Kulturszene aktuell
Premiere für Thüringer Lichter Trio
Dienstag, 24. Mai 2016, 20:35 Uhr
Mitte Mai wurde zum 2. Konzert der 43. Frankenhäuser Sommermusiken in die Unterkirche eingeladen. Gerätselt wurde im Vorfeld über den Namen des Trios, auch über die ungewöhnliche Besetzung: Querflöte, Violine und Viola, wie kn erfahren hat...
Komponisten lassen sich immer wieder ungewöhnliche Zusammenstellungen von Instrumenten einfallen und komponieren dann dafür entsprechende Werke. Im Konzert in der Unterkirche konnte man das erleben.
Als sich die 3 Mitglieder des Lohorchesters zusammen taten, um dieses besondere Konzert einzustudieren, ging es natürlich auch um einen Namen. Es sollte deutlich werden, das sie aus Thüringen und ein Trio sind. Etwas fehlte aber noch. So schauten sie auf ihre Vornamen: Liliana Hazin-Dorus (Violine), Christian Schildmann (Querflöte) und Tereza Simona Luca (Viola) – die Silben ihrer Vornamen LI-CH-TER ergaben das fehlende Wort und damit dem Namen der Gruppe einen Sinn: Thüringer Lichter Trio.
Im Programm hatten sie 3 Werke der Wiener Epoche Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts gewählt. Alle 3 Komponisten des Abends haben mit Wien zu tun, die Stücke sind jedoch sehr unterschiedlich.
Als erstes erklang ein Werk Franz Christoph Neubauer, er galt als Naturgenie und war Hofkapellmeister beim Grafen von Schaumburg-Lippe. Danach spielte das Trio ein Stück von Franz Alexander Pössinger. Dieser in der kaiserlichen Hofkapelle zu Wien tätige Komponist war in der Fachwelt sehr angesehen und wurde oft als Sachverständiger herangezogen.
Als letzte Komposition erklang die Serenade op. 25 von Ludwig van Beethoven. Dieses Stück gibt Rätsel auf: Wann wurde es komponiert, warum diese ungewöhnliche Besetzung. Sie erschien erstmalig 1802. Es könnte sowohl eine Auftragskomposition für ein Adelshaus oder aber für ein Ensemble von Liebhabern klassischer Musik, welche in dieser Besetzung musizierte, gewesen sein oder…Auch eine Experimentalarbeit Beethovens wäre denkbar, ist doch das Stück ohne echte Bassstimme komponiert.
Das Konzertpublikum wurde an diesem Abend ungewöhnlich überrascht. Unbekannte Werke waren zu hören und ein Trio, welches ohne Pause ununterbrochen im Einsatz war. Man darf auf weitere Konzertabende mit diesem Trio gespannt sein.
Text und Foto: Peter Zimmer
Autor: khhKomponisten lassen sich immer wieder ungewöhnliche Zusammenstellungen von Instrumenten einfallen und komponieren dann dafür entsprechende Werke. Im Konzert in der Unterkirche konnte man das erleben.
Als sich die 3 Mitglieder des Lohorchesters zusammen taten, um dieses besondere Konzert einzustudieren, ging es natürlich auch um einen Namen. Es sollte deutlich werden, das sie aus Thüringen und ein Trio sind. Etwas fehlte aber noch. So schauten sie auf ihre Vornamen: Liliana Hazin-Dorus (Violine), Christian Schildmann (Querflöte) und Tereza Simona Luca (Viola) – die Silben ihrer Vornamen LI-CH-TER ergaben das fehlende Wort und damit dem Namen der Gruppe einen Sinn: Thüringer Lichter Trio.
Im Programm hatten sie 3 Werke der Wiener Epoche Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts gewählt. Alle 3 Komponisten des Abends haben mit Wien zu tun, die Stücke sind jedoch sehr unterschiedlich.
Als erstes erklang ein Werk Franz Christoph Neubauer, er galt als Naturgenie und war Hofkapellmeister beim Grafen von Schaumburg-Lippe. Danach spielte das Trio ein Stück von Franz Alexander Pössinger. Dieser in der kaiserlichen Hofkapelle zu Wien tätige Komponist war in der Fachwelt sehr angesehen und wurde oft als Sachverständiger herangezogen.
Als letzte Komposition erklang die Serenade op. 25 von Ludwig van Beethoven. Dieses Stück gibt Rätsel auf: Wann wurde es komponiert, warum diese ungewöhnliche Besetzung. Sie erschien erstmalig 1802. Es könnte sowohl eine Auftragskomposition für ein Adelshaus oder aber für ein Ensemble von Liebhabern klassischer Musik, welche in dieser Besetzung musizierte, gewesen sein oder…Auch eine Experimentalarbeit Beethovens wäre denkbar, ist doch das Stück ohne echte Bassstimme komponiert.
Das Konzertpublikum wurde an diesem Abend ungewöhnlich überrascht. Unbekannte Werke waren zu hören und ein Trio, welches ohne Pause ununterbrochen im Einsatz war. Man darf auf weitere Konzertabende mit diesem Trio gespannt sein.
Text und Foto: Peter Zimmer

