Kulturszene aktuell
Wilde, Schweiß treibende Latino-Party
Montag, 30. Mai 2016, 18:53 Uhr
Beim Konzert der nikaraguanischen Cumbia-Ska-Latino-Band LA CUNETA SON MACHINam vergangenen Freitagabend im Panorama Museum war auch Fred Böhme dabei. Was er sah und vor allem hörte, gibt es hier...
Am vergangenen Freitagabend (27. Mai) war die junge nikaraguanische Band LA CUNETA SON MACHIN in der Eingangshalle des Panorama Museums zu Gast.
Der Mixerverantwortliche des Abends war Fred Böhme, dem die Aufregung vor diesem Konzert sicher anzusehen war, denn vorab war es ein Konzert mit vielen Unbekannten. Auch die neue Bühne des Panorama Museums ist nicht riesig und es waren immerhin sechs Musiker mit ihren Instrumenten darauf zu platzieren und da waren schon drängende Fragen wie: Werden die Mikrostative und das sonstige Equipment reichen? Oder Genügen die vier Bühnenmonitore für Schallversorgung der Band auf der Bühne aus?
Die Kapelle kam an diesem Abend direkt aus Belgien nach Bad Frankenhausen und gelangte kurz vor 18:00 Uhr im Panorama Museum an. Es wurde zügig aufgebaut, die Instrumente verkabelt und für diesen Auftritt passend gemacht. Letztlich waren alle Kanäle des Mixers belegt und wen wunderte das, angesichts der zahlreichen Instrumente die letztlich die Bühne füllten. Es folgten das Einpegeln der Instrumente am Mixer und der Soundcheck. Wider Erwarten ging das alles recht reibungslos vonstatten.
Beim Eintreffen der ersten Besucher kurz nach 19:00 Uhr war alles für den Auftritt bereit. Schon bei der Anspielprobe versprach dieses Konzert eine besondere Latinoparty zu werden, laut, ungezügelt und mit wilder Musizierfreude. LA CUNETA SON MACHIN sind Carlos Guillen Mejia, der Hauptsänger, Carlos Luis Mejia - Marimba und Backing Vocals, Omar Suazo – Electric Guitar, Augusto Mejia – Bass und 2. Hauptsänger, Cesar Rodriguez an den Keyboard und Sequenzern und Christian Pupin an den Drums. Ihre Musik beschreiben sie selbst als eine Mixtur aus Cumbia-Rock, Funk und Reggea. Letztlich waren sie stilistisch breiter aufgestellt.
Unüberhörbar war ihre Freude an verschiedenen elektronischen Klängen, ob nun bei den Keyboards, den verfremdeten Stimmen der beiden Hauptsänger oder beim Einsatz der gesampelten Klänge, daneben waren natürlich auch Sprechgesangseinlagen wie beim Rap, schneller Reggea, also Ska überhörbar und natürlich waren ihnen auch House- und Disco-Klänge durchaus vertraut. Und das alles geerdet in der traditionellen Latin-Musik Mittelamerikas und der Antillen, was mal mehr nach Kuba, dann wieder mehr nach Jamaika klang, dazu der typische Satzgesang, virtuose Marimba-Klänge, eine Santana-Gitarre und vertrackte Rhythmen.
Das Resultat war ein lauter aber dennoch recht kompakter Sound, eine Musik, die sofort in den Bauch und dann in die Beine ging. Vorrangig stellten die Musiker Stücke ihrer aktuellen CD Mondongo vor, die erst kürzlich mit dem Lantino-Musik-Grammy gewürdigt wurde. Das Auftaktstück El Taxero machte dann auch sofort klar, was das Publikum zu erwarten hatte. Trotzdem gab es zuvor die übliche Suche nach einem Sitzplatz.
Doch dieses Mal standen viel weniger Stühle als sonst, damit es etwas mehr Raum zum Tanzen gab, der dieses Mal wirklich notwendig war. Bereits beim zweiten Stück hielt es viele der mehr als 110 Gäste nicht mehr auf den Stühlen. In der Konzertpause räumten einige beherzte Damen sogar Stühle weg und scheuten dabei keine Debatten mit einigen widerstrebenden Sitzplatzinhabern, die ebenfalls zum Mittanzen aufgefordert wurden.
Dieser geballten Lebensfreude und Energie konnte man auf Dauer nur schwerlich widerstehen. Nicht nur die Gesangsleistung und Tanzperformance von Carlos Guillen Mejia war bemerkenswert, sondern jeder der Musiker durfte im Laufe des Konzertes seine besonderen Qualitäten demonstrieren, wobei mir besonders eindrucksvoll das Marimbaspiel von Carlos Luis Mejia erschien, wie auch das sehr straighte Schlagzeug von Christian Pupin.
Sehr lustig waren dann auch die Tanzchoreographien, die die Band im zweiten Teil ihres Konzertes darbot oder die sentimentale Herz-Schmerz-Liebes-Schnulze, die mit der nötigen Ironie und Augenzwinkern präsentiert wurde. Eine wilde Tanznummer als Zugabe und dann war die Band nach 90 Minuten Schweiß treibender Performance mit ihrem Konzert fertig. Euphorische Konzertgäste ließen es sich nicht nehmen, zusammen mit den Musikern zum Erinnerungsfoto zu posieren.
