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Standortfrage Kyffhäuser-Gymnasium
Dienstag, 17. Mai 2016, 22:10 Uhr
Wir ehemaligen Abiturienten verfolgen natürlich auch mit großem Interesse die gymnasiale Entwicklung in unserer Stadt. Hier lief dazu diese Stellungnahme ein, der auch die Naturschützer auf den Plan rufen könnte...
Einen besonderen Diskussionsstoff während unseres Klassentreffens zum Goldenen Abitur bot die Standortfrage für das Kyffhäuser-Gymnasium.
Den Baufachleuten unter uns ist der vom Landratsamt neu gewählte Standort an der
Zweifelder-Halle aus guten Gründen unverständlich.
Während die Landrätin einen Neubau des Gymnasiums mit Baugrundproblemen am vorhandenen Standort und damit erhöhten Baukosten begründete, will man nun an einem Standort mit viel schlechteren Baugrund und fehlender Infrastruktur bauen.
Noch dazu müssen erst die benötigten Flächen von Privat gekauft werden. Insgesamt ist mit einer Kostenexplosion weit über den geplanten Kostenrahmen zu rechnen.
Dieses Gebiet dient nach Aussagen von Anwohnern auch als Brutstätte des geschützten Eisvogels.
Uns liegt ein Baugrundgutachten des Ing.-Büros für Geotechnik, Dipl.-Ing. Gotschol, für die
Zweifelder-Halle vor. Das neue Gymnasium soll in unmittelbarer Nähe der Turnhalle auf noch tiefer liegendes Gelände gebaut werden, wodurch dieses Baugrundgutachten durchaus als Vergleich herangezogen werden kann.
In diesem Gutachten heißt es unter anderen:
Die Baugrundverhältnisse im Standort sind geprägt durch einen ca. 6 m mächtigen, gering
tragfähigen, in weicher Konsistenz und lockerer Lagerungsdichte anstehenden holozänen
Lockergesteinshorizont und einem geländenahen geschlossenen Grundwasserhorizont.
Die Langzeitwasserstände betragen Wmittel=127,0 m HS und Wmax= geländegleich!
Das Grundwasser ist von der Betonaggressivität stark angreifend.
Erst die ab ca. 6 m unter Geländeoberkante anstehende Fließerde sowie der Zersatz- und
Verwitterungshorizont des Festgesteines besitzen gute Tragfähigkeits- und
Verformungseigenschaften. Der Festgesteinshorizont liegt bei etwa 8 m unter GOK.
Für die geplante Maßnahme sind gründungstechnische Mehraufwendungen in Form von
Bodenaustauschen, Geländeaufpolsterungen sowie eventuell Spezialtiefbaugründungen
erforderlich.
Es ist unprofessionell, wie unsere gewählten Volksvertreter ihre Entscheidungen über
die Köpfe der Bürger hinweg fällen, ohne sich vorher ausreichend informiert zu haben.
Sowohl in der freien Wirtschaft als auch im privaten Bereich ist grundsätzlich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung Grundlage jeder Investitionsentscheidung und keine politisch getragene Bauchentscheidung wie in diesem Falle.
Die tatsächlichen Kosten für beide Varianten sollten offen gelegt werden.
Durch die Standortdiskussionen für das Kyffhäuser-Gymnasium ist viel Zeit verloren gegangen. Deshalb muss jetzt alle Kraft auf das ursprüngliche Projekt Ersatzneubau und Kapazitätserweiterung auf dem Schulgelände Haus 1 konzentriert werden, weil hier das
geringere Standortrisiko besteht und nicht nur den Schülern, sondern der gesamten Stadt damit besser gedient ist.
Wenn sich das beauftragte Architekturbüro aus Weimar dieser anspruchsvollen Aufgabe mit einer Haftungsfreistellung entziehen möchte, ist das für uns nicht nachvollziehbar.
Der derzeitige Standort des Gymnasiums verdient es, städtebaulich und als Schulstandort weiterentwickelt zu werden.
Die Ehemaligen vom Abiturjahrgang 1966
Einen besonderen Diskussionsstoff während unseres Klassentreffens zum Goldenen Abitur bot die Standortfrage für das Kyffhäuser-Gymnasium.
Den Baufachleuten unter uns ist der vom Landratsamt neu gewählte Standort an der
Zweifelder-Halle aus guten Gründen unverständlich.
Während die Landrätin einen Neubau des Gymnasiums mit Baugrundproblemen am vorhandenen Standort und damit erhöhten Baukosten begründete, will man nun an einem Standort mit viel schlechteren Baugrund und fehlender Infrastruktur bauen.
Noch dazu müssen erst die benötigten Flächen von Privat gekauft werden. Insgesamt ist mit einer Kostenexplosion weit über den geplanten Kostenrahmen zu rechnen.
Dieses Gebiet dient nach Aussagen von Anwohnern auch als Brutstätte des geschützten Eisvogels.
Uns liegt ein Baugrundgutachten des Ing.-Büros für Geotechnik, Dipl.-Ing. Gotschol, für die
Zweifelder-Halle vor. Das neue Gymnasium soll in unmittelbarer Nähe der Turnhalle auf noch tiefer liegendes Gelände gebaut werden, wodurch dieses Baugrundgutachten durchaus als Vergleich herangezogen werden kann.
In diesem Gutachten heißt es unter anderen:
Die Baugrundverhältnisse im Standort sind geprägt durch einen ca. 6 m mächtigen, gering
tragfähigen, in weicher Konsistenz und lockerer Lagerungsdichte anstehenden holozänen
Lockergesteinshorizont und einem geländenahen geschlossenen Grundwasserhorizont.
Die Langzeitwasserstände betragen Wmittel=127,0 m HS und Wmax= geländegleich!
Das Grundwasser ist von der Betonaggressivität stark angreifend.
Erst die ab ca. 6 m unter Geländeoberkante anstehende Fließerde sowie der Zersatz- und
Verwitterungshorizont des Festgesteines besitzen gute Tragfähigkeits- und
Verformungseigenschaften. Der Festgesteinshorizont liegt bei etwa 8 m unter GOK.
Für die geplante Maßnahme sind gründungstechnische Mehraufwendungen in Form von
Bodenaustauschen, Geländeaufpolsterungen sowie eventuell Spezialtiefbaugründungen
erforderlich.
Es ist unprofessionell, wie unsere gewählten Volksvertreter ihre Entscheidungen über
die Köpfe der Bürger hinweg fällen, ohne sich vorher ausreichend informiert zu haben.
Sowohl in der freien Wirtschaft als auch im privaten Bereich ist grundsätzlich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung Grundlage jeder Investitionsentscheidung und keine politisch getragene Bauchentscheidung wie in diesem Falle.
Die tatsächlichen Kosten für beide Varianten sollten offen gelegt werden.
Durch die Standortdiskussionen für das Kyffhäuser-Gymnasium ist viel Zeit verloren gegangen. Deshalb muss jetzt alle Kraft auf das ursprüngliche Projekt Ersatzneubau und Kapazitätserweiterung auf dem Schulgelände Haus 1 konzentriert werden, weil hier das
geringere Standortrisiko besteht und nicht nur den Schülern, sondern der gesamten Stadt damit besser gedient ist.
Wenn sich das beauftragte Architekturbüro aus Weimar dieser anspruchsvollen Aufgabe mit einer Haftungsfreistellung entziehen möchte, ist das für uns nicht nachvollziehbar.
Der derzeitige Standort des Gymnasiums verdient es, städtebaulich und als Schulstandort weiterentwickelt zu werden.
Die Ehemaligen vom Abiturjahrgang 1966
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
