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Neues aus Bad Frankenhausen

Singen kann Herzen öffnen

Samstag, 30. Januar 2016, 00:10 Uhr
Begegnungschor Bad Frankenhausen hat sich etabliert. Seit Herbst vorigen Jahres gehören Flüchtlinge zum Bild von Bad Frankenhausen. Dazu erreichte kn dieser Bericht...

Manche werden sich noch an die Bürgerversammlung zu diesem Thema im Rathaus erinnern, wo es eine abwechslungsreiche Diskussion zu diesem Thema gab. Diverse Mutmaßungen, Gerüchte u.ä. kursierten in der Stadt. Inzwischen ist die „Normalität“ wieder eingekehrt. Viele Ehrenamtliche aus den verschiedensten Lebensbereichen engagieren sich und helfen den Flüchtlingen, mit den ihnen unbekannten Gegebenheiten zurechtzukommen. Es gibt nicht allzu viele feste Größen im täglichen Leben für die Flüchtlinge, wenn man vom regelmäßig angebotenen Deutschunterricht mal absieht. Es gibt also viel Freizeit.

Singen kann Herzen öffnen (Foto: Peter Zimmer) Singen kann Herzen öffnen (Foto: Peter Zimmer)

So kam Kantorin Laura Schildmann von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Bad Frankenhausen auf die Idee, einen „Begegnungschor“ zu installieren, der Flüchtlinge und interessierte Einwohner über das gemeinsame Singen zusammenbringt.

Nach den organisatorischen Vorbereitungen traf man sich Mitte November erstmals im städtischen Rathaussaal. Kantorin Schildmann hatte sich auf alles Mögliche eingerichtet und wurde positiv überrascht von den zahlreich erschienen Flüchtlingen und Einwohnern. Das gab ihr Mut, diese „Singestunde“ wöchentlich anzubieten. Nach der Weihnachtspause geht es nun seit Januar weiter – aus organisatorischen und arbeitstechnischen Gründen im Gemeindesaal der Unterkirche. Kantorin Schildmann engagiert sich außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit für dieses Projekt.

Gesungen wird sowohl deutsch als auch arabisch, lateinisch oder englisch, klassisch oder modern. Kantorin Schildmann stellt die notwendigen Materialien selbst her – auch in arabischer Sprache, so daß es für die Flüchtlinge leicht wird zu singen – immer mit tatkräftiger Unterstützung durch einige Flüchtlinge. Nach dem Singen dauert es noch eine Weile, ehe man auseinander geht – man nutzt die Zeit zum gegenseitigen Gespräch, auch wenn es nicht immer einfach ist und man dann auch mal „Hände und Füße“ zur Verständigung gebraucht.

Natürlich ist die Teilnehmerzahl von mal zu mal unterschiedlich – ist es doch keine „Pflichtveranstaltung“. Am 27. Januar waren 25 Flüchtlinge und 12 Einwohner zum gemeinsamen singen zusammen und alle hatten Spaß dabei. Kantorin Schildmann trägt durch ihre lebendige und fröhliche Art viel dazu bei. Unterstützt wird sie sowohl von den Flüchtlingen selbst als auch von verschiedenen ehrenamtlichen Einwohnern der Stadt.
Es ist zu hoffen, daß diese aufgeschlossene Atmosphäre erhalten bleibt.

Text und Fotos: Peter Zimmer
Autor: khh

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