Fred Böhme
Panoramamuseum
Sämtliche Fotos vom Konzert von La Cuneta Son Machine; Rechteinhaber: Fred Böhme / Archiv Panorama Museum
Autor: khhAm vergangenen Freitagabend (27. Mai) war die junge nikaraguanische Band LA CUNETA SON MACHIN in der Eingangshalle des Panorama Museums zu Gast.
Der Mixerverantwortliche des Abends war Fred Böhme, dem die Aufregung vor diesem Konzert sicher anzusehen war, denn vorab war es ein Konzert mit vielen Unbekannten. Auch die neue Bühne des Panorama Museums ist nicht riesig und es waren immerhin sechs Musiker mit ihren Instrumenten darauf zu platzieren und da waren schon drängende Fragen wie: Werden die Mikrostative und das sonstige Equipment reichen? Oder Genügen die vier Bühnenmonitore für Schallversorgung der Band auf der Bühne aus?
Die Kapelle kam an diesem Abend direkt aus Belgien nach Bad Frankenhausen und gelangte kurz vor 18:00 Uhr im Panorama Museum an. Es wurde zügig aufgebaut, die Instrumente verkabelt und für diesen Auftritt passend gemacht. Letztlich waren alle Kanäle des Mixers belegt und wen wunderte das, angesichts der zahlreichen Instrumente die letztlich die Bühne füllten. Es folgten das Einpegeln der Instrumente am Mixer und der Soundcheck. Wider Erwarten ging das alles recht reibungslos vonstatten.
Beim Eintreffen der ersten Besucher kurz nach 19:00 Uhr war alles für den Auftritt bereit. Schon bei der Anspielprobe versprach dieses Konzert eine besondere Latinoparty zu werden, laut, ungezügelt und mit wilder Musizierfreude. LA CUNETA SON MACHIN sind Carlos Guillen Mejia, der Hauptsänger, Carlos Luis Mejia - Marimba und Backing Vocals, Omar Suazo – Electric Guitar, Augusto Mejia – Bass und 2. Hauptsänger, Cesar Rodriguez an den Keyboard und Sequenzern und Christian Pupin an den Drums. Ihre Musik beschreiben sie selbst als eine Mixtur aus Cumbia-Rock, Funk und Reggea. Letztlich waren sie stilistisch breiter aufgestellt.
Unüberhörbar war ihre Freude an verschiedenen elektronischen Klängen, ob nun bei den Keyboards, den verfremdeten Stimmen der beiden Hauptsänger oder beim Einsatz der gesampelten Klänge, daneben waren natürlich auch Sprechgesangseinlagen wie beim Rap, schneller Reggea, also Ska überhörbar und natürlich waren ihnen auch House- und Disco-Klänge durchaus vertraut. Und das alles geerdet in der traditionellen Latin-Musik Mittelamerikas und der Antillen, was mal mehr nach Kuba, dann wieder mehr nach Jamaika klang, dazu der typische Satzgesang, virtuose Marimba-Klänge, eine Santana-Gitarre und vertrackte Rhythmen.
Das Resultat war ein lauter aber dennoch recht kompakter Sound, eine Musik, die sofort in den Bauch und dann in die Beine ging. Vorrangig stellten die Musiker Stücke ihrer aktuellen CD Mondongo vor, die erst kürzlich mit dem Lantino-Musik-Grammy gewürdigt wurde. Das Auftaktstück El Taxero machte dann auch sofort klar, was das Publikum zu erwarten hatte. Trotzdem gab es zuvor die übliche Suche nach einem Sitzplatz.
Doch dieses Mal standen viel weniger Stühle als sonst, damit es etwas mehr Raum zum Tanzen gab, der dieses Mal wirklich notwendig war. Bereits beim zweiten Stück hielt es viele der mehr als 110 Gäste nicht mehr auf den Stühlen. In der Konzertpause räumten einige beherzte Damen sogar Stühle weg und scheuten dabei keine Debatten mit einigen widerstrebenden Sitzplatzinhabern, die ebenfalls zum Mittanzen aufgefordert wurden.
Dieser geballten Lebensfreude und Energie konnte man auf Dauer nur schwerlich widerstehen. Nicht nur die Gesangsleistung und Tanzperformance von Carlos Guillen Mejia war bemerkenswert, sondern jeder der Musiker durfte im Laufe des Konzertes seine besonderen Qualitäten demonstrieren, wobei mir besonders eindrucksvoll das Marimbaspiel von Carlos Luis Mejia erschien, wie auch das sehr straighte Schlagzeug von Christian Pupin.
Sehr lustig waren dann auch die Tanzchoreographien, die die Band im zweiten Teil ihres Konzertes darbot oder die sentimentale Herz-Schmerz-Liebes-Schnulze, die mit der nötigen Ironie und Augenzwinkern präsentiert wurde. Eine wilde Tanznummer als Zugabe und dann war die Band nach 90 Minuten Schweiß treibender Performance mit ihrem Konzert fertig. Euphorische Konzertgäste ließen es sich nicht nehmen, zusammen mit den Musikern zum Erinnerungsfoto zu posieren.
Fred Böhme
Panoramamuseum
Sämtliche Fotos vom Konzert von La Cuneta Son Machine; Rechteinhaber: Fred Böhme / Archiv Panorama Museum



