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Kommunalpolitik

Mit Bus von Eisenach nach Artern?

Donnerstag, 26. Mai 2016, 00:05 Uhr
Beim 4. Nordthüringer Gewerkschaftstreffen gestern in Ebeleben, kn wird noch ausführlich berichten, ging es auch um sehr interessante Themen im Busverkehr...

Zum Gewerkschaftstreffen hatte der DGB Kyffhäuserkreis neben Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme (SPD) auch den Geschäftsführer der Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis mbH, Gerd Haßkerl, eingeladen. Und Letzterer hatte einige interessante Aussagen "im Gepäck".

Auf den Entwurf des Nahverkehrsplan Thüringens angesprochen hatte Gerd Haßkerl einige wichtige mögliche Änderungen parat. Nach seinen Angaben plant die Landesregierung eine Richtlinie für ein landesbedeutendes Liniennetz, dass mit Mitteln des Landes finanziert werden soll.

Landesbedeutende Linien sollen als Kriterien acht Buspaare pro Werktag und vier Buspaare pro Wochenende haben. Eine solche Linie soll die Strecke Eisenach-Mühlhausen-Sondershausen-Artern abdecken und sei im Entwurf enthalten.

Diskutiert wird sogar eine zweite landesbedeutende Linie von Eisenach über Bad Langensalza nach Ebeleben und Sondershausen. Aber hier gibt es noch mögliche Probleme mit der Taktung, so Haßkerl, damit man sich mit den Busabfahrten nicht zu nahe kommt. Diese Buslinie wurde ins Spiel gebracht, weil einige Gebiete schlecht mit Busverkehr bedacht wurden.

Wenn das realisiert wird, dann wird ja Ebeleben bald zu einem Busknotenpunkte, freute sich Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD). Allerdings steht noch die endgültige Bestätigung der Richtlinie durch die Landesregierung aus. Start der Linie Eisenach - Artern wäre dann sogar schon Dezember 2016, so Haßkerl.

Und noch eine weitere Neuigkeit hatte Haßkerl dabei. Das in Bussen teils bereits Fahrräder mitgenommen werden dürfen ist nicht neu, aber jetzt wurde ein Bus mit einem Außenträger für fünf Fahrräder am Heck des Busses ausgerüstet, der künftig zwischen Mühlhausen und Sondershausen fahren wird. An Wochenenden soll der so ausgerüstete Bus allerdings im Nationalpark Hainich unterwegs sein.

Der Radfahrer muss selbst nicht viel machen, sondern nur sich beim Busfahrer melden. Aus Sicherheitsgründen muss der Busfahrer das Fahrrad selbst in die Halterung einsetzen. Das braucht aber nur 25 Sekunden, so Haßkerl.
Dieses Angebot ist sicher nicht uninteressant auch im Hinblick auf den Unstrut-Werra-Radweg, wenn nicht so fitte Radfahrer die etwas bergige Strecke besonders zwischen Ebeleben und Sondershausen meiden wollen.
Autor: khh

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