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Ein Blick in die Statistik

Neues Rekordjahr für das Reiseland Thüringen

Mittwoch, 02. März 2016, 10:20 Uhr
Die Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten empfingen im Jahr 2015 über 3,7 Millionen Gäste. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag die Zahl der Gästeankünfte damit um 1,8 Prozent höher als im bisherigen Rekordjahr 2014. Besonders gut sah es im Kyffhäuser aus, im Eichsfeld und dem Südharz eher nicht...

Die Zahl der Gästeübernachtungen erreichte mit knapp 9,8 Millionen allerdings nicht das Vorjahresergebnis (-0,3 Prozent). „3,5 Millionen Gäste (93,3 Prozent) waren aus Deutschland und knapp 250.000 aus dem Ausland. Die Zahl der inländischen Gäste stieg im Jahr 2015 um 1,9 Prozent, die Zahl der ausländischen Gäste blieb konstant“, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, weiter.

Nur drei der zehn Thüringer Reisegebiete konnten im Jahr 2015 einen Anstieg sowohl der Gästezahlen als auch der Übernachtungszahlen verbuchen. Der Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) kann mit einem deutlichen Plus bei den Gästezahlen (+ 5,5 Prozent) und Übernachtungen (+ 3,9 Prozent) aufwarten. Auch das Reisegebiet Kyffhäuser kann bei den Gästezahlen (+ 4,9 Prozent) und bei den Übernachtungen (+ 1,6 Prozent) eine positive Bilanz ziehen, ebenso die Thüringer Rhön (+ 1,5 Prozent Gäste, + 0,4 Prozent Übernachtungen).

Der Thüringer Wald als größtes Reisegebiet konnte zwar einen Anstieg der Gästezahlen erzielen (+ 1,1 Prozent), musste aber hinsichtlich der Zahl der Übernachtungen einen Rückgang verkraften (- 2,3 Prozent). Der Südharz musste bei 76.794 Ankünften ein Minus von 2,2 % hinnehmen und auch 189.222 bedeuten einen Rückgang von -1,3 %. Im Eichsfeld kamen 107.311 Gäste an, ein Minus von 1,4%, die Übernachtungen summierten sich auf 326.505, 2,5% weniger als im Vorjahr.

Nach Herkunftsländern betrachtet waren auch im Jahr 2015 die Gäste aus den Niederlanden mit 40.000 mit Abstand die größte Gruppe unter den Besuchern aus dem Ausland, 3,1 Prozent weniger als 2014. Es folgten die Gäste aus der Schweiz mit 20.000 Besuchern (+ 1,0 Prozent) und aus Österreich mit knapp 19.000 Besuchern (+ 2,0 Prozent).

Der deutliche Anstieg der Gästezahlen aus den USA (+ 11,2 Prozent), dem Vereinigten Königreich (+ 7,6 Prozent) oder China (+ 23,5 Prozent) lässt auf ein gewachsenes Interesse dieser Länder an Thüringen und seinen Sehenswürdigkeiten schließen. Die etwa 65.000 Gästebetten, die im Jahresdurchschnitt 2015 in den Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten (ohne Campingplätze) angeboten wurden, waren im Durchschnitt zu 39,5 Prozent ausgelastet.
Autor: red

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