Stadträte der VS Sondershausen schreiben an ihre Kollegen
Das sind echte Monster!
Montag, 18. April 2016, 22:31 Uhr
Offener Brief der Volkssolidarität an die andere Stadträte/innen des Sondershäuser Stadtrates zum Thema Windpark Thalebra/Hohenebra. Hier der Wortlaut..
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Sondershäuser Stadtrates, im Vorfeld der Stadtratssitzung von nächster Woche möchten wir Euch als mitentscheidende Stadträte/innen ein wenig zum TOP 16 (positive Stellungnahme zur Errichtung eines Windparks in den Ortslagen Thalebra/Hohenebra) sensibilisieren.
Die zum TOP 16 ausgeführte Begründung liefert eigentlich nur relativ allgemein gehaltene Fakten, die Art und Umfang des zu erwartenden Windparks nur sehr verniedlicht darstellen. Wir reden hier aber über einen sehr groß dimensionierten Windpark mit bis zu 20 Windkraftanlagen! Diese Windkraftanlagen sind in ihren Dimensionen deutlich größer als solche, die ihr bisher aus unserer Gegend kennt.
Wir sprechen laut Projekt von Höhen bis zu 200 Metern. Das sind echte Monster! Es gibt seit gut einem Jahr eine Bürgerinitiative in Thalebra, die Angst vor den durchaus zahlreich vorhandenen Beeinträchtigungen hat. Diese Bürgerinitiative hat eine entsprechende Protestnote mit über 70 Unterschriften aus den Haushalten bei der zuständigen Planungsbehörde eingereicht. Es gibt es solche Protestnoten auch von der örtlichen Jagdgenossenschaft sowie vom Heimatverein Thalebra.
Man kann ja grundsätzlich zu Windenergie stehen, wie man möchte, aber in unserer Funktion als gewählte Vertreter der Sondershäuser Bürger (und da gehören unsere Ortsteile genauso dazu!) haben wir die verdammte Pflicht und Schuldigkeit die Ängste und Nöte unserer Mitbürger ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.
Wir haben bei Projekten wie Schweinemastanlagen, Pumpspeicherwerk und Nichtschließung der Borntal-Turnhalle Flagge gezeigt und sollten es auch hier tun!
Wir persönlich sehen die gebratenen Tauben, die uns die Millionen in die Kassen spülen, nicht wirklich. Zuviel Anbieter auf einem hart umkämpften Markt, zu viel unwägbare Risiken, zu viel Beeinträchtigung unserer BürgerInnen.
Lasst uns unserer Aufgabe gerecht werden und das Beste für unseren MitbürgerInnen tun und nicht das Beste für die Stadtwerke oder anderen "windige" Investoren. Bitte bildet Euch eure eigene Meinung und lasst Euch nicht zu sehr vom fleißigen Stadtwerkelobbyismus beeinflussen.
Kollegiale Grüße und ein wenig Muße zum Nachdenken wünschen Euch Eure Stadtratskollegen und -kolleginnen von der Volkssolidarität.
Fraktion der Volkssolidarität im Stadtrat der Stadt Sondershausen
Autor: khhSehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Sondershäuser Stadtrates, im Vorfeld der Stadtratssitzung von nächster Woche möchten wir Euch als mitentscheidende Stadträte/innen ein wenig zum TOP 16 (positive Stellungnahme zur Errichtung eines Windparks in den Ortslagen Thalebra/Hohenebra) sensibilisieren.
Die zum TOP 16 ausgeführte Begründung liefert eigentlich nur relativ allgemein gehaltene Fakten, die Art und Umfang des zu erwartenden Windparks nur sehr verniedlicht darstellen. Wir reden hier aber über einen sehr groß dimensionierten Windpark mit bis zu 20 Windkraftanlagen! Diese Windkraftanlagen sind in ihren Dimensionen deutlich größer als solche, die ihr bisher aus unserer Gegend kennt.
Wir sprechen laut Projekt von Höhen bis zu 200 Metern. Das sind echte Monster! Es gibt seit gut einem Jahr eine Bürgerinitiative in Thalebra, die Angst vor den durchaus zahlreich vorhandenen Beeinträchtigungen hat. Diese Bürgerinitiative hat eine entsprechende Protestnote mit über 70 Unterschriften aus den Haushalten bei der zuständigen Planungsbehörde eingereicht. Es gibt es solche Protestnoten auch von der örtlichen Jagdgenossenschaft sowie vom Heimatverein Thalebra.
Man kann ja grundsätzlich zu Windenergie stehen, wie man möchte, aber in unserer Funktion als gewählte Vertreter der Sondershäuser Bürger (und da gehören unsere Ortsteile genauso dazu!) haben wir die verdammte Pflicht und Schuldigkeit die Ängste und Nöte unserer Mitbürger ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.
Wir haben bei Projekten wie Schweinemastanlagen, Pumpspeicherwerk und Nichtschließung der Borntal-Turnhalle Flagge gezeigt und sollten es auch hier tun!
Wir persönlich sehen die gebratenen Tauben, die uns die Millionen in die Kassen spülen, nicht wirklich. Zuviel Anbieter auf einem hart umkämpften Markt, zu viel unwägbare Risiken, zu viel Beeinträchtigung unserer BürgerInnen.
Lasst uns unserer Aufgabe gerecht werden und das Beste für unseren MitbürgerInnen tun und nicht das Beste für die Stadtwerke oder anderen "windige" Investoren. Bitte bildet Euch eure eigene Meinung und lasst Euch nicht zu sehr vom fleißigen Stadtwerkelobbyismus beeinflussen.
Kollegiale Grüße und ein wenig Muße zum Nachdenken wünschen Euch Eure Stadtratskollegen und -kolleginnen von der Volkssolidarität.
Fraktion der Volkssolidarität im Stadtrat der Stadt Sondershausen
