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Kommunalpolitik

Schwimmbad soll erhalten werden

Freitag, 22. April 2016, 09:21 Uhr
Der politische Wille ist da, dass Schwimmbad in Großfurra zu erhalten, auch wenn gestern im Stadtrat Sondershausen kein Beschluss gefasst werden musste…

Der Schwimmbadverein Großfurra, der seit nun schon 12 Jahren das Schwimmbad Großfurra für die Stadt Sondershausen erfolgreich und sicher betreibt, war mit zahlreichen Mitgliedern in der Bürgerfragestunde erschienen.

Schwimmbad soll erhalten werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schwimmbad soll erhalten werden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vereinsvorsitzender Detlef Wiegel und sein Stellvertreter Markus Töppe (im Bild vorn) präsentieren die 350 Unterschriften, die binnen einer Woche nicht nur in Großfurra gesammelt worden waren und sich für den Erhalt des Schwimmbades aussprachen.

Was war geschehen? Schon seit seit zwei Jahren drängte die SPD/Grüne-Fraktion die Stadt Sondershausen auf den Tisch zu legen, warum das Bergbad wesentlich höhere Kosten verursacht als vergleichbare Bäder in anderen Städten. Hintergrund dabei, wie Sabine Bräunicke (SPD) betonte, die einzusparenden Kosten dem Schwimmbad Großfurra zukommen zu lassen, wie sie gestern nochmals betonte.

Die Stadt Sondershausen gab deshalb ein Gutachten bei einer Unternehmensberatung in Auftrag, dass die Ursachen ermitteln sollte. Der zuzahlende Betrag von 20.000 Euro führte zu einem Aufstöhnen bei den Besuchern und dem Zwischenruf, da könnten wir ja unsere Rettungsschwimmer spielend bezahlen.

Laut Gutachten soll es Mängel im Schwimmbad geben und das Gutachten schlägt vor, den bisherigen Kooperationsvertrag und einen Pachtvertrag zu ändern. Das kommt für den Verein nicht in Frage, so Wiegel. Und auch angebliche technische Mängel seien mit Vorsicht zu genießen, so Töppe. Als Beispiel führte er an, die Kinderrutsche ist vom TÜV Nordthüringen als ordnungsgemäß abgenommen worden, soll aber laut Gutachten Mängel haben, das kann man nicht verstehen.

Problematisch für Bergbad und Schwimmbad Großfurra der Mangel an Rettungsschwimmern. Hier müsse ein Aufruf gestartet werden, so Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU). Wir müssen auch Studenten wegen Ferienjobs ansprechen. Hier bezweifelte Rettungsschwimmerin Sarah Lemsch, dass Studenten da kaum extra aus Erfurt bis nach Großfurra kommen werden.

Es ist Ziel der Stadt so Kreyer, dass das Schwimmbad planmäßig geöffnet wird. Es soll eine Sitzung des Werksausschuss einberufen werden, bei der man sich mit den Vertretern des Badesportvereins über die notwendigen Schritte zu einigen.

Alle Fraktionen hatten in ihren Stellungsnahmen gefordert, dass das Schwimmbad erhalten werden muss und dass der Badesportverein eine sehr gute Arbeit leistet. Übrigens hatte der Stadtrat bereits 2011 einen Ehrenamtspreis an den Badesportverein vergeben.
Autor: khh

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