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Neues aus Sondershausen

Weiterer Ausbau der Bebra notwendig

Dienstag, 22. März 2016, 09:51 Uhr
Sie sieht so friedlich aus, wenn sie so daher strömt hier am Gottesacker, aber sie ist ein „Damokles-Schwert“ für die Stadt Sondershausen…

Wenn sie im Sommer mal nicht zu feucht ist, besteht die Gefahr dass die Regenwürmer die Bebra leer trinken, so Bauamtsleiter Manfred Kucksch gestern bei einer Einwohnerversammlung in Sondershausen.

Weiterer Ausbau der Bebra notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weiterer Ausbau der Bebra notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber wehe, wenn es mal schwere Regengüsse gibt. Dadurch, dass die Stadt sehr stark versiegelt ist, fließt das Wasser rasend schnell in Richtung Bebra und lässt sie oft binnen Minuten zu einem reißenden Strom anschwellen, mit großem Potential für ein Hochwasser.

Rechenmodelle für die Bebra besagen, dass die Vorwarnzeit gerade mal 10 Minuten beträgt! Deshalb wurden in letzter Zeit gefährdete Hauseigentümer angeschrieben, und aufgefordert sich mit Sandsäcken zu bevorraten, um schnell ihre Häuser schützen zu können. Bei so einer kurzen Vorwarnzeit kann man nicht warten bis Behörden Sandsäcke ausgeben, oder vielleicht Feuerwehr oder THW anrücken. Die Auswahl der angeschrieben Hauseigentümer erfolgte aus dem möglichen Überschwemmungsgebiet laut Rechenmodell.

Weiterer Ausbau der Bebra notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weiterer Ausbau der Bebra notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Stadt hat bereits viel Geld in den Ausbau der Bebra gesteckt, wie hier der Ausbau des Durchlasses. Aber wir müssen nach Berechnungen noch rund 10 bis 12 Millionen Euro in den nächsten 10 Jahren in den Ausbau stecken, so Kucksch.

Besonders die Uferböschung der Bebra im Bereich der Erfurterstraße droht bald einzustürzen und auch in Bebra (u.a. Sportplatz) gibt es noch viel zu tun. Allein dieser Bereich wird rund 600.000 Euro Kosten verursachen, so Kucksch.

Weiterer Ausbau der Bebra notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Weiterer Ausbau der Bebra notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dank sagte Kucksch für bürgerliches Engagement. Es sind Bürger aus der Gartenstraße, die hier das Gitter (Parkplatz Nordthüringen Volksbank) öfter von Gegenständen befreien, wenn durch Anschwemmen von Gestrüpp und ähnlichem Dingen befreien. Bei Starkregenfällen verhinderten sie bereits öfter, dass hier sich das Wasser staut und dann sofort in die Stadt läuft.

Bleibt bei dem anstehenden Ausbau nur zu hoffen, dass in den nächsten 10 Jahren kein HQ 100 auftritt, dann könnte viel Wasser ins Stadtzentrum laufen!
Autor: khh

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