Kulturszene aktuell
Friedensstein strahlt in neuem Glanz
Freitag, 27. Mai 2016, 14:56 Uhr
Nach Denkmalsanierung in Artern: 145jähriger Friedensstein strahlt in neuem Glanz...
Bereits eine Woche vor der offiziellen Übergabe des Friedenssteins von 1870 an der Straße nach Schönfeld hatten der Steinmetzbetrieb Marko Gödicke sowie das Blumenhaus [&] Landschaftsbau Killat GbR das sanierte Kleindenkmal (mit einigen notwendigen Verkehrsbehinderungen an der Schönfelder Kreuzung) wieder zum Altstandort gebracht und dort fixiert.
Sofort wurde das jetzt wieder sehr schmucke Denkmal mit seinem gut lesbaren Text zum Blickfang der allermeisten Kraftfahrer, die dadurch die Wartezeit an der Ampel zu verkürzen suchten. Auch nach fast anderthalb Jahrhunderten erfüllt dieses Denkmal nun seinen Zweck wieder vollauf! – Am Donnerstag, 26. Mai 2016 fand eine gelungene kleine Festveranstaltung in der Marienkirche zur Denkmalsneueinweihung statt, wobei auch Gäste aus Berga, Sangerhausen und Voigtstedt von befreundeten Vereinen begrüßt werden konnten.
Zunächst widmete sich Manfred Schröter, langjähriger Vorsitzender Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue, der Systematik, Formgebung und Zweckmäßigkeit von Kleindenkmalen und brachte hierzu regionale Beispiele. Dem schlossen sich Ausführungen des ARATORA-Vorsitzenden an, der Kleindenkmale in Artern vorstellte, um schließlich auf den Friedensstein, dessen Aussage, Geschichte und Sanierung einzugehen. Danach stellte er weitere avisierte Denkmalsanierungen vor: den kurfürstlichen Wappenstein aus der Saline (noch 2016) und den Versteinerten Baum vor der Veitskirche (voraussichtlich 2017).
Weiterhin wurde auf inzwischen fast abgeschlossene buchrestauratorische Projekte der hiesigen Kirchgemeinde eingegangen, bei denen sich auch der Heimatverein ARATORA beteiligte und für ein historisches Arterner Kirchenbuch die Kosten der Sanierung übernehmen wird. Zudem will der Verein in absehbarer Zeit eine kürzlich aufgetauchte, mehr als hundertjährige Abschrift eines Arterner Taufbuches wieder ins Kirchenarchiv verbringen.
Die Laudatio auf ARTORA-Mitglied Klaus Schmölling, der am 16. Mai 2016 seinen achtzigsten Geburtstag hätte begehen können, verlas Mitglied im Gemeindebeirat Jürgen Puchta aus Anlass seiner Aufnahme in das Goldene Buch der Stadt Artern auf Bitten der terminlich leider verhinderten Bürgermeisterin Christine Zimmer. In der Chorkapelle wurden schließlich die knapp dreißig Besucher auf die kürzlich dort befindliche Kopie eines Gemäldes mit Kreuzigungsszene hingewiesen. Nachdem das Original eines um 1490 geschaffenen Altargemäldes bis vor kurzem in der Marienkirche befindlich war, ist das Bildnis nun als ständige Leihgabe in der Dauerausstellung des Angermuseums Erfurt bedeutend besser und sicherer aufgehoben.
Jürgen Puchta entließ die Besucher nach einer kurzen Lesung mit Friedensgebet, musikalisch umrahmt von Ehefrau Christine Puchta, aus dem Ostschiff des Gotteshauses, damit sich die Besucher zum Friedensstein begeben konnten. Dort wurde das aufgrund der Sanierung an allen Seiten leicht gestutzte Denkmal beurteilt, für gut befunden und allgemein der Freude Ausdruck gegeben, dass nach dem Lutherstein von 1819 binnen eines Jahres nun das zweite wichtige stadtgeschichtliche Denkmal des 19. Jahrhunderts einer Restaurierung unterzogen worden ist.
Auch die eher spartanische Umfeldgestaltung kommt dem schlichten, dennoch 2,7 Tonnen wiegenden Denkmal entgegen. Mögen sich also künftig Arterner und Gäste unserer Stadt, besonders aber die Kraftfahrer bzw. Radler von und nach Richtung Schönfeld, an der Initiative des Heimatvereins ARATORA und dem schönen neuen alten Stein erfreuen sowie dessen Botschaft hoffentlich recht deuten!
