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Probleme mit der Wipper?

Donnerstag, 19. Mai 2016, 05:47 Uhr
Immer wieder wurde kn befragt, was hat es eigentlich mit diesen Belägen auf sich, die am Ufer der Wipper in Sondershausen zu sehen sind? Für Sie hat kn nachgefragt, mit dem überraschenden Resultat: Was man sieht ist harmlos, was man nicht sieht eventuell nicht…

Vor allem an der Ufer der Wipper zwischen Brücken in Stockhausen und Brücke Wippertor sieht man immer wieder diese ursprünglich mal fast weißen Beläge.

Probleme mit der Wipper? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Probleme mit der Wipper? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auf angespülten Pflanzenresten ist dieser Belag gut zu sehen. Ist das etwa Salz? Ist die Wipper so stark versalzen? Beim Landratsamt Kyffhäuserkreis und bei der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie(TLUG) Außenstelle Sondershausen hat kn nachgefragt.

Probleme mit der Wipper? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Probleme mit der Wipper? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Klare Antwort von beiden Institutionen, bei den weißen Belägen handelt es sich nicht um Salz. Das könnte sich bei der Feuchtigkeit in dieser Form auch nicht halten. Wenn es Salzausblühungen wären, würde die Wipper „tot“ sein, keine Pflanzen und auch keine Fische.

Die Wipper ist aber sehr lebendig. Die Wasserpflanzen wuchern regelrecht, man sieht es auch an der Fülle der Pflanzen. Wo viel wächst wird auch viel abgerissen und Pflanzenteile zersetzen sich. In dem besagten Bereich liegt eine hohe Wassergeschwindigkeit vor und so gibt es kleine Verwirbelungen mit dem Resultat, dass sich mit den zersetzenden Pflanzenteilen Schaum bildet, der recht stabil ist, und sich am Ufern in den Pflanzen absetzt. Der Schaum sieht unschön aus, ist aber harmlos.

Probleme mit der Wipper? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Probleme mit der Wipper? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das starke Pflanzenwachstum könnte aber auch von einer „Überdüngung“ herrühren. Die TLUG, so Dr. Schulz im Gespräch, führt zur Zeit Messungen des Salzgehaltes durch. Das üppige Wachstum der Wasserpflanzen ist nicht nur Bürgern aufgefallen, die es kn meldeten, sondern auch im Landratsamt kamen diese Meldungen an.

Die Wasserpflanzen wuchern der Art üppig, dass sich vor einiger Zeit ein Schwan mit so einer lange Pflanze regelrecht selbst fesselte, wie ein Bürger kn berichtete. Das große Wachstum deutet eventuell auf einen erhöhten Kaliumgehalt hin, so Dr. Schulz, aber das müssen die Messergebnisse erst zeigen. Woher das Kalium genau kommen könnte ist wohl noch nicht klar, denn von den Kali-Halden kommt mehr Natrium- und Magnesiumchlorid, denn dass Kaliumchlorid wurde ja verkauft.

Man darf gespannt sein was die Ergebnisse bringen, kn wird demnächst nachfragen.
Autor: khh

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