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Stillhalten oder Aufbegehren?

Montag, 15. Februar 2016, 07:33 Uhr
Unser Leser Hans-Joachim Kohlhase macht sich in seinem Forum-Beitrag Gedanken, wie der "Merkel-Politik" begegnet werden kann und hat dazu einen konkreten Vorschlag...

Seit Monaten verfolgen wir ein unwürdiges Polit-Spektakel in Berlin und eine zunehmende Aggressivität in der Bevölkerung. Freilich fürchten viele der gewählte „Volksvertreter“ um ihre lukrativen Posten und wenn sich die Wahlprognosen nur ansatzweise bestätigen, beginnt schon im März in drei Landtagen das große Stühlerücken.

Viel schlimmer ist jedoch die Gewalt, die von rechten und linken Chaoten ausgeübt wird und an der Schwelle des Terrorismus steht. Die einen zünden Asylbewerberheime an, die anderen attackieren sogar die Polizei und zünden Autos an. Inzwischen ist der Wahnsinn also auch in Nordhausen angekommen. „Volksbewegung“ und „Bündnis gegen Rechts-Antifa“ sind so mit ihrem Kleinkrieg beschäftigt, dass sie das Vertrauen der Menschen nicht gewinnen werden. Für alle, die mit dem derzeitigen Gewurschtel der Merkel-Administration unzufrieden sind, entpuppen sich solche extremen Gruppierungen als große Enttäuschung.

Ein gutes Beispiel dafür, wie man zivilisiert in einen Bürgerdialog tritt, ist wie schon 1989 die sächsische Stadt Plauen. Hier bemüht sich eine Initiative namens „Wir sind Deutschland“ sehr erfolgreich um den gesellschaftlichen Dialog und grenzt sich entschieden gegen linke und rechte Vereinnahmung ab.

Hier darf auf Kundgebungen jeder sprechen, der will und keine Hassparolen verbreitet. Tausende Bürger hören zu und entscheiden mit ihrem Beifall, wie ihnen die Meinung des Redners gefällt. Da geben sich Islamkritiker und Asylbefürworter das Mikro in die Hand und umgekehrt. Da zu den Demonstrationen keine Fahnen, Banner oder Plakate zugelassen sind, sollte es jedem möglich und auch "erlaubt" sein, daran teilzunehmen. Die Masse der Demonstranten gibt ihre Neutralität nur beim Beifall oder beim Pfeifen auf! Der Veranstaltungsort ist immer der gleiche, während auf einen Marsch verzichtet wird. Alle durchgeführten Demos sind unter www.wirsinddeutschland.de im Videomitschnitt zu sehen.

Die Forderungen des Vereins „Wir sind Deutschland“ sind so gestaltet, dass sich jeder identifizieren kann: Für Frieden und Abrüstung in Europa, den vollständigen Abzug von amerikanischem Militär- und Waffensystemen aus Deutschland, Ablehnung des TTIP-Freihandelsabkommens und CETA, für Meinungsfreiheit und Volksentscheide, für friedliche Koexistenz mit Russland, für eine Unterstützung von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten und Schaffung von lebenswerten Strukturen in deren Heimatländern, für ein einheitliches Schulsystem und freie Verpflegung in Kindereinrichtungen, für Schaffung neuer Stellen bei Polizei und Bundespolizei und für die Entlastung von mittelständischen Unternehmen.

Wenn Volksbewegte und Pegidisten, Antifas und Autonome mal innehalten und darüber nachdenken würden, müssten sie feststellen, dass viele ihrer Ziele ähnlich und mit denen von „Wir sind Deutschland“ vermutlich identisch sind. Vielleicht sollten in vielen deutschen Städten diesem Plauener Beispiel nachgeeifert werden. Denn geändert werden muss in diesem Lande dringend mehr als nur die Stimmenverteilung bei Wahlen.
Hans-Joachim Kohlhase

Die Kritik zu diesem Beitrag sollte bitte so konstruktiv sein, dass alle Bürger/innen angesprochen werden und kein Kommentatoren-Kleinkrieg tobt. Könnte das Modell "wirsinddeutschland" vielleicht demnächst auch in Nordthüringen eine Alternative zur alternativlosen Kanzlerinnenforderung "Wir schaffen das“ sein?
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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