Soundcheck in der nnz
Neues aus der Welt der Folkmusik
Dienstag, 16. Februar 2016, 08:14 Uhr
In loser Folge stellt Olaf Schulze in der nnz Neuerscheinungen auf dem Plattenmarkt vor, die fernab des Mainstream Einblicke in die Welt der modernen Volksmusik bieten. Heute:
VÄRTTINÄ
Viena
(Westpark Music)
Die unverwechselbaren Ausnahme-Sirenen von Värttinä sind zurück und legen ihr 13. Album vor, das wie schon der Vorgänger utu beim Kölner Label Westpark Music erschien. Doch im Gegensatz zur eher popmusikalisch angehauchten Platte im Jahre 2012 ist dieses aktuelle Werk wieder ganz den folkloristischen roots der finnischen Mädels gewidmet. Viena ist nämlich keine Hommage an Sachertorten und Einspänner, sondern eine musikalische Reise in die karelische Region Viena an der finnisch-russischen Grenze, wo Mari Kaasinen, Susan Aho und Karoliina Kantelinen für die Neuveröffentlichung aus dem reichen Schatz der letzten Rune-Sänger schöpften. Kein Wunder also, dass Viena ein rein akustisches Album geworden ist und von der perfekten Harmonie zwischen Violinen, Akkordeon und anderen Streichinstrumenten mit den glockenklaren Gesangstimmen lebt. Eine Jahrtausende alte Kultur wird in zwölf Titeln mit modernen Folktunes kombiniert und offenbart einmal mehr das Können und die Bandbreite Värttinäs. Im gewohnt perfekten Zusammenspiel grooven die drei Sängerinnen mit ihren männlichen Begleitern, ohne in Folkrock-Attitüden zu verfallen. Akkordeonist Matti Kallio fungiert als Produzent und sorgt dafür, dass auch Viena sich aus der breiten Masse an Neuveröffentlichungen wohltuend abhebt. Kraftvolle Uptempo-Nummern wechseln mit balladesken Songs und am Ende zitieren Värttinä mit Oi Dai ihr erfolgreichstes, inzwischen mit Platinstatus versehenes Album aus den frühen Neunzigern. Värttinä ist auch mit Viena immer noch und immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.
OLAF SCHULZE
Autor: nnzVÄRTTINÄ
Viena
(Westpark Music)
Die unverwechselbaren Ausnahme-Sirenen von Värttinä sind zurück und legen ihr 13. Album vor, das wie schon der Vorgänger utu beim Kölner Label Westpark Music erschien. Doch im Gegensatz zur eher popmusikalisch angehauchten Platte im Jahre 2012 ist dieses aktuelle Werk wieder ganz den folkloristischen roots der finnischen Mädels gewidmet. Viena ist nämlich keine Hommage an Sachertorten und Einspänner, sondern eine musikalische Reise in die karelische Region Viena an der finnisch-russischen Grenze, wo Mari Kaasinen, Susan Aho und Karoliina Kantelinen für die Neuveröffentlichung aus dem reichen Schatz der letzten Rune-Sänger schöpften. Kein Wunder also, dass Viena ein rein akustisches Album geworden ist und von der perfekten Harmonie zwischen Violinen, Akkordeon und anderen Streichinstrumenten mit den glockenklaren Gesangstimmen lebt. Eine Jahrtausende alte Kultur wird in zwölf Titeln mit modernen Folktunes kombiniert und offenbart einmal mehr das Können und die Bandbreite Värttinäs. Im gewohnt perfekten Zusammenspiel grooven die drei Sängerinnen mit ihren männlichen Begleitern, ohne in Folkrock-Attitüden zu verfallen. Akkordeonist Matti Kallio fungiert als Produzent und sorgt dafür, dass auch Viena sich aus der breiten Masse an Neuveröffentlichungen wohltuend abhebt. Kraftvolle Uptempo-Nummern wechseln mit balladesken Songs und am Ende zitieren Värttinä mit Oi Dai ihr erfolgreichstes, inzwischen mit Platinstatus versehenes Album aus den frühen Neunzigern. Värttinä ist auch mit Viena immer noch und immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.
OLAF SCHULZE

