (§ 41 Abs. 1 – 3 ThürSchulG). Bei Gemeinschaftsschulen gibt es gem. § 41 Abs. 4 ThürSchulG die Besonderheit, dass die Willensbekundung durch die Beschlüsse der Schulkonferenz gemeinsam mit einem pädagogischen Konzept einzureichen sind. Beides liegt vor und wurde mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport abgestimmt.
Im Bildungsausschuss so Hochwind wurde der Antrag bei 5 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen befürwortet. Mit der Umwandlung wäre dann in Artern für ie Schülerinnen und Schüler die gymnasiale Ausbildung möglich. In fünf Jahren würden dann 11. und später 12. Klassen gebildet.
Hochwind befürwortete es nochmals ausdrücklich, weil die Schüler jetzt eine Wahlmöglichkeit haben, erst sich später fürs Gymnasium zu entscheiden, und nicht schon in der 4. Klasse. Sie verwies auf den Druck vieler Eltern, ihre Kinder aufs Gymnasium zu bekommen. Ohne eine ausgewiesene Statistik zu haben, sei aber Rückfallquote hoch, dass es vom Gymnasium zurück zur Regelschule geht.
Ohne TGS sei sogar die Gefahr hoch, dass der Regelschulstandort in Gefahr gerät, wenn sehr viele aufs Gymnasium wollen, was auch ein zu viel für das Kyffhäusergymnasium bedeuten könnte.
Steffen Sauerbier (SPD): Inhaltlich stehe ich hinter der TGS. Ich sehe aber auch, dass mit der Schaffung eines gymnasialen Standorts die Schulnetzplanung unterlaufen wird, denn dort war laut gültiger Schulnetzplanung kein gymnasialer Standort vorgesehen.
Tortsten Blümel (Die Linke): Es geht darum, den Standort Artern zu stärken. Artern brauchte als Mittelzentrum eigentlich einen gymnasialen Standort.
Henry Hunger (CDU): Wir als CDU wollen den Willen der Eltern erfüllen. Beim ursprünglichen Vorschlag zum Schulnetz hatte die CDU eine gymnasiale Ausbildung in Artern vorgesehen. Hunger behielt sich vor das Ganze erst noch zu bedenken.
Jörg Steinmetz (CDU): Auch er bemängelte, dass bei der Schulnetzplanung nur die Klassenstufen 5 bis 10 für Artern vorgesehen waren und kein gymnasialer Standort. Er sieht in der TGS auch eine Aufweichung der Schulnetzplanung. Auch er betonte, die CDU wollte hier in Artern in ihrem Vorschlag einem gymnasialen Standort haben. Dazu konterte Blümel. ihr wollte nur einen Teil des Kyffhäusergymnasiums nach Artern verlegen.
Man darf auf die Diskussion im Kreistag zu diesem Thema gespannt sein.
