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Radweg auch für Radfahrer?

Dienstag, 01. März 2016, 15:51 Uhr
Diese Frage und mehr rund um den neuen Unstrut-Werra-Radweg (UWR) bei der gestrigen Einwohnerversammlung in Sondershausen. Hier kn mit den Einzelheiten…

Wenn man schon mal den „Herrn des UWR“ im Haus hatte, kn berichtete bereits, als es um das Thema Franzbergschule ging, wurde Volker Stietzel natürlich auch zum Thema UWR befragt.

Stietzel informierte, dass mit der Montage der Brücke über die Wipper im Februar ein wichtiger Schritt in Richtung Fertigstellung des durchgängigen Radweges von Werra bis nach Artern getan wurde. Wir hoffen, dass über diesen Weg auch bald Radfahrer bis aus Eisenach kommen, so Stietzel.

Jetzt kann auch das Teilstück bei geeignetem Wetter im März zwischen dem ehemaligen Bahnhof Berka und der Wipperbrücke asphaltiert werden. Vorher machte das keinen Sinn, weil sonst der frisch asphaltierte Weg durch die Transporter mit den Brückenteilen hätte beschädigt werden können.

Die offizielle Eröffnung der durchgehenden Nutzung des Radweges soll mit einem Fest gefeierte werden. Der Termin im April steht noch nicht genau fest. Aber einige Informationen ließ Volker Stietzel schon mal durchblicken.

Es soll gleich an mehreren Stellen mit Musik und mehr gefeiert werden. Und auch einen kleinen Ausblick auf zukünftige Radwege machte er. Es müssen Abzweige in Richtung Erfurt und Nordhausen gebaut werden.
Los gehen wird es allerdings mit einem anderen Weg. Zur zeit laufen die Planungen für einen Weg durch den Wipperdurchbruch in Richtung Sömmerda. Hier gibt es allerdings noch Probleme Radwegbau und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen.

Aber auch wegen anderer Dinge war der UWR Thema in der Einwohnerversammlung der Wohngebiete Bebra, Franzberg und Jechaburg. Bauamtsleiter Manfred Kucksch informierte, dass die Stadt Sondershausen eine nicht unerhebliche Summe von über 100.000 Euro für den Bau beisteuert.

Radweg auch für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Radweg auch für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kucksch freute sich, dass der Radweg auch vor seiner offiziellen Freigabe schon sehr gut genutzt wird. Es gibt aber auch schon erste Probleme. Hauptnutzer sind aktuell die Spaziergänger und Wanderer, die den Weg für sich entdeckt haben. Eine Einwohner berichtete, dass er von Fußgänger beschimpft wurde, weil er mit dem Rad (!) den Unstrut-Werra-Radweg benutzt hat.
Das wird sich, so Kucksch sicher noch auf einen Nenner bringen lassen.

Kompromisse sind auch an anderer Stelle gefragt. Der UWR wird und soll natürlich auch von Fußgängern benutzt werden und wird ja auch mit dem blauen Verkehrszeichen Fußgänger und Radfahrer gekennzeichnet. Das hat aber auch notwendige Konsequenzen. Sobald der Weg auch für Fußgänger freigegeben ist, gibt es auch bestimmte bauliche Vorschriften zu beachten.

Radweg auch für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Radweg auch für Radfahrer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Für blinde Mitbürger muss das Ende des Weges erkennbar sein, wenn der Weg eine Straße überquert. Deshalb wurden an den Übergängen immer Kanten gelassen, dass diese Stellen mit dem Blindenstock ertastet werden können.
Sicher für die Radfahrer (besonders mit Rennrädern) nicht sehr angenehm, weil sich doch teils eine deutlich merkbare Kante ergibt. Hier sollten Radfahrer Verständnis zeigen. Hier war kn schon öfter mal wegen dieser für Radfahrer unangenehmen Kanten (im Bild die Auffahrt auf den UWR in Berka in Richtung Bad Frankenhausen) gefragt worden, ob das notwendig sei. Klare Ansage, das ist wichtig für die Sicherheit der blinden Mitbürger.
Autor: khh

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