Andreas Schmölling
Vorsitzender Heimatverein ARATORA
Autor: khhBereits eine Woche vor der offiziellen Übergabe des Friedenssteins von 1870 an der Straße nach Schönfeld hatten der Steinmetzbetrieb Marko Gödicke sowie das Blumenhaus [&] Landschaftsbau Killat GbR das sanierte Kleindenkmal (mit einigen notwendigen Verkehrsbehinderungen an der Schönfelder Kreuzung) wieder zum Altstandort gebracht und dort fixiert.
Sofort wurde das jetzt wieder sehr schmucke Denkmal mit seinem gut lesbaren Text zum Blickfang der allermeisten Kraftfahrer, die dadurch die Wartezeit an der Ampel zu verkürzen suchten. Auch nach fast anderthalb Jahrhunderten erfüllt dieses Denkmal nun seinen Zweck wieder vollauf! – Am Donnerstag, 26. Mai 2016 fand eine gelungene kleine Festveranstaltung in der Marienkirche zur Denkmalsneueinweihung statt, wobei auch Gäste aus Berga, Sangerhausen und Voigtstedt von befreundeten Vereinen begrüßt werden konnten.
Zunächst widmete sich Manfred Schröter, langjähriger Vorsitzender Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue, der Systematik, Formgebung und Zweckmäßigkeit von Kleindenkmalen und brachte hierzu regionale Beispiele. Dem schlossen sich Ausführungen des ARATORA-Vorsitzenden an, der Kleindenkmale in Artern vorstellte, um schließlich auf den Friedensstein, dessen Aussage, Geschichte und Sanierung einzugehen. Danach stellte er weitere avisierte Denkmalsanierungen vor: den kurfürstlichen Wappenstein aus der Saline (noch 2016) und den Versteinerten Baum vor der Veitskirche (voraussichtlich 2017).
Weiterhin wurde auf inzwischen fast abgeschlossene buchrestauratorische Projekte der hiesigen Kirchgemeinde eingegangen, bei denen sich auch der Heimatverein ARATORA beteiligte und für ein historisches Arterner Kirchenbuch die Kosten der Sanierung übernehmen wird. Zudem will der Verein in absehbarer Zeit eine kürzlich aufgetauchte, mehr als hundertjährige Abschrift eines Arterner Taufbuches wieder ins Kirchenarchiv verbringen.
Die Laudatio auf ARTORA-Mitglied Klaus Schmölling, der am 16. Mai 2016 seinen achtzigsten Geburtstag hätte begehen können, verlas Mitglied im Gemeindebeirat Jürgen Puchta aus Anlass seiner Aufnahme in das Goldene Buch der Stadt Artern auf Bitten der terminlich leider verhinderten Bürgermeisterin Christine Zimmer. In der Chorkapelle wurden schließlich die knapp dreißig Besucher auf die kürzlich dort befindliche Kopie eines Gemäldes mit Kreuzigungsszene hingewiesen. Nachdem das Original eines um 1490 geschaffenen Altargemäldes bis vor kurzem in der Marienkirche befindlich war, ist das Bildnis nun als ständige Leihgabe in der Dauerausstellung des Angermuseums Erfurt bedeutend besser und sicherer aufgehoben.
Jürgen Puchta entließ die Besucher nach einer kurzen Lesung mit Friedensgebet, musikalisch umrahmt von Ehefrau Christine Puchta, aus dem Ostschiff des Gotteshauses, damit sich die Besucher zum Friedensstein begeben konnten. Dort wurde das aufgrund der Sanierung an allen Seiten leicht gestutzte Denkmal beurteilt, für gut befunden und allgemein der Freude Ausdruck gegeben, dass nach dem Lutherstein von 1819 binnen eines Jahres nun das zweite wichtige stadtgeschichtliche Denkmal des 19. Jahrhunderts einer Restaurierung unterzogen worden ist.
Auch die eher spartanische Umfeldgestaltung kommt dem schlichten, dennoch 2,7 Tonnen wiegenden Denkmal entgegen. Mögen sich also künftig Arterner und Gäste unserer Stadt, besonders aber die Kraftfahrer bzw. Radler von und nach Richtung Schönfeld, an der Initiative des Heimatvereins ARATORA und dem schönen neuen alten Stein erfreuen sowie dessen Botschaft hoffentlich recht deuten!
Andreas Schmölling
Vorsitzender Heimatverein ARATORA

