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DAS GEHEIME DEUTSCHE URANPROJEKT 1939 - 1945

Beute der Alliierten

Donnerstag, 05. Mai 2016, 08:55 Uhr
Das Buch von Günter Nagel, mit Zuarbeiten von Gunther Hebestreit aus Bleicherode, erschien 2016 auf der Leipziger Buchmesse. Herausgeber sind der "Geschichts- und Heimatverein Zella-Mehlis" und die "Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft". Es geht um ein Thema, das in Deutschland und der Welt nur einigen Wenigen vertraut sein dürfte...


Dem deutschen Physiker Otto Hahn und dessen Assistenten Fritz Straßmann war am 17. Dezember 1938 am Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie der Beweis einer neutroneninduzierten Kernspaltung von Uran durch den radiochemischen Nachweis der dadurch entstandenen Spaltprodukte Barium und Krypton gelungen. Sie veröffentlichten ihre Entdeckung am 6. Januar 1939 in der Zeitschrift „Die Naturwissenschaften“.

Bereits drei Wochen nach Beginn des zweiten Weltkrieges, also im September des Jahres 1939, beschloss das Heereswaffenamt (HWA) unter Leitung von Generalleutnant Alfred von Vollard-Bockelberg (1874–1945) Chef des Heereswaffenamtes vom 1. Juni 1929 bis 30. November 1933) die Entdeckung der Urankern-Spaltung auf ihre militärische Nutzbarkeit hin zu untersuchen. In diese Untersuchungen waren eine Vielzahl von renommierten Kernphysikern eingebunden.

Eine der zahlreichen dafür tätigen Arbeitsgruppen stand unter der Leitung von Dr. Kurt Diebner, Referatsleiter „Kernphysik" in der Forschungsabteilung des HWA. Zusammen mit seinen Mitarbeitern arbeitete er in der Versuchsstelle Gottow, auf dem Heeresversuchsplatz Kummersdorf. Sein Ziel war es, eine Versuchsanlage zu schaffen, die eine kontrollierte Urankern-Spaltung ermöglichte, die „Uranmaschine".

Mit relativ einfachen Mitteln wurden mehrere Großversuche durchgeführt, die allerdings nicht zu einer „laufenden" Uranmaschine führten. Schließlich erfolgte 1944, kriegsbedingt, die Verlagerung aus Kummersdorf nach Stadtilm, wo weiter experimentiert werden sollte. Im Frühjahr 1945 flüchtete die Gruppe vor den heranrückenden US-Verbänden nach Bayern, wo sie in die Hände der Alliierten geriet.

Das Buch beinhaltet eine Vielzahl von Rechercheergebnissen zu diesem äußerst spannenden und vielerorts völlig unbekannten Themengebiet.
Autor: red

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